In den USA haben sich zahlreiche Politiker, Prominente und Militärs zu einem Bündnis gegen den Klimawandel zusammengeschlossen. Initiator ist der ehemalige US-Außenminister John Kerry. Die Erderwärmung sei eine "Frage der internationalen Sicherheit", begründete er den Namen der Initiative "World War Zero". Nach Angaben des früheren Außenministers hoffen die Gründungsmitglieder, die US-Bürger "wie im Krieg" für den Kampf gegen die Treibhausgase zu mobilisieren.

Die Situation beim Klimawandel "wird schlechter, nicht besser", sagte Kerry dem US-Sender NBC. Deshalb sei das Bündnis aus einflussreichen Persönlichkeiten auch grenzübergreifend in Partei- und Ideologiefragen.

Teil des Bündnisses ist auch Hollywoodstar Arnold Schwarzenegger. Der ehemalige republikanische Gouverneur Kaliforniens sagte, Kalifornien habe den "perfekten Beweis" erbracht, dass sich mit der Schaffung "grüner Arbeitsplätze" Umwelt und Wirtschaft gleichzeitig schützen ließen. Damit widersprach Schwarzenegger der Argumentation des US-Präsidenten. Dieser lehnt deutliche Einschnitte bei den Industrieabgasen ab, da sie nach seiner Auffassung negative Auswirkungen auf die US-Wirtschaft hätten. Präsident Trump hatte zuvor wiederholt Zweifel am Klimawandel geäußert.

Schauspieler und Finanzminister gegen den Klimawandel

Mit Gemeindeversammlungen im ganzen Land will Kerrys Initiative Millionen von US-Bürgern von der Notwendigkeit zum Kampf gegen den Klimawandel überzeugen. Zu den prominenten Gesichtern des Bündnisses zählen unter anderem Leonardo DiCaprio und Sting. Daneben gehören auch hochrangige Militärbeamte und bekannte Politiker dem Bündnis an, wie zum Beispiel der Ex-Finanzminister Henry Paulson oder der frühere republikanische Gouverneur von Ohio, John Kasich. 

In den kommenden zwölf Tagen berät die 25. UN-Klimakonferenz in Madrid über konkrete Maßnahmen zur Begrenzung der Treibhausgase. Zudem sollen im kommenden Jahr die Zusagen des Pariser Klimaabkommens nachgeschärft werden. Die Vorbereitungen dafür sollen auch auf der Konferenz getroffen werden. Die Trump-Regierung wird nach ihrem Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen nur mit einer kleinen Delegation vertreten sein.