Papst Franziskus hat Rassismus in Europa kritisiert. Er fühlt sich nach eigenen Worten an die Zeit des Nationalsozialismus erinnert. "Manchmal höre ich an einigen Orten Reden, die denen von Hitler 1934 ähneln", sagte das Katholikenoberhaupt auf dem Rückflug von Madagaskar nach Rom. 

Fremdenfeindlichkeit sei "eine Krankheit, wie Masern". "Es ist eine Krankheit, die in ein Land eindringt, in einen Kontinent, und wir bauen Mauern", sagte der Papst. "Und so oft reitet die Fremdenfeindlichkeit auf der Welle des politischen Populismus." Franziskus setzt sich seit jeher gegen Rassismus und Ausgrenzung ein. Auch ruft er immer wieder zu Hilfe von Migranten auf.

Der Papst äußerte sich auf dem Rückweg aus Afrika auch zum Klimawandel und zeigte sich betroffen über das rasche Abschmelzen von Gletschern und Polar-Eis. Beim Bild einer eisfreien Schiffsroute über den Nordpol habe er "Angst verspürt", sagte er. Der "größte Kampf" für Ökologie und Artenvielfalt werde von jungen Menschen geführt. "Sie haben das klare Bewusstsein: Es ist unsere Zukunft", so der Papst.

Das Pariser Klimaabkommen von 2015 sei ein erster Schritt nach vorn gewesen, gefolgt von der Klimakonferenz von Katowice Ende 2018, sagte der Papst. Diese Treffen hätten geholfen, "Bewusstsein zu schaffen".