Zehntausende Menschen haben sich im Osten der Philippinen vor dem Taifun Kammuri geflüchtet. Mehr als 62.000 Bewohnerinnen und Bewohner der Provinz Albay seien dazu aufgerufen worden, ihre Häuser zu verlassen, teilten die Behörden mit. Laut Wetterdienst soll der Wirbelsturm die östliche Region Bicol, zu der die Provinz Albay gehört, am zweiten oder dritten Dezember erreichen. In dem Taifun wurden Windgeschwindigkeiten von 140 Stundenkilometern gemessen. Einzelne Sturmböen kamen auf 170 Stundenkilometer.

Im rund 330 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila gelegenen Malinao mussten rund 58.000 Bewohnerinnen und Bewohner in Notunterkünfte und Evakuierungszentren umziehen. Im Ort Guinobatan waren rund 4.500 Menschen betroffen. Trotz der Warnungen wurden Ende November nördlich von Manila die Südostasienspiele eröffnet. Die Veranstalter versicherten jedoch, sie hätten Ausweichpläne für Sportarten, die im Freien ausgetragen werden und von dem schlechten Wetter betroffen sein könnten.

Die Philippinen werden jedes Jahr von etwa zwanzig Taifunen heimgesucht, die unter anderem Überschwemmungen und Erdrutsche auslösen. Erst Anfang November riss Taifun Nakri vier Menschen in den Tod, unter ihnen auch zwei Kinder. Einer der stärksten Taifune, Haiyan, traf den Inselstaat 2013. Mehr als 6.000 Menschen kamen ums Leben, rund vier Millionen verloren ihre Bleibe.