Max Strauß, der älteste Sohn von Franz Josef Strauß, hat in einem jahrelangen Rechtsstreit um ein angebliches Geheimkonto des früheren bayerischen Ministerpräsidenten einen Teilerfolg erzielt. Das Kölner Landgericht untersagte einem Buchverlag die Aussage, wonach der ehemalige CSU-Chef seinen Kindern ein Konto mit etwa 360 Millionen D-Mark hinterlassen habe (etwa 180 Millionen Euro).

Diese Behauptung hatte der Autor Wilhelm Schlötterer in einem vor zehn Jahren veröffentlichten Buch aufgestellt. In der Vergangenheit hatten ihm bereits mehrere Gerichte die Wiederholung dieser Äußerung verboten.

Auch das Kölner Landgericht kommt zu diesem Urteil, erteilte Max Strauß jedoch keine weitergehenden Ansprüche. So hatte Strauß von Schlötterer und seinem Verlag auch Auskunft über die Verkaufszahlen des Buches verlangt, um eine Geldentschädigung geltend machen zu können – mit der Begründung, seine Persönlichkeitsrechte seien verletzt worden.

Die Zivilkammer stimmte dem nicht zu. Die Begründung: Strauß habe erstmals mehr als sechs Jahre nach Erscheinen des Buches einen Anspruch auf Entschädigung erhoben. Bei diesem langen Zeitraum sei nicht davon auszugehen, dass seitens des Klägers ein "dringendes Bedürfnis" für eine Entschädigung bestehe.