Der US-amerikanische Spielproduzent Hasbro macht mit einer neuen Version des Brettspiels Monopoly auf die ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern aufmerksam. In der neuen Edition Ms Monopoly sollen Frauen von Beginn an mehr Geld bekommen als ihren männlichen Mitspielern. Zudem erhalten sie jedes Mal 40 Dollar mehr als die Männer, wenn sie über das Los-Feld kommen. 

Mit dem Slogan "Wo Frauen mehr verdienen als Männer" will Hasbro spielerisch auf die Verdienstlücke zwischen Frauen und Männern – dem sogenannten Gender-Pay-Gap – hinweisen. Das Einkommensgefälle sei ein "zusätzlicher Spaßfaktor", denn "damit genießen Frauen die Vorteile, die in der realen Welt häufig Männern vorbehalten sind", so Hasbro. Wenn Männer geschickt spielten, könnten sie in dem Spiel aber auch viel Geld verdienen.

In Deutschland verdienen Frauen im Schnitt 21 Prozent weniger als Männer. Selbst wenn herausgerechnet wird, dass sie häufiger in Teilzeit arbeiten oder in Berufen tätig sind, die schlechter bezahlt werden, beträgt der bereinigte Gender-Pay-Gap noch 6 Prozent. Auch in der USA verdienen Frauen im Schnitt 19 Prozent weniger. 

Erfindungen von Frauen statt Häusern und Hotels

Auch sonst stellt die neue Ausgabe des Brettspiels Frauen in den Vordergrund. Statt des schnauzbärtigen, zylindertragenden Immobilieninvestors Mr. Monopoly ziert jetzt eine junge Frau mit Kaffeebecher das Cover. Sie soll die Nichte von Mr. Monopoly darstellen und fördert junge Unternehmerinnen. Dementsprechend kaufen die Spielerinnen und Spielern auch keine Straßen mehr und bauen Häuser, sondern sie investieren in Erfindungen von Frauen, wie zum Beispiel die Technologie für WLAN oder Solarheizungen.