Gut eine Woche nach dem wohl absichtlich verursachten Unfall mit einem Lastwagen in Limburg geht die Polizei nicht von einem terroristischen Hintergrund aus. Das sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Westhessens.

Nach Angaben der Sprecherin hatte der Polizeipräsident für Westhessen, Stefan Müller, die Limburger Stadtverordneten am Montagabend darüber informiert, dass die Ermittler bisher keine Verbindung des Tatverdächtigen in die gewaltbereite islamistische Szene festgestellt hätten.

Das hessische Landeskriminalamt (LKA) gab unterdessen die Ermittlungen an die Limburger Polizei ab, wie ein Sprecher sagte. Weil ein terroristischer Hintergrund der Tat zunächst nicht ausgeschlossen wurde, war das LKA eingeschaltet worden. Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt äußerte sich nicht zu einem möglichen Motiv.

Der 32-jährige Syrer soll am 7. Oktober einen Lastwagen gekapert haben. Nach den bisherigen Ermittlungen fuhr er dann an einer Kreuzung mitten in Limburg ungebremst auf mehrere Fahrzeuge auf, sodass diese zusammengeschoben wurden. Acht Menschen und der Verdächtige erlitten Verletzungen. Der Fahrer wurde kurz nach dem Unfall festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft.