Bei einem Erdbeben im Osten der Türkei im Grenzgebiet zum Iran sind mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Weitere 21 Menschen seien verletzt worden, sagte der türkische Innenminister Süleyman Soylu der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. Mehrere Menschen seien unter den Trümmern eingeschlossen. Das Beben habe eine Stärke von 5,7 erreicht, teilte die europäische Erdbebenwarte EMSC mit.

Am stärksten betroffen sei die Stadt Van, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Auf türkischer Seite suchten Rettungskräfte nach Überlebenden. Der Gesundheitsminister Fahrettin Koca teilte mit, 37 Personen seien verletzt worden. Soylu sagte, bei dem Erdbeben seien 1.066 Gebäude eingestürzt. Mehrere Schulen seien beschädigt worden, teilte das Bildungsministerium mit.

Nach Angaben der türkischen Regierung wurden mehrere Dörfer von dem Erdbeben getroffen, dessen Epizentrum laut US-Erdbebenwarte 47 Kilometer westlich der iranischen Stadt Choi und 90 Kilometer östlich der türkischen Stadt Van lag.

Die Region liegt etwa 250 Kilometer von der Grenze zum Iran entfernt. Auch dort bebte die Erde. Die iranische amtliche Nachrichtenagentur Irna berichtete, von dem Beben seien 43 Dörfer in der gebirgigen Gegend Kotur betroffen gewesen. Mindestens 75 Menschen seien verletzt worden. Von Todesfällen gibt es derzeit keine Berichte.

Die beiden Staaten werden immer wieder von Erdbeben erschüttert. Im vergangenen Monat kamen bei einem Beben in der Türkei mehr als 40 Menschen ums Leben. Ein weiterer Erdstoß kürzlich im Iran verursachte nach offiziellen Angaben lediglich Schäden an Gebäuden.