Der Schütze von Dayton im US-Bundesstaat Ohio war an "gewalttätigen Ideologien" interessiert. Dies gab die US-Bundespolizei FBI bekannt, ohne zu sagen, um welche Ideologien es sich handelt. Den Ermittlern zufolge habe er bereits in der Vergangenheit erkennen lassen, dass er einen Amoklauf habe begehen wollen.

Wie FBI-Agent Todd Wickerham mitteilte, gebe es bislang keine Hinweise auf ein konkretes Motiv. Man könne aber bislang ausschließen, dass der 24-Jährige aus rassistischen Motiven gehandelt hat. Medienberichten zufolge soll er in der Vergangenheit frauenverachtende Verhaltensweisen gezeigt haben.

Am Sonntag hatte der Mann in Dayton mit einem Sturmgewehr vor einer Bar neun Menschen erschossen, bevor er selbst von der Polizei getötet wurde. Unter den Opfern waren sechs Afroamerikaner und seine eigene Schwester.

Inzwischen wandte sich die Familie des Schützen an die Öffentlichkeit. Sie seien am Boden zerstört und kooperierten mit den Ermittlungsbehörden, hieß es in einer Mitteilung. Man versichere den Opfern und deren Angehörigen "aufrichtigste Gebete und Anteilnahme". 

Ebenfalls am Sonntag hatte ein Schütze in der texanischen Stadt El Paso 22 Menschen erschossen, darunter mehrere Mexikaner und ein Deutscher. In diesem Fall gehen die Ermittler von einem rassistischen Motiv aus. Der mutmaßliche Angreifer ergab sich der Polizei und sitzt derzeit in Gewahrsam. 

Attentat in Ohio - Dayton-Schütze war wohl psychisch krank Laut FBI-Ermittlern war Connor B. von Gewaltphantasien besessen. Der Mann hatte neun Menschen in einem Ausgehviertel erschossen, darunter seine Schwester. © Foto: Bryan Woolston/Reuters Pictures