Sicherheitskräfte haben in Mosambik mehr als 60 Menschen tot in einem Lkw-Container aufgefunden. Die offenbar aus Äthiopien stammenden Personen seien vermutlich erstickt, sagte ein Krankenhausvertreter. Insgesamt wurden 64 Leichen geborgen, nur 14 Menschen haben demnach überlebt.

Der Lkw sei in Malawi losgefahren, sagte der Krankenhausvertreter. Es sei jedoch davon auszugehen, dass es sich bei den Menschen um Äthiopierinnen und Äthiopier handele. Laut BBC hatte der Einwanderungsdienst den Containerwagen bei einer Kontrolle in der Provinz Tete im Nordwesten Mosambiks angehalten. Die Sicherheitskräfte hatten demnach Geräusche aus dem Lastwagen gehört und daraufhin die Menschen im Container gefunden.

Der Fahrer und eine weitere Person seien festgenommen worden, sagte eine Sprecherin der Behörden. Der Fahrer gab an, eigentlich als Taxifahrer in Malawi zu arbeiten. Er sei lediglich gebeten worden, den Lastwagen zu fahren.

Mosambik gilt als eines der wichtigsten Transitländer für Migrantinnen und Migranten aus Äthiopien und anderen afrikanischen Staaten auf dem Weg nach Südafrika. Viele der Menschen erhoffen sich Arbeit in der Metropole Johannesburg.

Der Fall erinnert an den Leichenfund von Essex in Großbritannien im vergangenen Oktober. In einem Lastwagen-Container nahe London hatten Sicherheitskräfte damals 39 Vietnamesinnen und Vietnamesen tot aufgefunden.