Teutschenthal - Zwei Verletzte nach Verpuffung in Bergbaugrube In einem Bergwerk in Sachsen-Anhalt mussten 35 Menschen in einem Schutzraum ausharren, bis sie geborgen wurden. In der Grube werden mineralische Abfälle deponiert. © Foto: Sebastian Willnow/​dpa

In der Bergbaugrube Teutschenthal im sachsen-anhaltischen Saalekreis sind bei einem Unglück zwei Menschen leicht verletzt worden. Wie die Polizei in Halle mitteilte, konnten inzwischen auch die übrigen Kumpel aus dem Bergwerk gerettet werden. Alle seien wohlauf, hieß es.

Kurz nach dem Unglück hatten Polizei, Landesbergamt und die Geiger Unternehmensgruppe, die das Bergwerk betreibt, mitegetilt, dass sich noch rund 35 Menschen in der Grube befinden. Demnach befanden sie sich in einem Schutzraum. Dem Betreiber und einem Sprecher des Landesbergamts zufolge waren sie nicht eingeschlossen, sondern mit Sauerstoff versorgt und konnten dann über einen intakten Schacht an die Erdoberfläche gebracht werden.

Verpuffung führte zum Großeinsatz

Laut des Betreibers befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks 38 Menschen in der Grube. Gegen neun Uhr soll es dann zu einer Verpuffung gekommen sein. Dabei bildet sich ein Gasgemisch, das explodiert. Der erste Notruf aus der Grube ist um 9.03 Uhr bei der Polizei eingegangen.

Laut einer Sprecherin der Polizei waren danach Rettungskräfte und Feuerwehr mit einem Großaufgebot angerückt. Kurze Zeit später habe die Feuerwehr den Unglücksort aber schon wieder verlassen. Mitarbeiter des Landesamts für Geologie und Bergwesen machten sich ein Bild der Lage und initiierten die vorgesehenen speziellen Sicherungs- und Rettungsszenarien.

In der Grube Teutschenthal arbeiten nach Unternehmensangaben etwa 100 Menschen. In den vergangenen 15 Jahren wurde das im Jahr 1982 stillgelegte Bergwerk umgebaut. Heute handelt es sich um ein sogenanntes Versatzbergwerk. Dort werden heute auf 14 Quadratkilometern Grundfläche mineralische Abfälle deponiert, um die Grube zu stabilisieren. Zuvor war das Bergwerk rund 80 Jahre zur Kalisalzgewinnung betrieben worden.