Wegen eines Sturmtiefs sind an der Ostseeküste Straßen und Uferbereiche von Hochwasser überschwemmt worden. Sowohl in Wismar als auch in Kiel und Flensburg standen zahlreiche Straßen und Plätze unter Wasser. Auch in der Lübecker Bucht ist das Wasser bereits an vielen Stellen über die Ufer getreten, teilt die Polizei mit. Zudem blockierten ungesicherte Gegenstände sowie umstürzende Bäume teilweise die Fahrbahnen in Lübeck und im Kreis Ostholstein. Polizei und Feuerwehr schleppen außerdem Fahrzeuge aus dem Gefahrenbereich und sperren Straßen ab.
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie erwartet sowohl für die Kieler und Lübecker Bucht für den Nachmittag und Abend den Höhepunkt der Sturmflut. In der Flensburger Förde können Wasserstände bis zu zwei Meter über das mittlere Hochwasser steigen, teilte das Amt mit. Damit wird dort voraussichtlich der höchste Wasserstand seit mehr als 100 Jahren eintreten. Der Deutsche Wetterdienst geht davon aus, dass das Sturmtief über der Ostsee am Nachmittag seinen Höhepunkt erreichen und nach Mitternacht langsam abklingen wird.
In Kiel sollte die Kiellinie ab 15 Uhr aus Sicherheitsgründen für den Verkehr gesperrt werden, sagte eine Feuerwehrsprecherin. Zahlreiche Fährverbindungen fallen zudem aus, darunter die Strecken Puttgarden-Rødby und Rostock-Gedser sowie die Fähren nach Föhr, Amrum und Dagebüll, Juist, Baltrum, Spiekeroog und Wangerooge. Auch zwischen Pellworm und Nordstrand fielen mehrere Fähren aus. Außerdem wurde die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Kiel teilweise eingestellt.
Auf Fehmarn waren die freiwilligen Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger zehn Urlaubern und einem Hund zu Hilfe gekommen, die auf ihren Hausbooten vom Sturm überrascht wurden. Sie mussten die schwimmenden Unterkünfte verlassen und wurden an Land gebracht.
Zahlreiche Flüge am Flughafen Kopenhagen gestrichen
Am Kopenhagener Flughafen in Dänemark ist wegen des Sturms bisher etwa jeder zehnte Flug ausgefallen. 71 von 750 geplanten Flügen von und nach Kopenhagen abgesagt worden, teilte der Flughafen auf X, ehemals Twitter, mit. Es seien viele Verspätungen zu erwarten. Zudem fallen auf der Fährlinie zwischen Rostock und dem dänischen Hafen Gedser auf Falster zahlreiche Abfahrten aus.
Zuvor hatte die dänische Polizei Anwohner und Urlauber im Süden und im Osten Dänemarks aufgefordert, spätestens am Freitagmorgen das Küstengebiet zu verlassen. Das Dänische Meteorologische Institut (DMI) warnte vor Überschwemmungen in den betroffenen Küstenabschnitten bis Samstagmittag. Der Wasserstand könne bis zu 2,4 Meter über den Normalwert steigen.
Extrem niedrige Wasserstände an der Nordseeküste
In Mecklenburg-Vorpommern soll allenfalls nahe der Lübecker Bucht das Niveau einer schweren Sturmflut erreicht werden. "Unsere Fachleute schätzen ein, dass man sich an der Ostseeküste wegen der umgesetzten Küstenschutzmaßnahmen keine Sorgen machen muss", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD). Lediglich an den Boddengewässern, also den mit der Ostsee verbundenen Buchten, könne es vereinzelt zu nennenswerten Überflutungen kommen.
Für die Nordseeküste erwartet das Bundesamt derweil extrem niedrige Wasserstände, weil der starke Ostwind das Wasser von der Küste wegdrückt. In Cuxhaven sollen die Wasserstände mehr als 1,5 Meter unter dem mittleren Niedrigwasser liegen. In Hamburg werde der Wasserstand voraussichtlich sogar zwei Meter unter das mittlere Niedrigwasser fallen. In den vergangenen 25 Jahren war der Wasserstand an der deutschen Nordseeküste nur dreimal unter 1,5 Meter unter dem mittleren Niedrigwasser gesunken – zweimal im März 2018 und einmal im November 2022, teilte das Bundesamt mit.
Wegen eines Sturmtiefs sind an der Ostseeküste Straßen und Uferbereiche von Hochwasser überschwemmt worden. Sowohl in Wismar als auch in Kiel und Flensburg standen zahlreiche Straßen und Plätze unter Wasser. Auch in der Lübecker Bucht ist das Wasser bereits an vielen Stellen über die Ufer getreten, teilt die Polizei mit. Zudem blockierten ungesicherte Gegenstände sowie umstürzende Bäume teilweise die Fahrbahnen in Lübeck und im Kreis Ostholstein. Polizei und Feuerwehr schleppen außerdem Fahrzeuge aus dem Gefahrenbereich und sperren Straßen ab.