Der sogenannten Generation Mitte in Deutschland geht es wirtschaftlich so gut wie nie – doch die 30- bis 59-Jährigen sehen die gesellschaftlichen Entwicklungen zunehmend negativ. Das ist das Ergebnis einer veröffentlichten Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach.

"Aggressivität und Egoismus, immer weniger Respekt und auch eine wachsende Fremdenfeindlichkeit bereiten der mittleren Generation Sorgen", sagte Allensbach-Geschäftsführerin Renate Köcher. Vier von fünf Befragten (81 Prozent) konstatierten eine zunehmende Aggressivität im gesellschaftlichen Umgang.

Laut Umfrage sind zwei von drei Befragten (68 Prozent) der sogenannten Generation Mitte der Meinung, dass Fremdenfeindlichkeit zunimmt. Ebenso viele konstatieren eine wachsende Respektlosigkeit im alltäglichen Umgang. Auch steigende Aggressivität gegenüber Polizisten und Rettungskräften wird von 74 Prozent der Befragten beobachtet. Zwei Drittel haben den Eindruck, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt schwach ist, lediglich 18 Prozent empfinden ihn als groß.

Zur sogenannten Generation Mitte zählen die Autorinnen und Autoren mehr als 35 Millionen 30- bis 59-Jährige. Sie stehen mitten im Berufsleben, erziehen Kinder und finanzieren die sozialen Sicherungssysteme. Sie stellen 70 Prozent der Erwerbstätigen dar und erwirtschaften über 80 Prozent der steuerpflichtigen Einkünfte.