Der Vulkan Taal, etwa 60 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila auf den Philippinen gelegen, ist monatelang ruhig geblieben. Doch am Sonntag schleuderte er plötzlich Asche bis zu 15 Kilometer hoch in die Luft. Am Montag spuckte er Lava, die in den See rund um den Krater fiel. Asche und Steine regneten auf Häuser, Straßen, Autos und Bäume. Der Vulkanausbruch vertreibt Tausende Menschen aus ihren Wohnungen. Die Luft ist jedoch so grau, dass manche Anwohner nichts sehen und deshalb nicht fliehen können.

Das seismologische Institut Phivolcs warnte vor einem sehr bedrohlichen Ausbruch, der noch kommen könnte, möglicherweise innerhalb von "Stunden oder Tagen". Es galt wie bereits am Sonntag die Warnstufe vier von fünf. Mindestens 144 vulkanische Beben seien bislang registriert worden. Die Behörden schätzten, dass mindestens 200.000 Menschen fliehen müssten, falls es schlimmer wird. Bereits jetzt haben sich 45.000 Menschen in Sicherheit bringen müssen, darunter auch Touristen.