Mark Spörrle © Vera Tammen

Guten Morgen,

zum gestern hier erwähnten ZEIT-Titelthema "Anstand" – oder auch, wie Sie dann formulierten, "Rücksicht", "Fair Play", "Miteinander statt gegeneinander" – hatten manche von Ihnen so einiges beizutragen. Uns erreichten Mails von Erlebnissen mit Radfahrern, Autofahrern und mit Schwingtüren, die einem der Vordermann ungerührt fast ins Gesicht geknallt hätte. Muss unsere Gesellschaft sich tatsächlich erst wieder auf Benimmregeln einigen, im Straßenverkehr, bei Schwingtüren ("Man knallt sie Mitmenschen NICHT ins Gesicht!")?

Einigen von Ihnen entging auch nicht, dass in jeder unserer gestrigen Meldungen das Wörtchen "Anstand" versteckt war (die Leserin, die dies an einer Stelle störte, bitte ich um Entschuldigung.)

Als wenig anständig empfinden es übrigens auch die 360 Hamburger, die vor Monaten bei einer Aktion des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs mitgemacht und bei der Stadt die Einrichtung von Tempo-30-Zonen in ihrer Wohngegend beantragt haben, dass sie nun erst erfuhren, dass sie dafür bezahlen sollen: jeweils bis zu 360 Euro; die Überprüfung des Antrags koste schließlich Zeit und Personal. Offenbar ist das den Zuständigen erst jetzt aufgefallen.

Oder hängt dies, vermutete ein Leser, doch damit zusammen, dass man sich in Hamburg über zeitgemäße Verkehrskonzepte immer noch zu wenig Gedanken macht? Statt Autos, Radfahrer und Fußgänger aufeinander loszulassen, zu erwarten, dass die sich irgendwie arrangieren, und das Phänomen der wachsenden Zahl von Fahrrädern politisch zu verdrängen, müsse man das Rad als eigenes Verkehrsmittel endlich ernsthaft in die Planungen einbeziehen, mailte uns der Architekt und Stadtplaner Peter Erler: "Autos brauchen Auto-Strassen. Fahrräder brauchen Fahrrad-Wege (oder Fahrrad-Strassen). Fußgänger brauchen Fußwege. Keine gemeinsame Nutzung bei viel Verkehr!" 

Auch das Thema Fahrradweg in Planten un Blomen, schreibt Erler, sei "noch lange nicht ausdiskutiert!" Warum denn solle es dort keinen Radweg geben, "wie er dringend notwendig wäre", fragt der Architekt. "Denn der Wallring ist für Radfahrer eine wichtige Verbindung in die Stadt. Wahrscheinlich müsste dazu ein Weg dort neu geschaffen werden, in beiden Richtungen befahrbar. Dann – aber erst dann! – könnte man die Nutzung anderer Wege in Planten un Blomen ernsthaft verbieten." Was denken Sie?

Der Hamburger Wahlkampf kommt zum Höhepunkt

In einem knappen Monat, am 24. September, ist Bundestagswahl, und auch in Hamburg trommeln die Parteien jetzt lauter. Gestern konnte man bereits "Auf ein Bier mit [Cem] Özdemir" gehen, der für die Hamburger Grünen die letzte Wahlkampfphase eröffnete. Bürgermeister Olaf Scholz hat den Großteil seiner Hamburger Bundestagswahlkampfarbeit bereits erledigt und darf jetzt für die SPD den Rest des Landes bereisen. Bundesweit wird er 60 Termine wahrnehmen, soll aber rechtzeitig für das Open Air mit Kanzlerkandidat Martin Schulz wieder in der Stadt sein. Und sonst? Sollten Sie zu jenen Wählern gehören, die bis zur letzten Minute schwanken oder die ihre Entscheidung in der Tat daran knüpfen, was die Parteien im Wahlkampf so alles auf die Beine stellen: Hier sind die Top-Wahlkampftermine der nächsten Wochen.

Wer:SPD

Wann: 31. August, 17.30 Uhr

Stargast:Martin Schulz

Supporting Act:Olaf Scholz

Location: Michelwiese

Entertainment: Vorprogramm mit Band, Martin Schulz spricht um 19 Uhr

Verpflegung: Würstchenstand, aber nicht umsonst

Kinderprogramm: gute Chance auf Luftballons

Wer: Grüne

Wann: 20. September, 16 Uhr

Stargast: Katrin Göring-Eckardt

Supporting Act: Anja Hajduk, Manuel Sarrazin, Anna Gallina

Location: Ottenser Hauptstraße vor dem Bahnhof Altona

Entertainment: Band

Verpflegung: Gratiseis aus dem "Eisfahrrad"

Kinderprogramm: definitiv Luftballons

Wer: CDU

Wann: 20. September, 18.30 Uhr

Stargast: Angela Merkel

Supporting Act: Hamburger Direktkandidaten

Location: Fischauktionshalle

Entertainment: Band

Verpflegung: Getränke und Snacks zum Selberkaufen

Kinderprogramm: Schiffegucken vor der Tür

Wer: FDP

Wann: 8. September, 16 Uhr

Stargast: Christian Lindner

Supporting Act: Katja Suding

Location: Gertrudenkirchhof

Entertainment: wird sich weitestgehend auf Reden beschränken

Verpflegung: nicht bekannt

Kinderprogramm: keines

Wer: Die Linke

Wann: 1. September, 16 Uhr

Stargäste: Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch

Supporting Act: Fabio De Masi

Location: Hachmannplatz

Entertainment: Band

Verpflegung: Popcorn

Kinderprogramm: Popcorn

Wer: AfD

Keine größeren öffentlichen Veranstaltungen angekündigt.

Deckelung der Managergehälter in öffentlichen Unternehmen eher symbolisch

SPD und Grüne wollen die Gehälter von Managern in stadteigenen Unternehmen deckeln. Ein Antrag wird in der ersten Bürgerschaftssitzung nach der Sommerpause eingebracht. Insbesondere für die Vergütung von Vorstandsmitgliedern und Geschäftsführern soll es einen Rahmen geben, der sich an Kriterien wie dem Durchschnittseinkommen der Mitarbeiter, der Größe des Unternehmens sowie der Branche orientiert. Die genauen Details stehen noch nicht fest. "Hamburg hat mit seinen über 100 Beteiligungen, in denen fast 63.000 Menschen beschäftigt sind, eine besondere Verantwortung als wichtiger Arbeitgeber in der Region", sagt Markus Schreiber, Sprecher für öffentliche Unternehmen der SPD-Bürgerschaftsfraktion. Allerdings würde der Vergütungsrahmen nur bei den rund 65 Unternehmen greifen, die zu 100 Prozent in städtischer Hand sind, wie etwa Stadtreinigung, Bäderland und Messe. Kritik kommt von der CDU. Das sei nur ein "unglaubwürdiges Wahlkampfmanöver". So negativ sieht Karl-Werner Hansmann, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Uni Hamburg, die Idee nicht: "Ich hege dafür durchaus Sympathien, einfach weil sich die Vorstandsgehälter in der Privatwirtschaft immer weiter von den normalen Gehältern entkoppeln. In den neunziger Jahren verdiente ein Vorstand etwa 30-mal so viel wie der Durchschnitt der Belegschaft, heute liegt dieser Faktor bei 60. Da kann so eine Initiative ein Zeichen setzen." Allerdings räumt auch er ein, dass der Vorschlag eher Symbolcharakter besitzt. "Wenn man von einem Durchschnittsgehalt von 35.000 Euro im öffentlichen Dienst ausgeht und den Faktor 10 anwendet, dann läge die Deckelung bei einem Jahresgehalt von 350.000 Euro", rechnet der Professor vor. "Und schon das dürfte gar nicht mehr so viele Manager in den städtischen Unternehmen betreffen." Sehr viel niedriger könne man den Faktor allerdings auch nicht ansetzen, denn schließlich konkurriere man ja als Stadt mit der Privatwirtschaft um Bewerber. "Da muss man schon aufpassen, dass die Gehaltskluft nicht zu groß wird", betont Hansmann. Bleibt der Symbolcharakter.

Boxen für Romantiker

Heute beginnt in der Sporthalle Hamburg die Box-WM 2017. 279 Athleten aus 85 Ländern werden in zehn Gewichtsklassen gegeneinander antreten und – im Gegensatz zu ihren Profikollegen – um eher symbolisches Gold kämpfen. Denn sie sind alle Amateure, die sich ihren Sport nur dank Förderungen oder Nebenjobs leisten können. Und wenn Sie glauben, dass Boxen ein brutaler Sport für Menschen ist, die keine Freunde kennen, dann möchten wir Ihnen sehr eindringlich den Text unseres ZEIT:Hamburg-Kollegen Kilian Trotier ans Herz legen. Er erzählt die Geschichte der Hamburger Brüder Artem und Robert Harutyunyan, die von klein auf Seite an Seite miteinander trainieren und den jeweils anderen bei jedem Wettkampf unterstützen. Es ist eine Geschichte über bemerkenswerte Disziplin – und zwar nicht nur im sportlichen Bereich –, über Freundschaft, Liebe und mit so viel Drama, wie es kein Weltergewichtskampf über zwölf Runden bieten könnte. Warum Robert bei dieser WM allerdings nicht antreten darf und was er stattdessen macht, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der ZEIT:Hamburg, am Kiosk oder hier.

Holt Fatih Akin den Oscar nach Hamburg?

Glückwunsch, Fatih Akin! Der Hamburger Regisseur hat heute gleich doppelt Grund zu feiern ­– zum einen seinen 44. Geburtstag (nein, der Mann ist wirklich noch nicht älter) und zum anderen seinen Film "Aus dem Nichts". Denn der ist gestern von der Auslandsvertretung des Deutschen Films als deutscher Kandidat für die Oscar-Verleihung bekannt gegeben worden. Das NSU-Drama soll zehn Jahre nach dem Erfolg von "Das Leben der Anderen" den Auslands-Oscar wieder nach Deutschland holen (und auch nach Hamburg, denn hier fand ein Großteil der Dreharbeiten statt). Es handelt von einem Anschlag zweier Neonazis, bei dem ein kurdischer Vater und dessen Sohn sterben. Zurück bleibt die Ehefrau und Mutter, gespielt von Diane Kruger. "Der Film macht das Politische menschlich und entfaltet eine große Sogwirkung, aus der es für das Publikum von der ersten bis zur letzten Minute kein Entrinnen gibt", urteilte die Jury. Kinostart soll am 23. November sein. Automatisch dabei bei den Oscars ist der Film übrigens noch nicht. Über die fünf Nominierungen in der Kategorie "Bester nicht englischsprachiger Film" entscheidet die Academy in Hollywood Ende Januar. Fatih Akin behält die 90. Oscar-Verleihung am 4. März 2018 auf jeden Fall mal im Blick: "Ich nehm mir nichts vor."

Wohnungsnot bei Fledermäusen

Wer einmal mit dem Bat-Detektor Fledermäuse aufspüren will, braucht keine Superheldenkräfte, sondern muss sich nur einer Tour des Nabu anschließen. Dort kommen die Geräte zum Einsatz, mit denen sich die Ultraschallrufe der scheuen Tiere hörbar machen lassen. Heute und morgen bei der Batnight finden mehrere nächtliche Rundgänge statt, Infos gibt es hier. Guido Teenck ist Referent für Umweltbildung beim Nabu und führt heute Abend durch den Duvenstedter Brook.

Elbvertiefung: Herr Teenck, wie lebt sich᾽s so als Fledermaus in Hamburg?

Guido Teenck: Den Fledermäusen geht es ähnlich wie uns Menschen: Es herrscht Wohnungsnot! Eigentlich leben die Tiere vor allem in Höhlen von alten Bäumen und Totholz. Aber in Städten haben sie sich eine Alternative in Gebäuden gesucht. Viele dieser Fledermausquartiere sind in den letzten Jahren verschwunden, weil Häuser saniert wurden. Bei Dämm-Maßnahmen gehen zum Beispiel oft Hohlräume und Nischen auf Dachböden verloren.

EV: Was lässt sich dagegen tun?

Teenck: Im besten Fall wird vor den Sanierungsarbeiten geprüft, ob dort Tiere nisten. Dann kann man einen Fledermauskasten als Ersatzquartier besorgen und in der Nähe aufhängen, also neuen Wohnraum schaffen. Leider wird das nur selten gemacht.

EV: Die Batnight findet dieses Jahr schon zum 21. Mal statt. Ist durch die Veranstaltung das Interesse an Fledermäusen gestiegen?

Teenck: Die Teilnehmerzahlen sind auf jeden Fall kontinuierlich gewachsen. Inzwischen bieten wir deshalb den ganzen Sommer durch Fledermausführungen an. Das gab es vor zehn Jahren noch nicht.

EV: Wie hat sich denn die Population der Tiere während dieser Zeit entwickelt?

Teenck: Dazu gibt es leider keine verlässlichen Zahlen. Fledermäuse lassen sich nur sehr schwer erfassen, weil sie so scheu sind. Fakt ist, dass alle Fledermäuse geschützt sind und fast alle auf der Roten Liste der gefährdeten Arten stehen.

EV: Kann man wenigstens sagen, wo denn die meisten Fledermäuse in Hamburg leben?

Teenck: Der Hotspot ist der Wohldorfer Wald mit seinem vielen Totholz. Aber auch sonst findet man sie in allen großen Parks und in der Nähe von Gewässern, weil es dort viele Insekten zu fressen gibt.

Lesevertiefung

Drei Buchempfehlungen fürs Wochenende ...

KriminalromanWas tun, wenn man am Strand von Biarritz zwei Päckchen Kokain findet? Mitnehmen!, beschließen die beiden Freunde Matthieu und Romain und feiern fortan rauschende Feste in Paris. Doch Nathalie, die serbische Killerin des Kartells, hat sich bereits an ihre Fersen geheftet. Ein actiongeladenes Debüt! Estelle Surbranche: So kam die Nacht (Aus dem Französischen von Cornelia Wend); Polar, 16 Euro

Kriminalroman Als Morlocks Versteck in Barcelona auffliegt, flieht er zu seinen alten Genossen – versprengten Mitgliedern einer linksradikalen Zelle. Für ein neues Leben im Untergrund wird dringend Geld benötigt. Hilfe kommt von Ronja, die allerdings nicht weiß, dass ihr neuer Freund ein eingeschleuster Agent des BKA ist. Ein spannender Politthriller mit einem überraschenden Plot. Hans Schefczyk: Das Ding drehn; Transit, 20 Euro

Sachbuch Dass keine langen Reisen nötig sind, um Vögel zu beobachten, beweist der Autor mit diesem handlichen vogelkundlichen Führer für Hamburg. In 13 Tourenvorschlägen können Nachwuchs-Ornis erfahren, wo Austernfischer, Graureiher und Seeadler zu beobachten sind. Thomas Schmidt: Was piept und fliegt in Hamburg? Ein vogelkundlicher Stadtführer; Junius, 16 Euro

… ausgewählt von Doris Claus, Torsten Meinicke und Gerlinde Schneider; Buchladen Osterstraße; Eimsbüttel

Was geht

Ferien mit Kuh: Mama Muh sprüht vor Tatendrang – sie will unbedingt die Rutsche am Ufer benutzen, um in den See einzutauchen. Aber der Weg ist eng und steil und gewiss nicht das einzige Problem, das sich der Kuh in den Weg stellt. "Mama Muh will rutschen", Bilderbuchkino für Kids ab vier Jahren.

Bücherhalle Rahlstedt, Amtsstraße 3a, 10.30–11 Uhr, Eintritt frei

Kriminelle Lesung: Im Tyrrhenischen Meer explodiert eine Motorjacht. Aus den Trümmern rettet Meeresbiologe Alex Martin einen Verletzten – und gerät in einen Strudel aus Gewalt, Macht und Intrigen. Thriller der Autorin Ute Barreis, die neben "Roter Ozean" auch aus "Weißes Gold" liest.

Speicherstadtmuseum, Am Sandtorkai 36, 19.30 Uhr, 10 Euro, Anmeldung unter 040 / 32 11 91

Nazi-Jagd bei Open Air: Fritz Bauer war im KZ, lebte später in Dänemark und Schweden – und kam doch zurück in das Land seiner Peiniger. Er setzte alles daran, NS-Verbrecher vor Gericht zu stellen. Regisseur Lars Kraume konzentriert sich in "Der Staat gegen Fritz Bauer" auf die Zeit der Suche nach Eichmann und dessen Ergreifung. Verschwörungsthriller unterm Alsterdorfer Sommerhimmel.

Alsterdorfer Markt, 21.15 Uhr, Eintritt frei

Was kommt

Goldener Tanz: An sieben Wochenenden haben sie die "Freiräume" des Goldbekhauses eingenommen. Das gleichnamige Tanzprojekt gibt die Orte nun ans Publikum zurück – mit einer inklusiven Site-Specific-Performance. Unter der Leitung von Anke Böttcher und Trinidad Martinez zeigen Tänzer mit und ohne Behinderung, wie frei oder wie unfrei sie sich fühlen.

Goldbekhaus, Moorfuhrtweg 9, Sa, 12 und 16 Uhr, 8 Euro, Anmeldung unter 040 / 278 702 22

Barmbek tanzt: Zirkusdirektoren, Swingtänzer und Zauberer treffen sich, um Barmbek zum Schwingen zu bringen. Beim Hofsommerfest feiert der Stadtteil sich selbst, lädt aber auch alle anderen Hamburger zur Glückseligkeit ein. "Barmbek schwingt", veranstaltet vom Museum der Arbeit, von der Zinnschmelze, Anrainern und der IG Fuhle.

Bert-Kaempfert-Platz, Sa ab 14 Uhr, Eintritt frei

Tagebuch derPubertät: Busen. Penis. Pickel. Peinlich. Bei den clubkinder Tagebuchlesungen tragen Erwachsene Passagen aus den Aufzeichnungen ihrer Jugend vor. Der Gast lacht mit und aus, ist aber insgeheim froh, dass alle dieselben Probleme mit Zahnspangen, Markenklamotten und dem ersten Sex hatten. Oder haben.

Grünspan, Große Freiheit 58, Sa, 19.30 Uhr, 9 Euro

Soul-Party: "Get down, do ya backdrops, spins & slide away on a fantastic wooden dance floor!!!" Schon die Ankündigung der "Northern Soul Motte Allnighter"-Party lässt die Hüften wackeln. Neben Hits der 60er und 70er gibt es R ’n’ B auf die Ohren – ausschließlich von Vinyl, versteht sich.

Motte, Rothestraße 48, Sa, 22 Uhr, 6 Euro

Bierlust: Da braut sich was zusammen! Die Craft Beer Days bieten 125 sommerlich-güldene Schätze von Brauereien aus ganz Europa. Dabei sind etwa Sorten wie Hoppy Bock und Alphatier, Fuchsteufelswuid und überNormalNull. Klingt verheißungsvoll – ran an die Tastinggläser!

Schanzenhöfe, Altes Mädchen, Lagerstraße 28 B, Sa 14–23 Uhr, So 14–20 Uhr, 5 Euro

Was bleibt

Elphi für alle: Mal wieder kein Ticket für die Elbphilharmonie ergattert? Und auch keine Hoffnung mehr, keine Kraft für die Jagd nach Karten? Das hat Hamburgs neues Monumentum erhört und bietet ab Sonntag ein großes "Konzertkino" auf dem Vorplatz an. Ohne Tickets lauschen Gäste dem Sommerprogramm – vier Vorstellungen lang. Danach geht der Run wieder los.

Elbphilharmonie, Vorplatz, Platz der Deutschen Einheit 1, So, 20 Uhr, bis 1. September, Eintritt frei

Hamburger Schnack

Ecke Hochallee/Hallerstraße, eine Mutter hat ihre Tochter aus dem Kindergarten abgeholt. Die Kleine hat schlechte Laune. Die besorgte Mutter: "Schätzchen, ist dir heute etwas Blödes passiert?" Tochter: "Ja, du!"

Gehört von Michael Seufert

Meine Stadt

Ein Elefant sucht Schutz vor dem Regen. © Wibke Ritscher

SCHLUSS

Sie lieben Süßes? Dann sind Sie im Michel richtig! Dort im Shop gibt es ab heute den ersten Michelhonig. Seit vergangenem Jahr leben Bienen auf einem Balkon in Höhe des fünften Turmbodens. Jetzt konnten erstmals 15 Kilogramm Sommerblütenhonig geerntet werden. In 50-Gramm-Gläsern geht die süße Köstlichkeit über den Tresen, jeder Kunde darf maximal drei Stück mitnehmen, "damit möglichst viele Menschen in den Genuss des Michelhonigs kommen können". Vermutlich wird aber auch diese Regelung nicht vor einem schnellen Ausverkauf schützen. Vom ersten Ewald-Bienen-Honig aus dem Stadion des FC St. Pauli gab es Anfang August sogar fast 70 Kilo – und trotzdem waren alle Gläser nach wenigen Tagen weg, heißt es aus dem Fanshop.

Das war sie wieder, die Elbvertiefung. Wollen Sie uns Ihre Meinung sagen, wissen Sie etwas, über das wir berichten sollten? Schreiben Sie uns: elbvertiefung@zeit.de

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende. Montag lesen wir uns wieder, wenn Sie mögen!

Ihr Mark Spörrle

 

PS: Gefällt Ihnen unser Letter, leiten Sie ihn gern weiter. Haben Sie ihn weitergeleitet bekommen, melden Sie sich ganz einfach und unverbindlich an unter www.zeit.de/elbvertiefung. Dann schicken wir Ihnen die neue Elbvertiefung, solange Sie wollen, immer montags bis freitags ab 6 Uhr.