Mark Spörrle © Vera Tammen

Guten Morgen,

bevor Sie uns wieder schreiben, wir sollten aufhören, das Wetter zu bedauern, immerhin sei dies Hamburg, oder wenn Sie gar zu denjenigen unserer Leser gehören, die sich in unregelmäßigen Abständen vor dem Helmut-Schmidt-Haus versammeln, um nett, aber entschieden "Keksfreiheit für den Meteorologen" zu fordern (ich warne Sie: Er kann damit nicht umgehen!), sei Ihnen mal ein Blick in den wundervollen ZEIT:Magazin-Newsletter des hochgeschätzten Kollegen Christoph Amend empfohlen. Dieser kommt immer am späten Nachmittag, ist so persönlich wie kunstsinnig, bietet kluge Gedanken und Tipps für den Feierabend und schafft es etwa in der Ausgabe von gestern unter dem Seufzer "Was für ein Tag!" mühelos, die nordamerikanische Sonnenfinsternis – nein, das ist kein neues Synonym für Donald Trump –, Horst Seehofer, Lukas Podolski, Jetski und das unsägliche Magazin "Breitbart" in nur drei Sätzen mit, eben!, dem Wetter zu verquicken.

Bei einem Polizeieinsatz in Katalonien wurde gestern auch ein Mann getötet, der der gesuchte Attentäter von Barcelona sein könnte. Einige von Ihnen sprachen sich in Mails entschieden dafür aus, wenn man in Hamburg schon die Mönckebergstraße renoviert, diese wenigstens mit Pollern gegen von Attentätern gesteuerte Fahrzeuge zu sichern.

Und erstaunlich viele unserer Leser beschäftigt immer noch die Frage des Verhaltens in der guten grünen Stube der Innenstadt namens Planten un Blomen, namentlich die Uneinsichtigkeit etwa der dort verbotenerweise verkehrenden Radfahrer. "In Hamburg und Umgebung stößt man oft auf vergleichbare Situationen", schreibt ein Leser. "Es kommt wohl aus dem Gefühl heraus, dass wir alle locker sind und Rücksicht ein veraltetes Relikt ist. Die Blumen in den Beeten haben sowieso keinen Eigentümer, und dröhnende portable Lautsprecher sind doch easy, Alter, was willst du denn? ..."

Ich persönlich habe schon oft die Erfahrung gemacht, dass die plakative Lockerheit solcher Menschen genau in dem Moment umschlägt, indem nicht mehr die Belange anderer, sondern ihre eigenen betroffen sind.

Türkische Gemeinde Hamburg distanziert sich von Erdoğans Wahlaufruf 

Der erste Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Hamburg und Umgebung, Mesut Sipahi, hat sich klar von Recep Tayyip Erdoğans umstrittenen Aufruf zum Wahlboykott deutscher Parteien distanziert. Der türkische Staatspräsident hatte am Freitag türkischstämmige Wähler in Deutschland dazu aufgerufen, bei der Bundestagswahl nicht für die CDU, die SPD oder die Grünen zu stimmen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Sigmar Gabriel verbaten sich diese Einmischung in den Bundestagswahlkampf, woraufhin Erdoğan in Richtung Gabriel rief: "Wer sind Sie, dass Sie mit dem Präsidenten der Türkei reden? Beachten Sie Ihre Grenzen!" Bereits am Freitag bezog Mesut Sipahi von der Türkischen Gemeinde in Hamburg bei Facebook dazu Stellung: "Wir akzeptieren nicht, dass Herr Erdoğan, sich mit seinen letzten Äußerungen in den demokratischen Wahlkampf in Deutschland einmischt und versucht, auf die türkischstämmigen deutschen Wähler Einfluss zu nehmen." Der Kommentar sorgte im Netzwerk nicht nur für Wohlwollen. "Das ist eine Schande. Wen repräsentiert ihr?", kommentierte ein Nutzer und rief die Gemeinde dazu auf, das Wort "Türkische" aus ihrem Titel zu entfernen. Aus der Gemeinde selbst hingegen habe er durchweg positive Resonanzen erhalten, teilte Sipahi uns mit. Man setze sich für die Stärkung der gleichberechtigten Teilhabe türkischstämmiger Menschen sowie für Integration ein. "Aussagen von Herrn Erdoğan wie diese besitzen das Potenzial, diesen Zielen konträr entgegenzuwirken", sagte uns Sipahi. Die Gemeinde sehe die Entwicklungen der deutsch-türkischen Beziehungen mit Besorgnis.

"Die Jugendlichen haben eine Meinung"

In gut vier Wochen wird auch in Hamburgs Wahllokalen der 19. Deutsche Bundestag gewählt. Unter den Wahlberechtigten befinden sich 60.452 Jugendliche zwischen 18 und 21 Jahren, die erstmals ihr Kreuzchen bei einer Bundestagswahl machen dürfen. Aber wer wählen darf, darf auch Wahlhelfer sein. Und was man wissen muss, um in einem Wahllokal mitzuarbeiten, das lernen Erstwähler in einem zweitägigen Seminar im Haus Rissen, Institut für internationale Politik und Wirtschaft. Projektleiter Christian Egbering hat uns erklärt, warum es so wichtig ist, junge Wähler auch als Wahlhelfer zu begeistern.

Elbvertiefung: Herr Egbering,was lernen angehende Erstwahlhelfer in Ihrem Seminar?

Christian Egbering: Wir bringen den Jugendlichen ganz praktisch bei, Verantwortung zu übernehmen. In Rollenspielen bauen sie selbst ein Wahllokal auf und führen einen Wahltag durch, inklusive Stimmenauszählen. Sie spielen Wahlvorstand oder Wähler, proben alle Fälle, die eintreten können, bis zu denen, wo jemand seinen Stimmzettel zerreißt. Wenn jemand neben sein Kreuzchen "ich liebe Angela Merkel" schreibt, wäre der Stimmzettel ungültig.

EV: Die Jugendlichen wählen auch zum ersten Mal selbst, auch darauf werden sie bei Ihnen vorbereitet ...

Egbering: Wir beschäftigen uns mit aktueller Politik und den Positionen der Parteien – mit dem Grundsatz der Neutralität, die Jugendlichen wählen ihre Schwerpunkte selbst. Dabei gehen wir spielerisch vor, es gibt unterschiedliche Rechercheaufträge. In einer gespielten Talkshow schlüpfen sie in die Rolle von Parteienvertretern, so kommen sie zu den Kernanliegen der Parteien und lernen, sie besser einzuschätzen.

EV: Welche politischen Themen bewegen die Jugendlichen von heute?

Egbering: Was sie umtreibt, ist das Thema Flucht. Viele wollen, dass die Grenzen geöffnet werden und dass sich die Bedingungen verbessern. Andere sagen: Wir müssen vorsichtig sein. Insgesamt zeigt sich: Die Jugendlichen haben eine Meinung zu den Themen. Was in Zeiten von Populismus immer aktueller wird, ist auch die Wahl gegen Parteien und Überzeugungen: Viele Jugendliche wollen verhindern, dass Parteien wie die AfD einen hohen Prozentwert bekommen. Ihnen ist bewusst, dass man sich hinterher nicht beschweren kann, wenn man selbst nicht gewählt hat.

EV: Dennoch scheint es nötig, Jugendliche für politische Wahlen zu begeistern.

Egbering: Einerseits ist die Wahlbeteiligung bei jungen Erwachsenen bis Mitte 30 wesentlich niedriger geworden, andererseits geht der Anteil der Jugendlichen in der Bevölkerung zurück – damit laufen sie Gefahr, unterrepräsentiert zu sein. Bestes Beispiel ist der Brexit: Hier haben sich junge Menschen beschwert, dass eine Entscheidung getroffen wurde, die sie nicht unterstützen, sie selbst haben aber gar nicht gewählt. Unser Wunsch ist es, Barrieren abzubauen und die Wahlbeteiligung zu erhöhen. Durch die Erfahrung als Erstwahlhelfer sprechen die Jugendlichen in ihrer Clique und der Klasse mehr über Politik und erreichen auch solche, die sich bisher wenig dafür interessiert haben. 

EV: Lange wurde der Jugend Politikverdrossenheit nachgesagt ...

Egbering: Es gibt zwei unterschiedliche Phänomene. Einerseits die rückläufige Wahlbeteiligung, wobei es auch Ausnahmen gibt, bei der letzten Bürgerschaftswahl in Hamburg war sie etwas höher. Andererseits hat die Shell-Jugendstudie nachgewiesen, dass das politische Interesse der Jugendlichen steigt. Das Vertrauen in die Politik, und dass die eigene Stimme einen Wert hat, ist aber eher gering. Dagegen muss man unbedingt etwas tun.

"So leer ist ein Regal ohne Ausländer"

Olivenöl aus Italien, Chorizo aus Spanien, cremigen Brie aus Frankreich – all das suchten Edeka-Kunden am Sonnabend in der Hafencity vergeblich. Die Supermarktregale im Edeka Böcker waren zum Teil fast leer, es fehlten alle Produkte, die aus anderen Ländern importiert werden. Stattdessen fanden Wochenendeinkäufer Schilder mit Botschaften: "So leer ist ein Regal ohne Ausländer" oder "unsere Auswahl kennt heute Grenzen". Eine offizielle Pressemeldung zu der Aktion gab es auch gestern bis Redaktionsschluss nicht, uns gegenüber erklärte das Unternehmen: "Wir führen zahlreiche Lebensmittel in unserem Sortiment, die in den unterschiedlichen Regionen Deutschlands hergestellt werden. Aber erst gemeinsam mit Produkten aus anderen Ländern schaffen wir in unserem Sortiment die einzigartige Vielfalt, die unsere Kunden schätzen." In sozialen Medien wurde die Aktion als Anti-Rassismus-Kampagne gefeiert, allerdings gab es auch kritische Stimmen – nicht nur aus fremdenfeindlicher Ecke: "Was mir die Aktion zeigt, ist, dass 90 Prozent der Ware in den Supermärkten nicht regional ist", schrieb eine Kommentatorin auf Facebook. Eine andere verwies auf die Website der Supermarktkette, die damit wirbt, "der landesweit größte Anbieter regionaler Produkte" zu sein. Wie wenig das tatsächlich sind, hat die Aktion nebenbei auch offenbart.

Endzeit für Schmetterlinge?

Er ist das beliebteste Insekt Deutschlands, und er ist bedroht – der Schmetterling. Etwa 3700 Arten leben in Deutschland, rund 190 davon sind Tagfalter. Der Biologe Josef H. Reichholf erforscht sie seit mehr als 40 Jahren und hat gestern im Auftrag der Deutschen Wildtier Stiftung seinen Statusbericht zum "Verschwinden der Schmetterlinge" vorgestellt. Er konstatiert einen dramatischen Rückgang in der Artenvielfalt, und auch die Zahl der Individuen sei stark rückläufig. Seit Anfang der 80er Jahre sei an untersuchten Stellen im bayerischen Inntal allein die Häufigkeit nachtaktiver Schmetterlinge um die Hälfte und die Anzahl der Arten um mehr als die Hälfte gesunken. Hauptursache des Schmetterlingsschwundes seien die Veränderungen der Agrarlandschaft, die Umstellung großer Teile der Landwirtschaft auf Maisanbau und die Stallviehhaltung mit Güllewirtschaft. Dramatisch ist das nicht nur, weil die Wiesen und Äcker dann weniger bunt sind. "Die Funktion von Schmetterlingen im gesamten Ökosystem wird häufig unterschätzt", erklärt Reichholf. "Sie bestäuben Pflanzen und sind wiederum eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel und Säugetiere." Fritz Vahrenholt, Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung, fordert: "Wir brauchen endlich eine naturverträglichere Landwirtschaft, und wir müssen Lebensräume für Schmetterlinge auch in unseren Städten schaffen."

Falls Sie selbst aktiv werden wollen, können Sie hier bei ZEIT LEO nachlesen, wie man auf den Spuren der Naturforscherin Maria Sibylla Merian Schmetterlinge züchtet. In der aktuellen ZEIT ist Kollege Fritz Habekuß außerdem dem Begriff "Insektensterben" nachgegangen und dabei mit dem Biologen Sepp Settele durch Pfälzer Wiesen gestapft. Wie der Wissenschaftler die Lage einschätzt und warum das Thema so schwer zu fassen ist, erfahren Sie hier oder in der ZEIT am Kiosk.

Nico Rosberg steigt für Viva con Agua ins E-Kart

Im Millerntorstadion geht es heute einmal nicht um das Runde, das ins Eckige muss, sondern um tollkühne Männer in ökologisch korrekten Kisten. Beim ersten sozialen Elektro-Kart-Rennen treten Ewald Lienen, technischer Direktor beim FC St. Pauli, Musiker Bosse, Viva-con-Agua-Gründungsmitglied Michael Fritz und Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg aufs Pedal. Bevor Sie sich aus Sorge um den heiligen Fußballrasen die Haare raufen: Die Wettkampfstrecke verläuft neben dem Fußballfeld und durch die Haupttribüne des Stadions! (zugegeben: Auch wir sind gespannt, wie das geht ...) Das Ganze, wird berichtet, sei eine Spontan-Idee Rosbergs gewesen, mit der er seine Fans auf die Initiative des gemeinnützigen Vereins Viva con Agua (VcA) und die Millerntor Gallery aufmerksam machen will. Seit Längerem unterstützt der Ex-Rennfahrer das Engagement von Viva con Agua, Menschen auf der ganzen Welt einen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung zu ermöglichen. Wer heute den heißesten Reifen fährt, ist allerdings eher Nebensache; die Aktion soll neben der Vision von Viva con Agua, "Alle für Wasser – Wasser für alle", auf die Themen E-Mobilität und Carsharing aufmerksam machen. Wie sich Rosberg auf unbekanntem Terrain schlägt, kann, wer will, ab 9.20 Uhr im Livestream verfolgen.

Kaffeepause

Nach Pippis Fasson

Das Mikkels in Ottensen wäre zweifelsfrei ein Laden nach Pippi Langstrumpfs Geschmack. Denn wer sagt schon, alle Tische und Stühle in einem Café müssten gleich aussehen? Und wer hat die Regel aufgestellt, nach der Küchen immer so aufgeräumt aussehen sollen, als würde nicht in ihnen gearbeitet? Und von wem stammt die Idee, man dürfe nur ein Stückchen Kuchen essen? Im Mikkels ist die Welt nach Pippis Fasson: 28 Quadratmeter Gastraum im Souterrain, ein Blick in die offene Küche, ein Tresen bestückt mit allerlei süßen Verführungen, die Möbel bunt zusammengestellt, und an einem der Tische sitzt ein Herr fortgeschrittenen Alters, der eben in ein weiteres Küchlein beißt und sagt: "Kalorien werden überbewertet." Von den überaus leckeren Küchlein stehen verschiedene Sorten zur Auswahl wie Schokoladengugelhupf, Zitronen-Mandel, Käsekuchen oder Linzer Torte (zwischen 1,60 und 2,30 Euro) sowie Scones und Brioches (1,90 Euro). Dazu gibt es Samova-Tee aus der Hafencity oder Kaffee aus der Rösterei Nord Coast. Hinter dem Tresen steht Frau Fuchs und lächelt verschmitzt.

Mikkels; Ottensen, Kleine Rainstraße 10, Di–Sa 9–18 Uhr, So 10–18 Uhr

Elisabeth Knoblauch

PS: Für alle, die sich über die schlüpfrige Schreibweise "Pipi" mit einem "p" in einer der letzten Ausgaben wunderten: Es geschah ohne Absicht, erst recht war es keine Anspielung auf eine von Kindern meist drinnen oder Hunden meist draußen verrichtete Tätigkeit.

Was geht

Buch ohne Meer: Als Emily eines Tages am Meer spielen möchte, ist es plötzlich verschwunden. Möwen und Seehunde, Quallen und Krebse – alle haben ihre eigene Erklärung dafür. Zum Glück kennt der alte Seemann die Wahrheit. Bilderbuchkino über Ebbe und Flut: "Emily und das Meer" für Kids ab vier Jahren.

Bücherhalle Lokstedt, Kollaustraße 1, 16–17 Uhr, Eintritt frei

Büro-Karaoke: Eine PowerPoint-Präsentation zu halten, ohne den geringsten Schimmer vom Thema zu haben, klingt nach dem schlimmsten Büroalbtraum. Das Molotow ruft trotzdem (oder gerade deswegen) zum PowerPoint Karaoke auf: Entertainer halten aus dem Stegreif eine wilde Präsi. Der cholerische Chef bleibt draußen, und das Publikum hat sicherlich bessere Laune als montagmorgens im Büro.

Molotow Backyard, Nobistor 14, 19 Uhr, 4 Euro

Kunst gegen Daten: Sie wollen mit den Mitteln der Kunst gegen die "absolute Berechenbarkeit und Datafizierung des Menschen in einer digitalisierten Umwelt" angehen: Die Jajajas stürmen bei Kampnagels Sommerfestival das Fleetstreet Theater. Die "Undergroundperformancefamilie" schafft mit Spielen, Ritualen und Choreografien einen Zugang zu Informationen, die den Algorithmen fremd bleiben. Codename: Allgorythm.

Fleetstreet Theater, Admiralitätstraße 76, 20 Uhr, Spenden erbeten

Zeitlose Musikreise: "Du öffnest die Tür, es beginnt eine Reise", so lockt Willer in sein neues Album hinein. "Zeitlos" heißt es, klingt nach Fernweh und Herzschmerz. Insofern hilft es, dem täglichen News-Flash zu entkommen – "Nur einmal" etwa handelt davon, dass einfach mal nichts passiert. Kein Terror, kein Stau, keine Intrigen – nur Musik.

Freundlich + Kompetent, Hamburger Straße 13, 20 Uhr

Hamburger Schnack

In der U2 unterhalten sich zwei gepflegte circa zwölfjährige Mädchen. "Die Josie hat sich jetzt an den Kevin rangemacht. Und das nur, um mich eifersüchtig zu machen", sagt die eine. Ihre Freundin zweifelt: "Das glaube ich nicht. Woher weißt du das?" Daraufhin die andere: "Das hat sie mir selbst gesagt. Und das wird sie so lange machen, bis sie allen in der Clique geschrieben hat. Und dann wird sie den Mann heiraten müssen, den ihr Vater ausgesucht hat."

Gehört von Andreas Böhle

Meine Stadt

Ein kleines Spielchen in der Lottostube und mit der Feuersicherheit ;) © Kai Behrends

SCHLUSS

Es wird ein historisches Datum werden: Am 1. Oktober 2017 tritt das Gesetz zur Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts in Kraft – besser bekannt als "Ehe für alle". Um zu feiern, dass nun jeder heiraten darf, wen er liebt, ganz unabhängig vom Geschlecht, werden zehn Paare gesucht, die sich an diesem Tag im Hamburger Rathaus trauen oder ihre bestehende Lebenspartnerschaft in eine Ehe umwandeln lassen möchten. Nach der Trauung lädt Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank zum Senatsempfang – hoffentlich inklusive Stoff zum Anstoßen. Wenn Sie zu den glücklichen Frischvermählten gehören wollen, können Sie sich noch bis kommenden Montag bei der Stabsstelle Gleichstellung und geschlechtliche Vielfalt bewerben. Trauen Sie sich, beziehungsweise lassen Sie sich trauen!

Das war sie wieder, die Elbvertiefung. Wollen Sie uns Ihre Meinung sagen, wissen Sie etwas, über das wir berichten sollten? Schreiben Sie uns: elbvertiefung@zeit.de

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Morgen lesen wir uns wieder, wenn Sie mögen!

Ihr Mark Spörrle

 

PS: Gefällt Ihnen unser Letter, leiten Sie ihn gern weiter. Haben Sie ihn weitergeleitet bekommen, melden Sie sich ganz einfach und unverbindlich an unter www.zeit.de/elbvertiefung. Dann schicken wir Ihnen die neue Elbvertiefung, solange Sie wollen, immer montags bis freitags ab 6 Uhr.