Wegen eines geplanten Sprengstoffanschlags ist ein Terrorverdächtiger aus dem Umfeld des Breitscheidplatz-Attentäters Anis Amri zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und vier Monaten verurteilt worden. Das Berliner Kammergericht urteilte entsprechend der Anklage wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat sowie eines Explosionsverbrechens. Die Verteidiger hatten einen Freispruch gefordert. Mögliches Anschlagziel des 32-jährigen Magomed-Ali C. soll ein Einkaufszentrum gewesen sein.

Der russische Islamist stammt aus der Kaukasusrepublik Dagestan. In Berlin bewegte er sich der Anklage zufolge im Umfeld des mittlerweile verbotenen Moscheevereins Fussilet 33. Zwischenzeitlich war laut den Ermittlungen auch Amri an den Anschlagsplänen von C. beteiligt. Die Vorbereitungen sollen aber wegen eines Hausbesuchs der Polizei abgebrochen worden sein.

Amri verübte schließlich im Dezember 2016 den Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz mit zwölf Toten. Im August 2018 wurde C. festgenommen, der Prozess gegen ihn begann Mitte Mai 2019.