Wann geht die Bundesliga wieder los? Und was passiert gerade in den USA? Die Nachrichtenlage zum neuartigen Coronavirus ändert sich täglich, teils sogar innerhalb weniger Stunden. Hier finden Sie die bislang wichtigsten Entwicklungen von diesem Dienstag in der Übersicht:

Olympische Spiele um ein Jahr verschoben

Die Olympischen Sommerspiele in Tokio werden um ein Jahr verschoben. Darauf hat sich Japans Ministerpräsident Shinzo Abe nach eigenen Angaben mit dem Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach, verständigt. Das IOC berief umgehend eine Sondersitzung ein. Der späteste Termin soll dem IOC zufolge der Sommer 2021 sein.

Der Druck, die eigentlich für den Sommer in Japan geplanten Olympischen Spiele zu verschieben, war wegen der weltweiten Coronavirus-Pandemie immer größer geworden. Neben Kanada und Australien wollte auch Großbritannien keine Sportlerinnen und Sportler nach Tokio schicken. Auch das Olympische Komitee der USA hatte sich für eine Verschiebung ausgesprochen.

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DFL verlängert Bundesliga-Pause bis Ende April

Der Spielbetrieb in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga soll wegen der Coronavirus-Pandemie vorerst bis zum 30. April ausgesetzt bleiben. Diese Empfehlung hat das Präsidium der Deutschen Fußball Liga den 36 Profivereinen zur Beschlussfassung auf der Mitgliederversammlung in der kommenden Woche gegeben. Offiziell ausgesetzt ist der Spielbetrieb in der Bundesliga bislang bis zum 2. April. Normalerweise endet die Spielzeit am 16. Mai. Durch die Verlegung der Europameisterschaft ins kommende Jahr haben die Ligen wieder mehr Spielraum.

Derweil rechnen renommierte Virologen sogar bis Jahresende nicht mit einem regulären Sportbetrieb mit Zuschauern. Doch die Zuschauereinnahmen sind nur ein Teil der Einnahmen, die den Vereinen wegen der Corona-Krise fehlen. Der noch wichtigere Teil sind die Einnahmen durch die Fernsehübertragungen. Auch darüber haben die Mitglieder des Präsidiums beraten. Durch die Übertragung sogenannter Geisterspiele könnten die Clubs zumindest Gelder aus TV-Einnahmen und von Sponsoren retten. Das Gremium hat darüber hinaus entschieden, die Vergabe der milliardenschweren Medienrechte für die Jahre 2021 bis 2025 zu verschieben.  

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Schleswig-Holstein will Abiturprüfungen absagen

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien plant eine Absage der Abiturprüfungen im Land. Sie werde dem Kabinett am Mittwoch einen entsprechenden Beschlussvorschlag vorlegen, teilte Prien mit. Auch die Prüfungen zum ersten allgemeinbildenden und zum mittleren Schulabschluss sollen in diesem Schuljahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht abgenommen werden. "In der derzeitigen Situation und der besonderen Herausforderung nicht nur für unser Schulsystem, sondern auch jeden einzelnen von uns halte ich diese Entscheidung für geboten", sagte die Ministerin.

Sachsen hat Schleswig-Holsteins angekündigten Verzicht auf Abitur-Abschlussprüfungen kritisiert. "Wer ohne Abstimmung mit den anderen Bundesländern vorprescht, gräbt dem Bildungsföderalismus ein Grab und macht die Kultusministerkonferenz überflüssig", sagte der sächsische Kultusminister Christian Piwarz (CDU). Auch Hamburg kritisierte das Vorgehen Schleswig-Holsteins.

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Erhalt von Grundsicherung wird erleichtert

Wegen der Coronavirus-Krise soll es vorübergehend leichter werden, einen Antrag auf Grundsicherung zu stellen. Das gab die Bundesagentur für Arbeit (BA) bekannt. Voraussichtlich für einen Zeitraum von sechs Monaten werde darauf verzichtet, das vorhandene Vermögen zu prüfen. Außerdem werde nicht kontrolliert, ob die Miete angemessen ist. "Kundinnen und Kunden genießen für diesen Zeitraum den Schutz ihrer bisherigen Wohnung", schreibt die BA.

Die neuen Regeln sollen in den nächsten Wochen in Kraft treten. Ein dazu nötiges gesetzgeberisches Verfahren laufe bereits.

Leistungsberechtigt sind all jene, die ihren Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln nicht oder nicht vollständig sichern können. Der Leistungsanspruch setzt sich aus der Regelleistung und zusätzlich den Kosten für Unterkunft und Heizung zusammen. Alleinstehende haben derzeit einen Grundanspruch von 432 Euro im Monat. 

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Krankschreibung am Telefon möglich

Ärzte können Patienten ab sofort für bis zu 14 Tage telefonisch krankschreiben. Das gab die Kassenärztliche Bundesvereinigung heute bekannt. Eine telefonische Bestätigung der Arbeitsunfähigkeit ist auch möglich, wenn der Verdacht auf eine Corona-Infektion besteht. Patienten müssen dafür also nicht eigens in die Praxis kommen.

Seit zwei Wochen gilt bereits die Regelung, dass Ärzte eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für bis zu sieben Tage per Telefon bescheinigen können. Neu ist neben der längeren Dauer der Krankenbescheinigung, dass unter die Regelung auch Patienten fallen, bei denen ein Infektionsverdacht besteht. Ein solches Vorgehen ist zunächst bis zum 23. Juni möglich. Ärzte können Patientinnen und Patienten ab sofort für bis zu 14 Tage telefonisch krankschreiben. Das gilt nun auch, wenn der Verdacht auf eine Corona-Infektion besteht.

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Deutschland behandelt Notfallpatienten aus EU-Ländern

Bei der Behandlung schwerkranker Coronavirus-Patienten unterstützt Deutschland seine Nachbarstaaten Italien und Frankreich. Mehrere Bundesländer haben bereits Notfallpatienten aus anderen Ländern aufgenommen, die beatmet werden müssen.

In Bayern sollen laut Ministerpräsident Markus Söder in den kommenden Tagen Patienten aus Italien auf Kliniken im Land verteilt werden. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet sagte derweil die Aufnahme von zehn Patienten aus dem besonders leidenden Norditalien zu. In Baden-Württemberg hatten sich am Wochenende vier Universitätskliniken bereit erklärt, Patienten aus Frankreich aufzunehmen, die dringend auf Beatmung angewiesen sind. Eine Klinik in Rheinland-Pfalz nahm zwei Patienten aus dem elsässischen Straßburg auf. Im Universitätsklinikum des Saarlands werden fünf Notfallpatienten aus der ostfranzösischen Region Grand Est behandelt. Und in Sachsen befinden sich nach Angaben der Landesregierung derzeit acht Patienten aus Italien.

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Erneut Kundendaten ans Robert Koch-Institut übermittelt

Die Deutsche Telekom hat dem Robert Koch-Institut erneut anonymisierte Kundendaten zur Verfügung gestellt. Vergangenen Freitag wurden dem Institut Daten bis zum 19. März übermittelt. Das gab das Unternehmen heute bekannt. Mithilfe der Daten solle das Robert Koch-Institut nun einen Zusammenhang zwischen Maßnahmen wie geschlossenen Schulen und das Arbeiten im Homeoffice und Ansteckungsrate herstellen.

Die EU-Kommission sieht eine solche Verwendung sensibler persönliche Daten im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus mit den EU-Datenschutzvorgaben vereinbar. Prinzipiell ist eine Verarbeitung persönlicher Daten mit Bezug zur Gesundheit verboten, der Schutz der öffentlichen Gesundheit könne aber ein rechtliches Motiv für eine Ausnahme von dieser Regel sein. Das sagte ein Sprecher heute.

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Bundesamt für Migration und Flüchtlinge akzeptiert schriftliche Asylanträge

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) nimmt Asylanträge nun schriftlich entgegen. Ein persönlicher Antrag soll wegen der Corona-Pandemie vorerst zur Ausnahme werden. Asylsuchende erhalten auf der Grundlage eines schriftlichen Antrags eine Aufenthaltsgenehmigung. "Die persönlichen Anhörungen zu den individuellen Fluchtgründen und die damit verbundene weitere Bearbeitung der Asylanträge erfolgen, sobald dies aufgrund der Corona-Pandemie wieder möglich ist", erklärte das Bamf. "Diese Maßnahmen wurden zum Schutz aller Beteiligten und zur Unterbrechung der Ansteckungskette ergriffen."

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Millionen für Deutschland bestellte Schutzmasken verschwunden

Sechs Millionen Schutzmasken seien in Kenia  auf dem Weg nach Deutschland "spurlos verschwunden". Eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums bestätigte den Verlust des dringend benötigten Materials. Zuerst hatte der Spiegel darüber berichtet. Noch sei zum einen unklar, welche Rolle Kenia spiele, man könne auch keine Auskunft darüber geben, ob Kriminelle die Bestellung abgefangen haben oder ob der Hersteller nach dem Deal mit Deutschland die Masken möglicherweise zu einem höheren Preis an ein anderes Land verkauft hat und die Lieferung daher ausfiele. Eigentlich sollten die Masken am 20. März in Deutschland eintreffen.

Die Europäische Union hat in einer gemeinsamen Initiative medizinische Schutzkleidung bestellt. Schon bald sollen die 25 EU-Staaten neue Schutzmasken, Handschuhe, Schutzbrillen, Gesichtsschutz, Operationsmasken und Overalls bekommen. Über die genauen Mengen und die Verteilung ist noch nichts bekannt.

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Donald Trump warnt vor massiver Rezession in den USA

Im Laufe des Tages könnte sich der US-Senat auf ein Rettungspaket im Volumen von zwei Billionen Dollar einigen. Das wirtschaftliche Leben ist dort erheblich beeinträchtigt. Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) könnten die USA sogar das neue globale Epizentrum der Coronavirus-Krise werden. Allein im US-Bundesstaat New York gibt es mittlerweile mehr als 25.000 bestätigte Infektionsfälle. Der Gouverneur Andrew Cuomo sprach von einem "dramatischen Anstieg", der "beunruhigend und astronomisch" sei. Im Moment verdoppelten sich die Zahlen dort alle drei Tage, die Mittel der Behörden seien mit den Ausgangsbeschränkungen weitgehend erschöpft.

US-Präsident Donald Trump ist dennoch gegen eine andauernde weitgehende Stilllegung des öffentlichen Lebens und die Schließung von Geschäften. Das Land wegen des neuartigen Coronavirus in eine "massive Rezession" oder gar "Depression" zu stürzen, könnte letztlich mehr Menschenleben kosten als die Epidemie an sich, warnte Trump. Er hoffe, dass die USA bis Ostern – also Mitte April – wieder im Normalbetrieb laufen könnten. 

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Ermittlungen gegen Gastronomiebetrieb in Ischgl

In Österreich ermittelt inzwischen die Staatsanwaltschaft Innsbruck wegen eines Corona-Infektionsfalls im Wintersportort Ischgl. Dort soll ein Gastronom den positiven Test einer Mitarbeiterin nicht den Gesundheitsbehörden gemeldet und so die Ausbreitung der Pandemie mitverantwortet haben. Wie die Nachrichtenagentur APA berichtet, gehen die Ermittler dem Verdacht der fahrlässigen Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten nach.

Auslöser der Ermittlungen ist ein Bericht des ZDF. Demnach war der Infektionsfall bereits Ende Februar bekannt geworden. Der Lokalbetreiber meldete demnach aber weder den positiven Fall noch dessen Kontaktpersonen an die Gesundheitsbehörden. Laut der APA leitete das Land Tirol inzwischen eine Anfrage des ZDF an die Gemeinde Ischgl zu dem Fall an die Staatsanwaltschaft Innsbruck weiter. Um welchen Betrieb es sich handelt und ob tatsächlich Meldepflichten verletzt wurden, sei unklar, teilte die Staatsanwaltschaft mit.  

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Deutsche Urlauber sitzen in Marokko fest

Viele deutsche Urlauber sowie Reisende aus Österreich und der Schweiz sitzen derzeit in Marokko fest, weil die Grenze in die spanische Enklave Ceuta im Norden Marokkos nicht mehr geöffnet ist. Deutsche Urlauber berichteten von mehr als 300 Wohnmobilen vor der Grenze und etwa 70 weiteren im Hafen von Ceuta. Die Fährverbindungen zum europäischen Festland sind inzwischen eingestellt.

Spanien hatte seine Grenzen bereits in der Nacht zum Dienstag vergangener Woche geschlossen. An den Übergängen in die Enklaven Ceuta und Melilla wurden Reisende aber noch für mehrere Tage ins Land gelassen. Am Montag teilte die Regierung in Madrid dann mit, sie werde auch keine Durchfahrt von Wohnmobilen mehr gestatten.

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