Bei einem Messerangriff auf Touristen in Jordanien sind acht Menschen verletzt worden. Unter den Opfern in der antiken Römerstätte von Gerasa im Norden des Landes seien drei Mexikaner, eine Schweizerin und vier Jordanier, teilte Gesundheitsminister Saad Dschaber mit. Der Angreifer wurde festgenommen.

Wie aus jordanischen Sicherheitskreisen verlautete, soll es sich bei dem Verdächtigen um einen 22-Jährigen aus einem nahe gelegenen palästinensischen Flüchtlingslager handeln. Nach Behördenangaben waren unter den Verletzten ein einheimischer Touristenführer und ein Sicherheitsbeamter, die sich dem Angreifer in den Weg gestellt hatten.

Gerasa liegt rund 50 Kilometer nördlich der Hauptstadt Amman und ist ein beliebtes Touristenziel. Im Dezember 2016 waren bei einem Angriff in der jordanischen Touristenstadt Karak zehn Menschen getötet worden, darunter eine kanadische Touristin. Damals hatte die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) die Tat für sich beansprucht.