Die Drohung ist unmissverständlich. Am 9. Oktober, zwei Tage nachdem die palästinensische Hamas Israel mit Terror überzogen hatte, setzte die Organisation Samidoun auf dem sozialen Netzwerk X einen Post ab: "Der Westen wird einen hohen Preis für seine Verbrechen in Gaza zahlen." Dazu wurde ein Bild gestellt, das eine propalästinensische Demo in Berlin zeigt.
Seit der Eskalation in Nahost haben sich die Social-Media-Aktivitäten des propalästinensischen Netzwerks Samidoun deutlich verstärkt. Die Organisation macht mobil, um Unterstützer der Hamas auf die Straßen zu bringen. Der Account des Netzwerks auf X zeigt Demo-Bilder aus Vancouver, Madrid, Athen, Duisburg und eben auch aus Berlin-Neukölln, wo sich bereits am Samstagabend, nur wenige Stunden nach dem Angriff auf Israel, etwa 60 Hamas-Sympathisanten versammelten, um das Massaker an Hunderten israelischen Zivilisten zu feiern. Ein Mann verteilte süßes Baklava, palästinensische Fahnen wurden geschwenkt. Es wurden antiisraelische und antisemitische Parolen gebrüllt, ein Kamerateam bedroht, Polizisten mit Flaschen beworfen.