Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat sich gegen Hassbotschaften gewehrt. "Wie ihr vielleicht bemerkt habt, sind die Hasser so aktiv wie immer – greifen mich, mein Aussehen, meine Kleidung, mein Verhalten und meine Unterschiede an", schrieb Thunberg auf Twitter. Sie verstehe nicht, warum erwachsene Menschen ihre Zeit lieber damit verbrächten, Kinder und Jugendliche für ihre Hinweise auf die Wissenschaft zu verspotten und zu bedrohen, anstatt etwas Gutes zu tun. "Ich nehme an, sie fühlen sich einfach ziemlich bedroht von uns."

Man solle seine Zeit nicht damit verschwenden, diesen Leuten weitere Beachtung zu schenken, schrieb Thunberg weiter. "Die Welt wacht auf. Wandel kommt, ob sie es mögen oder nicht. Wir sehen uns an diesem Freitag auf den Straßen!"

Am vergangenen Freitag hatten sich nach Schätzungen der Bewegung Fridays for Future rund vier Millionen Menschen an den Aktionen und Kundgebungen beteiligt. Allein in Deutschland waren demnach rund 1,4 Millionen Menschen auf die Straße gegangen.

Am Montag hatte die 16-Jährige den Staats- und Regierungschefs in der voll besetzten UN-Vollversammlung Verrat und Untätigkeit beim Klimaschutz vorgeworfen. "Wie konntet ihr es wagen, meine Träume und meine Kindheit zu stehlen mit euren leeren Worten?", hatte sie gesagt. US-Präsident Donald Trump hatte die Rede auf Twitter kommentiert: "Sie scheint mir ein sehr glückliches junges Mädchen zu sein, das sich auf eine fröhliche, wunderbare Zukunft freut. Das ist so schön zu sehen", schrieb er. Am Mittwoch war Thunberg mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet worden.

Greta Thunberg - "Wie könnt ihr es wagen?" Die schwedische Klimaaktivistin hat den Teilnehmern des UN-Klimagipfels schwere Vorwürfe gemacht. Sie hätten ihr ihre Kindheit gestohlen, sagte Thunberg in New York. © Foto: Spencer Platt/Getty Images