Als erstes Bundesland arbeitet Nordrhein-Westfalen seit März 2023 das Leid sogenannter Verschickungskinder mit einem runden Tisch auf: Millionen Kinder wurden in Westdeutschland bis in die Neunzigerjahre auf sogenannte Kuren geschickt und erfuhren dort oft Misshandlungen. Einer von ihnen war Detlef Lichtrauter, heute leitet er den Verein Aufarbeitung Kinderverschickungen NRW
e. V.
und sitzt nun mit am runden Tisch in Düsseldorf. Im Interview spricht er darüber, was vor einer Versöhnung geschehen muss.
ZEIT ONLINE: Herr Lichtrauter, der runde Tisch soll das Leiden der Verschickungskinder aufarbeiten. Von welchem Leid sprechen wir?