In dem US-Außengebiet Amerikanisch-Samoa sind die Masern ausgebrochen. Ab Montag bleiben die Schulen geschlossen, Gruppentreffen in Parks werden verboten, wie die Regierung des östlich von Australien im Pazifik gelegenen Inselstaates mitteilte. Ebenfalls am Montag solle Masernimpfstoff aus den Vereinigten Staaten geliefert werden, hieß es vom Gesundheitsamt. Bereits am Freitag waren in Amerikanisch-Samoa neun Masernfälle bekannt geworden.

Sehr viel heftiger hatte es jüngst das benachbarte Samoa getroffen. Dort sind bereits mehr als 60 Menschen an Masern gestorben, darunter vor allem Kinder. Seit Mitte Oktober sind in Samoa nach Angaben der Gesundheitsbehörden mehr als 4.000 Menschen erkrankt.

Zu den Fällen in Amerkikanisch-Samo kam es ersten Erkenntnissen zufolge, als gut 70 Gesundheitsbeamte aus Hawaii, die in Samoa bei Impfungen geholfen hatten, über das US-Außengebiet zurück in die Heimat reisten. Bei der zweitägigen Mission wurden nach offiziellen Angaben mehr als 34.000 Menschen geimpft.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte kürzlich mitgeteilt, dass die Zahl der Maserntoten weltweit zuletzt wieder angestiegen sind. So starben 2018 etwa 140.000 Menschen an der Krankheit, die meisten davon Kinder unter fünf Jahren. 2017 lag die Zahl der Todesfälle demnach um rund 16.000 niedriger.