Indonesiens Sicherheitsminister Wiranto ist bei einem mutmaßlich islamistisch motivierten Messerangriff verletzt worden. Die Polizei nahm zwei Verdächtige fest. "Die Täter sind mutmaßlich dem Radikalismus des Islamischen Staats ausgesetzt gewesen", sagte Polizeisprecher Dedi Prasetyo. Drei weitere Menschen wurden bei dem Angriff verletzt.

Die Ermittler würden derzeit versuchen, festzustellen, ob das Duo Mitglied des islamistischen Netzwerks Jemaah Ansharut Daulah in der Provinz Banten sei, hieß es. Die Gruppierung steht dem IS nahe. Bereits im Mai waren Wiranto und drei weitere hochrangige Regierungsvertreter nach Polizeiangaben einem Anschlag entgangen

Wiranto habe bei dem Angriff zwei tiefe Wunden im Bauch davongetragen und müsse möglicherweise operiert werden, sagte der Sprecher des örtlichen Krankenhauses in der Stadt Pandeglang auf der indonesischen Hauptinsel Java. Der Zustand des Ex-Generals sei jedoch stabil. Die drei weiteren Opfer sind den Aussagen zufolge nicht lebensgefährlich verletzt worden.

Der frühere Militärchef und ehemalige Präsidentschaftskandidat Wiranto ist eine der wichtigsten politischen Persönlichkeiten Indonesiens. Ihm werden seit langem Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Unabhängigkeitsreferendums in Osttimor 1999 vorgeworfen.