Vor der Weltklimakonferenz in Madrid sind weltweit Hunderttausende Menschen für mehr Klimaschutz auf die Straße gegangen. Die weltweiten Klimaproteste begannen in Australien und gingen in Asien und Europa weiter. In Deutschland sollen laut Fridays for Future 600.000 Demonstrantinnen in mehreren Städten dem Aufruf gefolgt sein. In vielen Ländern setzten die meist jungen Klimaaktivisten eigene Schwerpunkte. In Australien machten sie den Klimawandel für die schlimmen Waldbrände verantwortlich, die seit Wochen im Südosten Australiens wüten. In der von Smog geplagten indischen Hauptstadt Neu-Delhi marschierten Schüler und Studenten vor das Umweltministerium. In Frankreich und in anderen Ländern protestierten die jungen Menschen gegen übertriebenen Konsum zulasten der Umwelt – der globale Klimastreik fiel auf den mit Rabatten lockenden sogenannten Black Friday. Fortschritte auf internationaler Ebene erhoffen sich Klimaschutzaktivisten von der UN-Klimakonferenz, die vom 2. bis zum 13. Dezember in Madrid stattfindet. Eine Umfrage im Auftrag des Europaparlaments ergab, dass 32 Prozent der befragten Bürgerinnen und Bürger EU-weit fordern, den Klimaschutz ganz oben auf die Agenda zu setzen.