Air Force - US-Kampfjet nahe Trier abgestürzt Bei einem Übungsflug ist ein Flugzeug des Typs F16 der US Air Force in den Wald bei Trier gestürzt. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten. © Foto: fkm/​dpa

Ein Kampfflugzeug der US Air Force ist in Rheinland-Pfalz abgestürzt. "Ich kann den Absturz einer unserer F16-Maschinen bestätigen", sagte eine Sprecherin vom US-Flugplatz Spangdahlem in der Eifel. Die Maschine sei von dem Stützpunkt gestartet und während eines Routinetrainingsflugs abgestürzt. Sein Flugzeug schlug eine Schneise in den Wald, bevor es rund einen Kilometer später am Boden zum Stillstand kam. Der Pilot habe sich über den Schleudersitz gerettet und sei mit kleineren Verletzungen geborgen worden, hieß es in einer Mitteilung. Er kam in ein Krankenhaus.

Die Polizei Trier teilte mit, die Absturzstelle bei Zemmer im Kreis Trier-Saarburg sei weiträumig abgesperrt worden. Zu Schäden gebe es keine Hinweise. Von dem Flugzeugwrack gehe aber keine Gefahr mehr aus. Wie es zu dem Unfall kam, sei noch nicht bekannt. Das US-Militär kündigte eine umfassende Untersuchung an. Das Wrack werde nun mitsamt den Einzelteilen geborgen.

Der Ortsbürgermeister von Zemmer, Edgar Schmitt, zeigte sich erleichtert, dass der Crash außerhalb seiner Ortschaft passierte: "Ich bin sehr froh, dass das Flugzeug nicht in den Ort gekommen ist", sagte er. Die Stelle in dem Wald, wo der Jet liege, sei schwer zugänglich. Zemmer liegt etwa auf halber Strecke zwischen Spangdahlem und Trier.

Anwohnerinnen und Anwohner wurden aufgefordert, die Absturzstelle zu meiden. Fahrzeuge sollten den Bereich großräumig umfahren. Mehrere Kreisstraßen wurden für den Verkehr gesperrt. Deutsche Feldjäger unterstützten die Amerikaner dabei, eine militärische Sicherheitszone abzusperren.

Zweiter Absturz eines Piloten von Spangdahlem

Es ist der zweite Unfall mit Militärmaschinen in Deutschland binnen weniger Monate. Bei einer Luftkampfübung waren im Juni an der Müritz in Mecklenburg-Vorpommern zwei Eurofighter der Bundesluftwaffe in größerer Höhe kollidiert und abgestürzt. Ein Pilot rettete sich mit dem Schleudersitz und überlebte den Unfall verletzt, der andere starb.

In Spangdahlem ist das 52. Jagdgeschwader stationiert: Es umfasst eine F16-Kampfjet-Staffel mit mindestens 24 Flugzeugen. Zur US-Base gehören rund 4.000 US-Soldaten. Im April 2011 war schon einmal ein US-Militärjet vom Stützpunkt Spangdahlem abgestürzt. Damals handelte es sich um eine Maschine vom Typ A-10. Der Pilot konnte sich auch hier retten.