Kalifornien - Zwei Tote durch Schüsse an High School In Santa Clarita hat ein 16-jähriger zwei Mitschüler mit einer Schusswaffe getötet und drei weitere verletzt. Der mutmaßliche Täter wurde in ein Krankenhaus gebracht. © Foto: Frederic J. Brown/AFP via Getty Images

An einer Schule im US-Bundesstaat Kalifornien in der Stadt Santa Clarita sind durch Schüsse zwei Menschen getötet und mehrere weitere verletzt worden. Bei den Toten handele es sich um eine 16-Jährige und einen 14-Jährigen, wie die Polizei mitteilte. Eine 14-jährige und eine 15-jährige Schülerin sowie ein 14-jähriger Schüler seien verletzt worden. Der mutmaßliche Schütze, ein 16-jähriger Schüler, habe sich mit der letzten Patrone seiner Pistole in den Kopf geschossen. Er sei mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden.

Captain Kent Wegener vom Sheriff-Büro des Distrikts Los Angeles sagte, der Schütze habe eine halbautomatische Pistole genutzt, in der nach der Tat keine Patronen mehr gewesen seien. Bei der Polizei sei um 7:38 Uhr (Ortszeit) ein erster Notruf eingegangen. Zwei Minuten später seien Beamte an der Schule gewesen. Dort hätten sie sechs Verletzte mit Schusswunden vorgefunden, die alle Schüler an der Saugus High School seien.

Später habe sich herausgestellt, dass unter den sechs Verletzten der mutmaßliche Täter sei, sagte Wegener. Zwei der verletzten Opfer starben nach Polizeiangaben im Krankenhaus. Paul Delacourt von der Bundespolizei FBI sagte, es gebe derzeit keine Hinweise auf ein Motiv oder eine Ideologie hinter der Tat.

Mindestens drei Rettungswagen und Dutzende Streifenwagen standen vor der Schule, die gegenüber von einem Wohngebiet liegt. Auch Beamte der Bundesbehörde für Alkohol, Tabak, Schusswaffen und Sprengstoffe (ATF) waren im Einsatz. Santa Clarita liegt etwa 60 Kilometer nördlich von Los Angeles.

In den USA kommt es immer wieder vor, dass in Schulen, Einkaufszentren oder an anderen öffentlichen Orten Menschen durch Schüsse getötet werden. Bemühungen für striktere Waffengesetze blieben bislang erfolglos, weil die Republikaner von US-Präsident Donald Trump dagegen sind. Die mächtige Waffenlobbyorganisation NRA wehrt sich zudem gegen jeden Versuch, Waffenbesitz stärker zu regulieren. Auch Trump ist gegen eine Einschränkung des Rechts auf Waffenbesitz, das in der US-Verfassung verankert ist.