Bei einem Anschlag auf Christen im westafrikanischen Burkina Faso sind mindestens 14 Menschen getötet worden. Zudem seien viele Menschen verletzt worden, teilten die örtlichen Behörden mit. Der Anschlag ereignete sich demnach im 500-Einwohner-Dorf Hantoukoura nahe der Grenze zum Niger.

Nach Angaben aus Sicherheitskreisen stürmte etwa ein Dutzend schwer bewaffneter Angreifer eine Kirche. Diese hätten "die Gläubigen hingerichtet, darunter den Pastor und Kinder". Laut einer anderen Quelle handelte es sich bei den Getöteten um 14 Männer. Die Angreifer flüchteten mit Motorrädern aus dem Dorf, Soldaten folgten ihnen.

Die Sicherheitslage in dem armen westafrikanischen Land hat sich zuletzt verschlechtert; seit Februar gab es eine Reihe von Anschlägen auf christliche Einrichtungen, bei denen bis Sonntag 21 Menschen getötet wurden. In Burkina Faso leben etwa zwei Drittel Muslime und ein Drittel Christen. Dschihadistengruppen attackieren neben Christen auch Muslime, die sie für nicht radikal genug halten. In der Vergangenheit lebten Angehörige beider Religionen in friedlicher Koexistenz in Burkina Faso.

Einige Regionen in Burkina Faso sowie in den angrenzenden Ländern Mali und Niger gelten als Rückzugsorte für islamistische Extremisten. Etliche Gruppen sind in dieser Region aktiv, einige gehören zu Al-Kaida und der IS-Terrormiliz. Bei Anschlägen islamistischer Gruppen wurden in Burkina Faso seit 2015 insgesamt etwa 600 Menschen getötet.