Nach den schweren Überschwemmungen und Erdrutschen in Indonesien ist die Zahl der Toten auf mindestens 53 gestiegen. Die Nachrichtenagentur AP sprach von mindestens 60 Toten. Nach Behördenangaben könnten etwa 173.000 Menschen immer noch nicht in ihre Häuser zurückkehren. Die Katholische Nachrichtenagentur sprach von 175.000 Menschen.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa hatten wegen des Hochwassers bereits mehr als 31.000 Einwohner ihre Häuser verlassen müssen. Insgesamt seien demnach rund 400.000 Menschen von den Fluten betroffen. Viele suchten Zuflucht in Notunterkünften.

Indonesiens Präsident Joko Widodo hatte auf Twitter Verzögerungen bei Infrastrukturprojekten im Hochwasserschutz für die Überschwemmungen verantwortlich gemacht. Er sagte, dass einige Projekte seit 2017 aufgrund von Problemen beim Landerwerb verzögert wurden. In der Regenzeit sind Überschwemmungen und Erdrutsche in Indonesien verbreitet.

Die Regenfälle, die am Neujahrstag begonnen hatten, waren nach Angaben der Behörden die heftigsten seit 1866. Nach 18 Stunden Dauerregen waren Flüsse über die Ufer getreten und hatten Wohngebiete überflutet. Betroffen waren vor allem die Hauptstadt Jakarta und ihre Umgebung mit rund 30 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern. Dort ging das Wasser mittlerweile deutlich zurück. Laut Meteorologen seien allerdings mindestens bis zum 10. Januar weitere heftige Niederschläge zu erwarten.