Auf der Donau in Serbien ist ein Boot mit Migrantinnen und Migranten gekentert. Sechs Menschen, unter ihnen zwei Kinder, wurden als vermisst gemeldet, teilte die Polizei in der nordserbischen Grenzstadt Sombor mit. Das Unglück ereignete sich am frühen Montagmorgen im Dorf Karavukovo, 40 Kilometer südlich von Sombor. Die Donau bildet dort die natürliche Grenze zwischen Serbien und Kroatien.

Medienberichten zufolge wurden zwei Frauen tot aus dem Wasser gezogen, für die weiteren Vermissten gibt es nur wenig Hoffnung. Die Menschen wollten offenbar mit dem Boot die Grenzkontrollen umgehen und auf diese Weise ins EU-Land Kroatien gelangen. Serbien und sein westliches Nachbarland liegen auf der sogenannten Balkanroute für Geflüchtete und Migrantinnen und Migranten aus Nahost und Südasien.

Die Route ist inzwischen nur noch schwer zu passieren. Nachdem im Jahr 2015 sehr viele Menschen diesen Weg nach Westeuropa nahmen, haben die südosteuropäischen Länder seither ihren Grenzen umfangreich gesichert und kontrollieren dort stark. Ungarn errichtete nahezu an seiner gesamten Grenze zu Serbien und Kroatien einen Zaun mit Warmbildkameras und Warnvorrichtungen. Seither kommen nur noch sehr wenige Menschen auf dieser Fluchtroute nach Europa.