Die Staatsanwaltschaft in Jersey City bei New York wertet den tödlichen Angriff auf ein koscheres Geschäft in der Stadt als mögliches Hassverbrechen. Die Beweise deuteten auf einheimischen Terrorismus hin, angetrieben von Antisemitismus und Hass auf die Justiz, sagte Generalstaatsanwalt Gurbir Grewal. Dies zeige sich unter anderem an Einträgen der mutmaßlichen Täter in sozialen Medien.

Ein 47-jähriger Mann und eine 50 Jahre alte Frau sollen am Dienstag zunächst einen Polizisten vor einem Friedhof niedergeschossen haben. Dann fuhren sie laut den Behörden mit einem gestohlenen Mietwagen zu dem koscheren Markt, wo eine Person sofort das Feuer eröffnete. Es kam es zu einem Schusswechsel mit der Polizei, der mehr als eine Stunde dauerte. In dem Geschäft brachten die Angreifer drei Menschen um, bevor sie selbst getötet wurden.

Grewal sagte, die Verdächtigen hätten sich während des Schusswechsels auf Polizisten konzentriert, Passanten dagegen verschont. Sie hätten fünf Schusswaffen dabeigehabt, darunter eine Schrotflinte. In ihrem Auto sei eine Rohrbombe gefunden worden. "Das Resultat hätte noch viel, viel schlimmer sein können", sagte Grewal.

Die beiden hätten Interesse an einer religiösen Randgruppe namens Schwarze Hebräische Israeliten geäußert, deren Mitglieder oft über Juden und Weiße herziehen, sagte Grewal. Es gebe allerdings keine Beweise, dass sie der Gruppe beigetreten sind. Auch glaube er, dass sie allein gehandelt hätten.