Samoa - 60 Tote durch Masernepidemie Unter den Toten sind 52 Kleinkinder. Da die Zahl der an Masern Erkrankten inzwischen bei über 6.000 liegt, hat die Regierung Samoas im November den Notstand ausgerufen. © Foto: Uncredited/TVNZ/AP/dpa

Wegen eines Masernausbruchs auf Samoa sind mittlerweile 50 Kinder gestorben. Dies teilte die Regierung des Inselstaats im Südpazifik mit. Seit Ende Oktober ist damit die Zahl der Toten auf insgesamt 53 gestiegen. Die meisten von ihnen sind Säuglinge und Kleinkinder. 23 waren jünger als zwölf Monate, weitere 25 sind zwischen einem und vier Jahren alt. Ebenfalls starben eine erwachsene Person und zwei Teenager.

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) hatte zuletzt 11.000 zusätzliche Impfdosen geliefert und arbeitet mit der Regierung des Inselstaats daran, die weitere Verbreitung zu verhindern, berichtete der MDR. Demnach habe auch die australische Regierung einen Experten nach Samoa entsandt.

Im November hatte Samoa den Notstand ausgerufen und die Pflichtimpfung für Masern für alle 200.000 Bewohnerinnen und Bewohner der Insel angeordnet. Zuvor waren dort etwa 33.000 Menschen geimpft gewesen. 58.000 sind nach Angaben der Behörden hinzu gekommen.