Wegen Mordes und gefährlicher Körperverletzung an der Tramperin Sophia L. hat das Landgericht Bayreuth einen Lastwagenfahrer zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht sprach den 42-Jährigen schuldig, die Studentin im vergangenen Jahr umgebracht zu haben.

Die junge Frau hatte vor gut einem Jahr von Leipzig in Richtung Nürnberg trampen wollen. Von dort wollte sie nach Aussage ihres Bruders per S-Bahn zu ihrer Familie nach Amberg in der Oberpfalz fahren. Dort kam die 28-Jährige nie an. Ihre Leiche wurde später in einem Straßengraben in Spanien entdeckt.

Der Anklage zufolge hat der Fernfahrer die Tramperin ermordet, um eine sexuelle Straftat zu verdecken. Die Staatsanwaltschaft forderte eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes und gefährlicher Körperverletzung.

Nach zweimonatiger Prozessdauer kam das Gericht aber wie die Anklage zu der Überzeugung, dass der aus Marokko stammende Mann Sophia im Juni vergangenen Jahres im Streit niedergeschlagen und schwer verletzt sowie sie dann bei einer zweiten Attacke getötet hatte. Damit handelte es sich nach Überzeugung des Gerichts um Mord zur Verdeckung der vorangegangenen Körperverletzung.

Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt. Die Familie suchte mit Hilfe von sozialen Netzwerken im Internet selbst nach Sophia und kontaktierte den 42 Jahre alten Fernfahrer in Spanien, bevor ihn die Polizei fand.