Mark Spörrle © Vera Tammen

Guten Morgen,

um vorweg gesammelt ein paar Fragen zu beantworten, die mir von Lesern zunehmend gestellt werden: Die Gesundheitsbehörde weiß nichts von einer angeblich grassierenden Grippe in Hamburg: "Die Meldezahlen haben nichts Auffälliges ergeben in den letzten Wochen und Monaten." Wahr ist dagegen die von vor leeren Erdbeerbuden stehenden Lesern geäußerte Befürchtung, dass es dieses Jahr zu wenig von den Früchten gibt: Bis zu 40 Prozent weniger Erdbeeren habe man geerntet, schätzt die Landwirtschaftskammer in Schleswig-Holstein. Schuld sei das kalte Wetter mit Nachtfrösten Anfang Mai gewesen. Die Spargel-Ernte dagegen, beeilt man sich nachzuschieben, sei aber besser ausgefallen als letztes Jahr; danach allerdings hat uns niemand gefragt.

Wo wir schon bei Schleswig-Holstein sind: Dort widmet man sich derzeit der unerbittlichen Aufarbeitung der Vergangenheit. In einer Aktuellen Stunde lieferten sich Regierungskoalition und SPD unseres Nachbarbundeslandes einen heftigen Schlagabtausch darüber, wer schuld sei am zu langsamen Weiterbau der A 20. Die Hauptschuldigen nach derzeitigem Stand: ein paar Hundert Zwergschwäne an der geplanten Trasse der Fernstraße. In der Rolle des Nebenbeschuldigten, je nachdem, wer spricht, die neue Landesregierung oder die alte: Hat letztere Probleme, welcher Art auch immer, mit den verflixten Vögeln verschwiegen? Oder sucht die neue aus lauter Tierliebe nur einen neuen Hauptschuldigen?

Weitere vieldiskutierte Punkte: Frühstücken die Vögel an der Trasse nur – oder siedeln sie gar? Was derzeit wohl besonders schwer zu beantworten ist. Denn eigentlich nutzen die Zwergschwäne aus der Tundra Schleswig-Holstein nur als Winterquartier.

Mag sein, dass so mancher Hamburger Politiker über Probleme dieser Kategorie heilfroh wäre. Denn auch hier widmet man sich der Aufarbeitung der Vergangenheit, das will in dem Fall aber heißen: Nicht der A 20, sondern der gewalttätigen Begleitumstände von G20. Ob aber auch so gnadenlos – das lesen Sie unten ...

Ein echter Meese!

Aber zuerst noch was anderes: Sind Sie Kunstliebhaber? Was meinen Sie, was kostet ein echter Jonathan Meese? Mehrere Hundert Euro? Tausende? Unsinn: Sie müssen gerade mal 5,10 Euro übern Tresen schieben – beim Kioskdealer Ihres Vertrauens. Für die neue ZEIT:Hamburg hat der Künstler nämlich zum 250. Geburtstag der Hochschule für bildende Künste einen exklusiven Geburtstagsgruß gezeichnet; schließlich hat er selbst mal dort studiert. Wie der jüngste Meese aussieht und wie die HFBK ihren Geburtstag gefeiert hat, das erfahren Sie in der gedruckten ZEIT oder zum Selberausdrucken hier digital.

Keine "Polizeigewalt" – dafür neue Verletztenzahlen

Hat es im Zuge der G20-Proteste wirklich keine Polizeigewalt gegeben? Innensenator Andy Grote (SPD) bekräftigte gestern im Innenausschuss diese Aussage von Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) – und schloss gleichzeitig ein Hintertürchen auf. "Niemand nimmt für sich in Anspruch, dass die ganze Zeit von allen Beteiligten nur fehlerfrei gehandelt wurde", sagte Grote zu Beginn der Sondersitzung, die zur Aufarbeitung drängender Fragen zu Krawallen und Polizeieinsätzen gedacht war. Den Begriff "Polizeigewalt" weise er aber dennoch entschieden zurück: Damit sei nicht das Verhalten einzelner Polizisten gemeint, sondern das Auftreten der Polizei als Institution an sich. "Polizeigewalt" sei ein diffamierender Kampfbegriff, um Gewalt gegen Polizisten (oder gegen die Polizei, hier differenzierte der Innensenator nicht explizit) zu legitimieren. Damit dürfte Scholz aus dem Schneider sein, wenn im Zuge juristischer Ermittlungen doch einzelnen Beamten Schuld zugesprochen werden sollte – "vereinzelte Polizistengewalt" hat er schließlich nicht abgestritten. Ansonsten verlief die Ausschusssitzung in den Augen der Opposition eher enttäuschend: Rund anderthalb Stunden lang hatten Innensenator und Polizeiführung weitgehend bekannte Schilderungen referiert, bis Dennis Gladiator von der CDU der Kragen platzte. "Es macht keinen Sinn, heute vertieft in die Befragung einzusteigen, wenn das vonseiten des Senats hier nicht erwünscht ist", resümierte er und drohte mit dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss, was die Linke, die diesen gleich nach dem Gipfel gefordert hatte, zufrieden zur Kenntnis nahm. Ein interessantes Detail am Rande: Die Zahl der verletzten Polizisten liegt laut Einsatzleiter Hartmut Dudde nicht bei den zuletzt genannten 592, auch nicht bei den zuvor genannten 476, sondern nun bei mehr als 700 verletzten Beamten; inklusive denen, die nicht vorsätzlich verletzt wurden. Mehr als 100 kamen offenbar gar nicht durch Fremdeinwirkung zu Schaden, fügte Dudde hinzu. Wieso die Polizei die Situation der Beamten am Schulterblatt nicht von Anfang an klar schilderte, sondern immer wieder neue, dramatischere Versionen bekannt gibt, wurde jedoch nicht abschließend beantwortet.

Geht doch!

Es ist noch nicht vorbei mit dem Protest auf Hamburgs Straßen. "Gegen die autoritäre Formierung der Gesellschaft" richtete sich gestern Abend die Demo "Gipfel der Hetze". Falls Sie sich nun fragen, wer genau da von wem autoritär formiert wurde oder gar sich selbst formierte: Die Protestierenden verbaten es sich, als Gegner des G20-Gipfels, als Linke oder als Nonkonformisten pauschal zu Staatsfeinden verurteilt zu werden. Und tatsächlich lieferten sie aktuell dafür keinen Anhaltspunkt: Vom Start am Hachmannplatz an blieb der Protest bunt und fröhlich, wie einer unserer Demobeobachter schilderte. Sprechchöre wie "Wir sind nicht alle, es fehlen die Gefangenen" an der Kreuzung Sievekingplatz / Feldstraße waren eine verbale Solidaritätserklärung an die in der Nähe eingesperrten Verdächtigen, und der Demo voran schritt kein schwarzer Block, sondern allenfalls ein Blöckchen, bunt gekleidet und nur in Einzelfällen mit Sonnenbrillen im Gesicht. Vor der Roten Flora knallte es dann, nur einmal: Eine Konfettikanone. Flora-Sprecher Andreas Blechschmidt äußerte sich ebenfalls deeskalierend: "Wir stehen für eine emanzipatorische Politik, die nicht Unbeteiligte in der Nachbarschaft in Angst und Schrecken versetzen soll", sagte er bei der Abschlusskundgebung im Schulterblatt. Man könne aber auch die Nachbarn verstehen, die angesichts der Gewalt am G20-Freitag kritische Fragen stellten. "Wir wollen uns von niemandem distanzieren, wir wollen niemanden staatlicher Repression preisgeben. Aber wir müssen, wenn wir politisch glaubwürdig sein wollen, auch über Fehler in unserer eigenen Politik streiten – immer mit dem Ziel, dass wir eine bessere Gesellschaft wollen." Applaus aus der Menge, Musik aus den Boxen, um 21.27 Uhr – kurz vor dem ersten Donner und Blitzschlag – wurde die Demo für beendet erklärt und die Menge zerstreute sich ohne Weiteres. Das tat gut.

"Toll, dass die Kinder nicht mehr auf der Straße stehen"

Vor einem Jahr haben wir mit Ulrike Kloiber, Leiterin der Kita und des GBS (Ganztägige Bildung und Betreuung an Schulen) im Bildungshaus Lurup, über ihre Erfahrungen mit der Ferienbetreuung von Kindern gesprochen. Im Bildungshaus Lurup werden Kleinkinder und Grundschüler, die als "sozial höchstmöglich belastet" eingeordnet wurden, ganztägig betreut. Dazu zählen auch viele Kinder mit Flucht- und Migrationshintergrund. Fazit des Gesprächs im Jahr 2016: "Wir hatten schon Kinder, die wegen der Ferien geweint haben", sagte Kloiber. Diese Kinder verbrächten die freie Zeit zu Hause vor dem Fernseher, sagte sie, manche kämen und hingen auf dem Schulhof herum. Das größte Problem war das Geld: Die Betreuung kostete. "Wir dürfen die Kinder nicht betreuen, wenn die Eltern das nicht gebucht haben. Und die Eltern können das oft nicht bezahlen", so Ulrike Kloiber damals. Zum Start der Sommerferien 2017 fragten wir bei ihr nach: Was hat sich seitdem getan?

Elbvertiefung: Frau Kloiber, hat sich die Lage seit dem letztem Jahr verbessert?

Ulrike Kloiber: Hamburg hat sich echt gemacht, im Gegensatz zum letzten Jahr ist die Ferienbetreuung jetzt umsonst für alle, die sich das sonst nicht leisten könnten, das ist großartig. Diese Ansage kam im März, dann hatte man bis Ende April Zeit, sich für das Sommerferienprogramm anzumelden, das bei uns in der Regel von 8 bis 18 Uhr stattfindet. Schon bei uns nehmen 10 bis 15 Kinder mehr teil als im letzten Jahr. Für die Herbstferien lief die Anmeldefrist Ende Mai aus, und wir haben doppelt so viele Anmeldungen wie im Vorjahr – da waren es 50 Kinder, dieses Jahr kommen 100.

EV: Also ist das Betreuungsproblem jetzt gelöst?

Kloiber: Wir sehen das mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Die Kollegen, die während der Schulzeit da sind, müssen auch noch die Ferienbetreuung abdecken, obwohl sie eigentlich auch mal Urlaub machen möchten – das ist ein Randproblem, das wir noch nicht gelöst haben. Dazu kommt, dass wir die Ferienbetreuung für ein Gymnasium mitleisten. Ich sage immer: Nicht schreien, bevor es wehtut. Es ist toll, dass die Kinder nicht mehr auf der Straße stehen.

EV: Was müsste sich bei der Betreuung noch ändern?

Kloiber: Die Kinder, die hier leben, haben alle keinen großen Bildungshintergrund, und die Armut ist relativ hoch, deswegen ist es umso schöner, wenn sich viele anmelden. Aber auch wenn es umsonst ist, sitzen viele Kinder lieber mit Toastbrot zu Hause vorm Fernseher oder kommen nicht, weil sie nicht früh aufstehen wollen. Deswegen muss auch die Qualität verbessert werden: Wir brauchen Ferienprogramme mit speziellen Themen und Projekten. Wenn man ein Programm auflegt, das die Kinder inhaltlich wirklich reizt, dann drängen die ihre Eltern, sie anzumelden. Im Herbst bieten wir z. B. eine Zauberschule an, da wollen die Kinder auf jeden Fall mitmachen.

EV: Warum ist eine Ferienbetreuung so wichtig für die Kinder?

Kloiber: Die Bildungsstände gehen in den Ferien rapide bergab, das ist ein Drama. Eigentlich müssten alle Schulstandorte mehr Programme anbieten, damit die Kinder nicht verblöden. Wir haben auch Flüchtlingskinder, die noch nie mit Buchstaben gearbeitet haben, und für die ist es wichtig, dass sie nicht sechs Wochen lang im Container bleiben. Wenn die nicht permanent mit Bildung und Kultur umspült werden, fangen wir bei einigen wieder bei null an. Der Wissensverlust ist so groß, da kann man fast ein halbes Jahr wiederholen.

EV: Im Rahmen der Ferienpass-Aktionen gibt es in Hamburg zahlreiche Veranstaltungen für geflüchtete und arme Kinder, die fast oder komplett kostenlos sind, helfen die weiter?

Kloiber: Das bringt nichts, denn die kommen da gar nicht an. So ein Angebot setzt ein Elternhaus voraus, das sich mit den Kindern hinsetzt, Veranstaltungen aussucht, die Kinder begleitet oder hinbringt, dazu braucht es Interesse der Eltern und Sprachkenntnisse, um das Angebot lesen zu können, und Fahrkarten. Die Schulen, die Klassen mit Flüchtlingskindern haben, bräuchten spezielle Angebote oder Paten, die die Kinder begleiten, sonst funktioniert das nicht.

Angst vor Amazon?

Für etablierte Supermärkte wie Rewe oder Lidl war der Lebensmittellieferdienst Amazon Fresh schon vor dem Deutschland-Start ein "Angstgegner", wie Lukas Zdrzalek vor einem Jahr für die ZEIT recherchiert hat. Und nun ist er da: Vor zwei Monaten hat der US-Internetkonzern seinen Lieferdienst in Berlin gestartet, seit gestern können auch Hamburger ihre Brötchen, Bananen und den Freitagsfisch über Amazon bestellen – 300.000 Artikel stehen zur Auswahl. Zum großen Leid der örtlichen Händler? Marianne Temming, Geschäftsführerin des Verbands des Lebensmittel-Einzelhandels Hamburg e.V., sagte uns: "Es geht nicht das große Angstgefühl durch den mittelständischen Einzelhandel." Der Grund: Die meisten Menschen wollen noch immer ihr Obst selbst aussuchen, daran riechen, es anfassen, "das gehört dazu – und das geht bei online bestellten Paketen eben nicht". Während ältere Menschen schon lange ihre Waren per Telefon bestellten und nach Hause liefern ließen, sei Amazon Fresh eher etwas für "junge Berufstätige, die keine Zeit oder Lust haben, Lebensmittel einzukaufen", meint Temming. Für Verbraucher biete der Wandel des Lebensmittelmarktes durch Digitalisierung generell sogar Chancen, wie zwei Handelsexpertinnen des Verbraucherzentrale Bundesverbands auf Handelsblatt.com feststellen: Wenn Produzenten ihre Produkte direkt über eine eigene Homepage oder Online-Plattformen vertreiben, werde das Angebot vielfältiger und individueller. Zudem ermögliche das Wachstum neuer digitaler Player, "die starke Marktposition der ›big four‹ anzugreifen – das ist langfristig gut für Verbraucher und auch für Produzenten", so die Meinung der Verbraucherschützerinnen. Trost für örtliche Lebensmittelgeschäfte: So lange das Problem mit den Paketen nicht gelöst ist (also den Paketen, die man am Sonnabend in einer meterlangen Schlange beim übernächsten Postladen abholen muss), überlegen sich die meisten wohl zweimal, ob sie online Lebensmittel bestellen.

Allerlei Verkehr in Ottensen

1. Weg vom Auto?!

Im März haben wir versprochen, dass wir am Thema Firstmover dranbleiben, das wollen wir nun einlösen: Es gibt Neuigkeiten. Nach langer Planung, nach Bürgerbefragungen und Workshops geht das städtische Projekt zur freiwilligen Abschaffung privater Autos nun in die Realisierungsphase: Die Bezirksversammlung Altona hat nun ihr Okay gegeben, und in Ottensen sollen noch dieses Jahr Mobilitätsstationen mit insgesamt 13 festen Stellplätzen für Carsharing-Autos installiert werden, im Nernstweg, in der Planckstraße, in der Holländischen Reihe und Bei der Reitbahn, dazu kommen Plätze für Elektroroller, Fahrräder und Lastenräder (diese Fahrräder, an denen vor dem Lenker eine Kiste hängt, gut geeignet zum Transport von Wasserkisten, kleinen Möbeln oder Kindern). Die Standorte hätten sich aus der Befragung nach dem Bedarf ergeben, sagt Christian Füldner, Pressesprecher der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation. Aber reicht denn das, um die Verkehrsprobleme in Ottensen zu beheben? Das sei natürlich erst der Anfang, sagt Füldner. In einer nicht repräsentativen Umfrage hätten von 128 Haushalten mit Auto immerhin 15 die Absicht bekundet, ihr Auto abschaffen zu wollen, wenn das Projektversprechen eingelöst werde. "Sicher werden sich weitere Interessenten finden, dann wird nachgearbeitet", so Füldner. An den Stationen sollen, wie bisher bei den Switchh-Stationen im Stadtgebiet, stationsbasierte und frei flottierende Autos zur Kurzzeitmiete zu finden sein. Was in der Realität zumindest bei letzteren bedeutet: Ob man so zum Bahnhof oder zur Arbeit kommt, bleibt Glückssache: Wer zuerst kommt, leiht zuerst ...

2. Hin zum Auto?!

Nicht gerade für bessere Verkehrsbedingungen sorgt ab heute die Brückenerneuerung in Altona, von der die S-Bahn-Linien S1, S2, S3, S11 und S31 betroffen sind. Bis zum 29. August müssen Sie zwischen Othmarschen und Holstenstraße statt mit der S-Bahn mit Ersatzbussen fahren, alle Informationen finden Sie hier.

Mittagstisch

Satansbraten

 

Nach mehrjähriger Pause hat Ottensen seine Teufels Küche wieder. Der Crossover-Imbiss mit dem Schwerpunkt orientalisches Essen musste sein Lokal in der Ottenser Hauptstraße im Jahr 2014 schließen, weil der Mietvertrag nicht verlängert wurde. Zweieinhalb Jahre hat Shahram Nia nach geeigneten neuen Räumen gesucht. Nun hat er sie in einem ehemaligen Imbiss in der Keplerstraße gefunden, nur wenige Hundert Meter vom einstigen Standort entfernt. Kleiner ist es dort als vorher, und Burger gibt es neuerdings auch, aber sonst hat sich nicht viel verändert: Aus frischen Zutaten werden kreative, leckere Gerichte zubereitet – wie knackiges Wok-Gemüse mit Nudeln in Erdnuss-Orangen-Sauce (9,20 Euro) oder Thunfischburger mit Wasabi-Dressing (9,80). Ein Klassiker sind die hausgemachten Lamm-Merguez. Sehr gut gewürzt und perfekt gebraten kommen sie auf buttrigem Kartoffelbrei mit fein angemachtem grünem Salat (11 Euro). Das Essen ist von durchweg hoher Qualität und hat Suchtpotenzial, aber die hohen Preise schrecken doch etwas ab. Warum eine vegetarische Frikadelle mit Salat 9,90 Euro kosten muss, ist nicht ganz nachvollziehbar.

 

Ottensen, Teufels Küche, Keplerstraße 18, Mittagstisch Mo–Fr 12–15 Uhr, Sa ab 14 Uhr

 

Thomas Worthmann

Was geht

Märchengarten: Zwischen Rhododendren flattern Feen und Kobolde. Sie lauschen den Märchen von Ellen Engelhard, die fantastische Abenteuer erzählt. Ob der Prinz die Magd heiratet? Welche Rolle spielt die böse Hexe aus dem Zauberwald? "Ich lieb’ eine Blume und weiß nicht welche", Familiennachmittag des Märchenforums Hamburg.

Lüttge Garten, Liethwisch 1 c, 16.30 Uhr, Eintritt frei

Musikalische Fische: Unter Wasser gelten eigene Gesetze, die Realität verschwimmt. "The Heffels Aquarium" macht sich das zu eigen: Die vier Musiker kreieren einen Raum amphibischer Klänge, fließender Rhythmen und schimmernder Lichtspiele. Geplant sind sechs verschiedene Sets in unterschiedlichster Besetzung und Instrumentierung.

Westwerk, Admiralitätstraße 74, 20 Uhr, 10 Euro

Muttis Lesung: Zwischen Posen und Hamburg, zwischen Jugendjahren, Vertriebenen-Treck und der Nachkriegszeit lebte Ursula Schulz. Wie schaffte es die junge Frau, ihrer Zeit Lebensmut abzutrotzen? Peter Koletzki recherchierte die Geschichte seiner Mutter: "Das Leben der Ursula Schulz".

Kulturcafé Komm du, Buxtehuder Straße 13, 20 Uhr

Oranje rockt: Mit einem Mix aus Hardrock, Gothic Pop und Psychedelic Metal flüchten Dool (niederländisch: Exil) vor dem Mainstream. Kritiker attestieren den Holländern "rohe Energie", ihre erste Single-Auskopplung "Oweynagat" erinnert an lange vergangene Zeiten der Smashing Pumpkins. Dazu schütteln die Bandmitglieder viel, viel Haar.

Marx, Klosterwall 11, 20 Uhr, 16,10 Euro

Was bleibt

Rathaus-Kino: Sternenhimmel, historisches Panorama, Leinwandflimmern –die Landeszentrale für politische Bildung lädt zum Sommerkino vorm Rathaus ein. Den Auftakt macht "Call of Beauty", ein Kurzfilm über YouTubes Modewahn. Jeden Abend stehen ein Vor- und ein Hauptfilm auf dem Programm.

Rathausmarkt, 20.–30. Juli, 22 Uhr, Eintritt frei

Hamburger Schnack

Neulich auf der Hafenfähre nach Blankenese: Ein junges Pärchen unterhält sich. Er zu ihr: "Weißt du, wie viel die Elbphilharmonie gekostet hat?" Sie antwortet total verwirrt: "Meinst du das Gebäude da drüben mit dem hohen krummen Dach?"

 

Gehört von Niklas Hauschildt

 

Meine Stadt

Ein Glück, wenn so ein Tierchen in wohlwollende Hände gerät. Hoffentlich wurde der einsame Frettchenbesitzer gefunden? © Charlotte Aßmann

Das war sie wieder, die Elbvertiefung. Wollen Sie uns Ihre Meinung sagen, wissen Sie etwas, über das wir berichten sollten? Schreiben Sie uns: elbvertiefung@zeit.de

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Morgen lesen wir uns wieder, wenn Sie mögen.

Ihr Mark Spörrle

PS: Gefällt Ihnen unser Letter, leiten Sie ihn gern weiter. Haben Sie ihn weitergeleitet bekommen, melden Sie sich ganz einfach und unverbindlich an unter www.zeit.de/elbvertiefung. Dann schicken wir Ihnen die neue Elbvertiefung, solange Sie wollen, immer montags bis freitags ab 6 Uhr.