In einem Großteil der Mehrpersonenhaushalte, in denen mindestens eine Person mit Migrationshintergrund lebt, wird überwiegend Deutsch gesprochen. Zu diesem Ergebnis kommt das Statistische Bundesamt auf Basis von Daten aus dem Mikrozensus. Demnach sprachen die Menschen in 63 Prozent dieser Haushalte hauptsächlich Deutsch miteinander. In sieben Prozent dieser Haushalte war Türkisch die überwiegend gesprochene Sprache. Weitere überwiegend gesprochene Sprachen waren Russisch bei fünf Prozent sowie Polnisch und Arabisch bei je drei Prozent.

Ob in einem Haushalt Deutsch gesprochen wurde, hing davon ab, ob nur einige oder alle Mitglieder einen Migrationshintergrund hatten. Hatte nur ein Bewohner einen Migrationshintergrund, verständigte sich der gesamte Haushalt zu 95 Prozent überwiegend auf Deutsch.

Besaßen jedoch alle einen Migrationshintergrund, sprachen nur noch 44 Prozent der Haushalte überwiegend Deutsch miteinander. Ein Mensch hatte in der Erhebung dann einen Migrationshintergrund, wenn er selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde.

Im internationalen Vergleich sprechen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland relativ häufig die Sprache des Gastlandes. Das ergab eine Erhebung der OECD im Jahr 2015.