Mark Spörrle © Vera Tammen

Guten Morgen,

angeblich will der CDU-Landesausschuss heute im Bürgerhaus Wilhelmsburg angesichts des Ärgers um die Camps der G20-Gegner einen Leitantrag der Parteiführung für ein eigenes Hamburger Versammlungsgesetz beschließen. Dieses soll, berichtet das "Hamburger Abendblatt", Campen als Protestform untersagen. Falls der Antrag bei den anderen Fraktionen tatsächlich gut ankommt, stellt sich die Frage, ob dann auch in Geschäftseingängen campierende Obdachlose als illegale Protestierer gelten.

Und nicht dass Sie denken, G20 sei das einzige große Thema in Hamburg. Noch immer trifft eine Flut von Mails zum Thema DHL bei uns ein. "Geil!", dibbert ein Leser. "Eure Ausführungen über DHL hatten schon richtiges ›Wie bitte?‹-Niveau! Diese kultige 90er-Show mit Geert Müller-Gerbes. Mehr davon bitte!" Okay – in Kurzfassung: Pakete, die in einer Filiale wer weiß wo landen, sind das eine. Das andere sind Pakete, die zwar in der richtigen Filiale landen, von denen aber niemand weiß, da der Zusteller keinen Zettel eingeworfen hat. "Zudem werden Pakete von DHL sehr gerne zur Abholung in die Filiale geliefert, mit der Begründung, uns nicht zu Hause angetroffen zu haben", schreibt ein Leser aus dem Schanzenviertel. Oft sei dies falsch und mittlerweile, so der Geplagte, "strömen die Menschen in unserer Straße regelmäßig aus ihren Häusern und belagern den DHL-Wagen in der Hoffnung, so auch wirklich an ihre Lieferung zu kommen. So etwas habe ich zuletzt vor rund 35 Jahren in der hintersten osthessischen Einöde erlebt, wenn der fahrende Krämer ins Dorf kam."

Aber bei allem Frust: die meisten machen nicht die Boten verantwortlich. "Das sonderbare Serviceverständnis mancher Zustellenden hat vermutlich vielmehr mit der DHL-Personalpolitik und einer miserablen Vergütung zu tun", fasst ein Mailschreiber zusammen. "Meinem Eindruck nach sind viele mit der Planung und Organisation der Zustellung ohnehin überfordert und werden von DHL schlecht betreut", schreibt eine andere. Entsprechend sind die Tipps, um Abhilfe zu schaffen: Eine Leserin hat sich angewöhnt, jedes Mal Trinkgeld zu geben, "das hat auch dazu geführt, dass die Pakete wirklich beim Wunschnachbarn oder Wunschort abgegeben werden".

Eine andere wählte den Zustellweg, den auch mancher DHL-Mitarbeiter empfiehlt: "Man lässt sich das Paket direkt an die Postfiliale seiner Wahl schicken, und dann kommt es da auch an. Dann muss man zwar immer dorthin, um es abzuholen, aber ich bekam eh schon ewig nichts mehr zu Hause zugestellt." Seitdem ärgere sie sich nicht mehr. Und glaube auch nicht mehr an Verschwörungstheorien.

Da wäre ich mir nicht so sicher: Wenn jeder, völlig entnervt, bereit wäre, sein Paket selber in der Postfiliale abzuholen – wer bräuchte dann noch Zusteller ...?

Tumulte um Protestcamp

Zelten oder nicht zelten? ­– das bleibt die Frage. Beim Aufbau des Protestcamps auf der Elbhalbinsel Entenwerder kam es am Sonntag, gelinde gesagt, zu Meinungsverschiedenheiten zwischen G20-Gegnern und der Polizei – mit gehörigem Nachhall. Jetzt soll sogar Innensenator Andy Grote seine Zelte abbrechen – äh, seinen Posten räumen, zumindest fordern das die Linken in der Hamburgischen Bürgerschaft. Den polizeilichen Einsatz gegen das Protestcamp bezeichnen sie als "vorsätzlichen Rechtsbruch". Aber was war eigentlich los? Die Protestler sahen sich am Sonntag einer Mauer aus Polizisten gegenüber, die sie zunächst nicht auf das Gelände lassen wollten. Es folgten Diskussionen, eine Blockade, später die Einigung, dass die Versammlung zwar erlaubt, aber das Übernachten polizeilich verboten sei. Die G20-Gegner aber waren gekommen, um zu bleiben. Die Aktivisten stellten Zelte auf, die Polizei baute sie wieder ab – zumindest die, die augenscheinlich zu Übernachtungszwecken mitgebracht wurden. Denn dort schlafen, das machte die Polizei klar, gibt’s nicht und setzte das polizeiliche Verbot konsequent durch – gegen Widerständische wurde Pfefferspray eingesetzt, ein Aktivist wurde festgenommen. Und wer ist im Recht? Das Hamburger Verwaltungsgericht bestätigte die Auflagen der Polizei. Das Aufstellen von Schlafzelten sei verboten. Erlaubt seien lediglich zehn Workshop-Zelte. "Das ist die Selbstermächtigung der Polizei, die jetzt gerichtlich legitimiert wird", sagte dazu Andreas Blechschmidt vom linksautonomen Kulturzentrum Rote Flora. Auch der Vorsitzende der Linken Bernd Riexinger fragte auf Twitter: "Ist unser Rechtsstaat in Hamburg aktuell im Urlaub?" Wie es weitergeht, muss jetzt wohl das Oberverwaltungsgericht klären. Den linken Gruppen geht derweil die Geduld aus. Sie drohen nun, die Stadt mit vielen kleinen Camps zu besetzen, sollte bis heute 10 Uhr keine Genehmigung für ein Camp vorliegen, in dem auch übernachtet werden darf.

Trump trifft Putin – Merkel trifft Trump

Da werden 20 Staatsoberhäupter zusammengetrommelt, um über die Politik der Welt zu diskutieren, und trotzdem scheinen die interessantesten Gespräche fernab des Gipfels in den politischen Hinterzimmern geführt zu werden – unter vier Augen, ganz persönlich, bilateral. So rechnen Experten damit, dass es während der G20-Tage zu einem ersten persönlichen Treffen zwischen Putin und Trump kommt. "Das Gespräch kann wichtiger sein als der gesamte Gipfel", sagt Thomas Kleine-Brockhoff, Vizepräsident des German Marshall Fund of the United States. Das Verhältnis der beiden Großmächte sei angespannt wie seit Jahrzehnten nicht, der ungestörte persönliche Kontakt ohne Nebengeräusche sei daher nicht hoch genug einzuschätzen. Die Frage, wie gut Herr Putin mit Herrn Trump auskomme, sei auch für Deutschland von höchster Bedeutung. "Es ist russische Strategie, den Westen zu untergraben. Das ist ein Problem", so Kleine-Brockhoff. Bei diesen Gesprächen gehe es daher auch um den Versuch, eine Verständigung zwischen den Großmächten zu finden – und da der Kreml nicht gern mit Europa spricht, ist Trump in der Pflicht. Der nationale Sicherheitsberater des US-Präsidenten Herbert Raymond McMaster sagte bereits, Trump werde das Nötige tun, um Putin dort in die Schranken zu weisen, wo dieser sich destabilisierend verhalte. Ob nun ausgerechnet Trump und Putin die Richtigen für ein solch heikles Gespräch sind? Kleine-Brockhoff diplomatisch: "Sie sind nun mal die Staatsoberhäupter."

Auch die deutsche Bundeskanzlerin hat ein exklusives Treffen mit Donald Trump geplant. Dieses soll vor dem Gipfel stattfinden – also vor dem amerikanisch-russischen Stelldichein. Thomas Kleine-Brockhoff geht davon aus, dass bei dem Treffen unter anderem Handelsschwierigkeiten besprochen werden sollen, die es mit dieser (das möchte Kleine-Brockhoff betont wissen) Regierung gebe. Er kann sich vorstellen, dass unter vier Augen ausgelotet werden könnte, ob es einen gemeinsamen Rahmen für ein europäisch-amerikanisches Handelsabkommen gebe – "ein kleines TTIP sozusagen". Laut Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschlands werden sich Merkel und Trump auch über die Eindämmung der Terrorgefahr austauschen und über eine globale Antwort auf die Flüchtlingsbewegung sprechen. Was dabei herauskommt, ob es diesmal gar zu einem High-Five oder einer Umarmung kommt – wir werden es vermutlich fast live über Twitter erfahren.

Neue Entwicklungen in der K-Frage: Was ist mit den Kamelen?

Der G20-Gipfel kommt mit großen Schritten näher, und langsam trudeln erste Absagen ein. Ausgerechnet der Saudische König Salman lässt sich entschuldigen, und das, nachdem die Ankündigung seines Besuchs schon so manche Überstunde verursacht haben dürfte. Immerhin hatte er das komplette Luxushotel Vier Jahreszeiten für sich und seine Delegation reserviert, waren Wände umgesetzt, Panzerglas montiert und Säle zu königlichen Wohnzimmern ummöbliert worden, wie Hoteldirektor Ingo Peters dem "manager magazin" verriet. Es wurde sogar Platz geschaffen für den Thron des Königs. Zumindest diese Arbeit war umsonst, denn wie gestern bekannt wurde, schickt der König nun Finanzminister Mohammed al-Dschadan als Vertretung nach Hamburg. Bleibt die K-Frage: Was denn nun mit den Kamelen passiert? Die hatten wir zwar in nahezu investigativer Recherche vor einigen Tagen bereits beantwortet: Die saudische Botschaft in Berlin behauptete steif und fest, das Gerücht, dass Kamele mit einreisen werden (passenderweise 20 an der Zahl), sei ein Gerücht. Sie, liebe Leser, wissen natürlich, was ein geübtes Dementi bedeuten kann und sorgen sich weiterhin darum, wo man die Trampeltiere unterbringen könnte. Am Brahmsee? Geniale Idee, aber: zu weit! In Tangstedt? Nicht dass man dort flugs eine Kamelsteuer beschließt ... Ein Leser schrieb: "Der seit Längerem ungenutzte Landwirtschaftsbetrieb der JVA Hahnöfersand verfügt über einen modernen Kuhstall, in welchem Platz für etwa 160 Kühe, einschließlich Melkanlage, vorhanden ist. Dort 20 Kamele unterzubringen, einschließlich Betreuerpersonal, wäre sicher problemlos möglich." Derzeit ist nicht völlig auszuschließen, dass die Kamele bereits in Hamburg sind; ein Leser aus Seevetal schickte uns Fotos entsprechender Tiere, die er im Park Entenwerder gesichtet haben will. Sollte es sich dabei tatsächlich um die Tiere des saudischen Königshauses handeln, so wäre sogar für deren Pflege gesorgt. Eine Leserin schrieb: "Ich bin vernarrt in vierbeinige Kamele. Sie sind ›Leisetreter‹, haben ausdrucksvolle Augen (ohne Mascara), und wenn Hilfskräfte zum Ausführen benötigt werden, stehe ich zur Verfügung." Ob der König wohl dieselbe Aufmerksamkeit bekommen hätte?

Thomas-Mann-Preis für Brigitte Kronauer

Mit ihrem neuesten Buch "Der Scheik von Aachen" stand die Hamburger Autorin Brigitte Kronauer gerade erst auf der Shortlist des Preises der Leipziger Buchmesse, jetzt wurde die 1940 geborene Schriftstellerin für ihre artistische und scharfsinnige Erzählkunst mit dem diesjährigen Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet, den die Hansestadt Lübeck und die Bayerische Akademie der Schönen Künste gemeinsam vergeben. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert. Und wenn Sie gleich mehr über Brigitte Kronauer lesen möchten: ZEIT-Kollege Ijoma Mangold war vor ein paar Jahren "Zu Besuch bei der Großmeisterin der Boshaftigkeit".

Rätselhafte weiße Kugeln am Elbstrand

Am späten Sonnabend wurden am Elbstrand mysteriöse "weiße Kügelchen" angespült. Nachdem einige Hunde sie gefressen und gesundheitliche Beschwerden erlitten hatten, sperrte man den Strandabschnitt in Neumühlen. Feuerwehr und THW entsorgten die übel riechenden Kugeln, in denen Paraffine, also ein Gemisch aus gesättigten Kohlenwasserstoffen und Fäkalien, festgestellt wurden. Aber woher kommen die Stinkkugeln? Eine mögliche Variante sei, so die Polizeipressestelle, dass die Kugeln aus dem gegenüberliegenden Klärwerk kommen. Das habe eine wasserrechtliche Erlaubnis, "den Überlauf einzuleiten", wenn es voll sei. Was nichts anderes bedeutet, als dass dann der ganze Mist, der nicht mehr ins Klärwerk passt, in die Elbe geleitet wird. Was es genau mit den Kugeln auf sich hat und wie gesundheitsschädlich sie sind, das wird derzeit noch untersucht. Mit einem Ergebnis sei aber vermutlich nicht mehr diese Woche zu rechnen. Da es nicht nach einer Straftat aussehe, sagte man uns bei der Polizei, sei auch kein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Zum Ursprung der Kügelchen kursieren noch andere Varianten, möglicherweise seien sie auch Hinterlassenschaften von Kreuzfahrtschiffen, wie NDR 90,3 gestern Abend verkündete. Oder hat die Elbe einfach versucht, auf diesem Weg ihre Meinung zum Besuch der Staatschefs zum Ausdruck zu bringen?

Kaffeepause

Waffeln zum Träumen

Im Vorbeilaufen stellt eine Passantin ihrer Begleitung den Salon Wechsel Dich mit den Worten vor: "Hier gibt’s die geilsten Waffeln aller Zeiten." Also, schnell hineingesprungen, Waffeln und Kaffee bestellen und an einem der Tische draußen in der Sonne einen Platz gefunden. Nebenan wird Nietzsche gelesen, und eine Frau tippt eifrig auf ihrem Laptop – die Uni liegt nicht weit entfernt, man spürt die Zeit, die das Publikum mitgebracht hat. Ambitioniert kümmert sich eine einzige Frau um Service und Küche. Backt Paninis, stellt Salate zusammen, schenkt Schorle ein, bereitet Tee und Kaffee zu, schäumt Milch auf und hat bei all dem ein Lächeln auf den Lippen. Der italienische Kaffee, aus dem nicht weit entfernten Hause Benvenuto stammend, überzeugt weniger. Doch die Waffel – die es hier in reicher Auswahl auch in herzhafter Form gibt (2,70 bis 6,90 Euro) – erfüllt höchste Erwartungen: aus Bioeiern hergestellt, mit karamellisierten Walnüssen, Ahornsirup und einem Hauch Puderzucker knusprig und riesig gebacken daherkommend, ist unfassbar köstlich.

Grindelviertel, Salon Wechsel Dich, Grindelhof 62, Mo–So 10–18 Uhr

Elisabeth Knoblauch

Was geht

Was ein Elternteil darf: Bald ist es wieder so weit, die großen Ferien brechen an. Alles scheint möglich. Aber was machen beispielsweise Geschiedene? Was darf ein Elternteil mit dem Nachwuchs unternehmen, ohne den anderen mit einzubeziehen? "Hurra, bald Ferien! Rechtsfragen zum Ferienumgang" – Luise Stelldinger, Fachanwältin für Familienrecht, wird darüber referieren und bei Bedarf Eltern beraten.

Restaurant Perle, Im Hopfensack 26, 19.30 Uhr

Mächtige Mode: Auch wenn man mit seiner Kleidung nichts ausdrücken will, drückt man damit etwas aus. Kurz gesagt, ist das eine der Überzeugungen von Literaturwissenschaftlerin und Mode-Analytikerin Barbara Vinken. Ausgehend davon, befasst sie sich mit dem Machtfaktor Mode. Woher sie kommt, wie sie den Körper inszeniert – bei "Was uns anzieht. Die Mode und ihre Mysterien" beleuchten außer Vinken auch Gegenwartsdichterin Nora Gomringer und Schneider Tom Reimer Stil und Kleidungwahl.

Bucerius Kunst Forum, Ian Karan Auditorium, Rathausmarkt 2, 20 bis 22 Uhr, Eintritt frei, Anmeldung erbeten unter www.zeitstiftung.de/anmeldung/hoersalon oder an der Kasse des Bucerius Kunst Forums

Lesen, Liebe, Satire: Mehr als einmal im Monat wäre zwar noch schöner, denn davon kann man nicht genug kriegen, aber immerhin gibt der Grüne Jäger überhaupt "Liebe für alle". Bei der 16. Ausgabe der gleichnamigen Lesebühne bereichert Torsten Gaitzsch das Stamm-Ensemble aus Katrin Seddig, Ella Carina Werner, Piero Masztalerz und Anselm Neft. Nur ein Satz zum Gast: Der Mann ist "Titanic"-Redakteur. Noch Fragen? Nee, oder?

Grüner Jäger, Neuer Pferdemarkt 36, 20.30 Uhr, Einlass ab 19.30 Uhr, Eintritt: 7 Euro

Was bleibt  

Reise zum Himmelszelt: Astrella ist durchaus begabt als Fee. Sie zaubert Sterne an den Himmel oder auch die Sonne, den Mond und sogar einen Regenbogen, nachdem sie den Regen zuvor noch weggesungen hat. Wenn doch mal was schiefgeht, dann steht ihr Ritter Konrad verlässlich zur Seite. Und das Publikum hilft tatkräftig mit. Auf die musikalische Reise zum Himmelszelt "Die Sternenfee und der Mondritter" können Kinder ab drei Jahren gehen.

Planetarium, Linnering 1 (Stadtpark), 10 und 11 Uhr, weitere Vorstellungen bis 16. Juli, Eintritt: 7 Euro

Für Fans und Hasser: Mary Roos und Wolfgang Trepper. Schlager-Ikone, Grand-Prix-Teilnehmerin, "Hitparaden"-Dauergast und Kabarettist. Wie geht das zusammen? Sollte Schlager etwa doch keine so bierernste deutsche Angelegenheit sein? Wenn das ungleiche Duo sein Programm mit "Nutten, Koks und frische Erdbeeren!" betitelt, dann hat es ganz den Anschein. Und wenn der Veranstalter verspricht, das sowohl Schlagerliebhaber als auch -hasser auf ihre Kosten kommen – dann sollte man sich vielleicht am besten selbst ein Bild machen.

Schmidt Theater, Spielbudenplatz 24, 20 Uhr, weitere Vorstellungen bis 19. Juli, Karten ab 19,70 Euro

Hamburger Schnack

Eine Mutter und ihr circa fünfjähriger Sohn stehen in leicht gereizter Stimmung vor dem Penny-Markt.
Mutter: "Wenn wir genügend Punkte gesammelt haben, darfst du dir etwas aussuchen." Sohn: "Dann suche ich mir eine andere Mutter aus." Mutter (wütend): "So, dann gehen wir jetzt sofort nach Hause!" Sohn (weinend): "Okay, okay. Dann behalte ich dich ..." Die Mutter bleibt hart. Es geht trotzdem sofort nach Hause.

 

Gehört von Anne Gera

Meine Stadt

Gesehen in der Speicherstadt. Das ist Einsatz: »Bitte Lächeln im Kehrwiederfleet«. © Manfred Stempels

SCHLUSS

Kiez-Königin Olivia Jones erteilt Putin, Trump und Erdoğan Hausverbot. Auf einem DIN-A4-großen Schild, das schon an vielen Kiez-Clubs wie dem Kukuun, der WunderBar oder Olivias Kiez Oase zu finden ist, sind die Konterfeis der drei Staatschefs rot durchgestrichen, in drei Sprachen heißt es: "Ihr seid nicht willkommen". Was es damit auf sich hat, erklärt die Dragqueen in einem offenen Brief: "Wir zeigen klare Kante: keine Toleranz gegenüber der Intoleranz! Populisten, Autokraten und Despoten haben bei uns Hausverbot!" Ihre Hoffnung: Wenn sich noch mehr Menschen aus St. Pauli anschließen, "könnte dieses Zeichen um die Welt gehen: Ein Stadtteil zeigt Haltung und erteilt drei ›Präsidenten‹ ›Hausverbot‹. Das hat’s noch nie gegeben!"

Das war sie wieder, die Elbvertiefung. Wollen Sie uns Ihre Meinung sagen, wissen Sie etwas, über das wir berichten sollten? Schreiben Sie uns: elbvertiefung@zeit.de

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Morgen lesen wir uns wieder, wenn Sie mögen!

Ihr Mark Spörrle

PS: Gefällt Ihnen unser Letter, leiten Sie ihn gern weiter. Haben Sie ihn weitergeleitet bekommen, melden Sie sich ganz einfach und unverbindlich an unter www.zeit.de/elbvertiefung. Dann schicken wir Ihnen die neue Elbvertiefung, solange Sie wollen, immer montags bis freitags ab 6 Uhr.