Nach Angaben der EU-Grenzschutzagentur Frontex ist die Zahl der unerlaubten Grenzübertritte in die EU auf den sogenannten Hauptmigrationsrouten im Januar 2020 im Vergleich zum Vormonat gesunken. In der Türkei und in Griechenland wurden zwar weiterhin die meisten Grenzübertritte registriert. Aber die Zahl sei im Vergleich zum Vormonat auf 3.400 Registrierungen gesunken.

Nach Angaben von Frontex war fast die Hälfte der Geflüchteten auf der östlichen Mittelmeerroute aus Afghanistan, Syrien und der Türkei.  

Auf der Westbalkanroute wurden mit 2.000 Grenzübertritten halb so viele wie im Vormonat aufgenommen. Drei Viertel der Registrierten kamen laut dem Frontex-Bericht aus Syrien.

Auf dem Fluchtweg über das zentrale Mittelmeer nach Italien und Malta registrierte Frontex dagegen eine deutliche Zunahme. 1.500 Geflüchtete wurden demnach auf dem Weg nach Italien und Malta über die zentrale Mittelmeerroute registriert. Das waren doppelt so viele wie im Dezember 2019 und sechs Mal mehr als im Vergleich zu Januar 2019. Laut Frontex stammten viele der Geflüchteten auf dieser Route aus Algerien, der Elfenbeinküste und aus Bangladesch. 

Über das westliche Mittelmeer nach Spanien ging die Zahl um 25 Prozent zurück. Die meisten der auf dieser Route Registrierten kamen aus Algerien, wie Frontex berichtet.

Die Gesamtzahl der illegalen Grenzübertritte lag laut Frontex im Januar bei 8.800, 41 Prozent weniger als im Dezember. Laut dem Bericht sind die Zahlen "vergleichbar" zum Januar 2019.