Im US-Militärstützpunkt Pearl Harbor-Hickam auf Hawaii hat ein Matrose um sich geschossen und dabei zwei Menschen getötet. Im Anschluss tötete er sich selbst. Ein weiterer Mensch wurde verletzt.

Ein Armeesprecher bestätigte, dass Sicherheitskräfte am frühen Nachmittag Ortszeit auf Berichte über einen Schusswaffeneinsatz reagiert hätten und der Stützpunkt vorübergehend gesperrt worden sei. Über die Hintergründe lagen keine Angaben vor. Der Vorfall werde von der Navy untersucht.

Ein Augenzeuge berichtete örtlichen Medien, dass er an seinem Computer gesessen habe, als er Schüsse gehört habe. Er habe drei Opfer am Boden liegen sehen. Der Schütze habe offenbar eine Marine- oder Matrosenuniform getragen und sich selbst getötet.

Das Militär bestätigte auf Twitter, dass es sich bei dem Angreifer um einen Angehörigen der US-Marine gehandelt habe. Die Verletzten seien Zivilangestellte. Der Zwischenfall ereignete sich den Angaben zufolge in der Nähe eines Trockendocks auf dem weitläufigen Stützpunkt.

Die Schüsse fielen kurz vor dem Jahrestag des Überfalls auf Pearl Harbor: Bei einem Überraschungsangriff der japanischen Luftwaffe auf die US-Pazifikflotte am 7. Dezember 1941 waren mehr als 2.400 US-Soldaten getötet worden. Daraufhin traten die Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg ein. An diesem Wochenende sind auf dem Stützpunkt Gedenkfeiern geplant.