Am Donnerstag öffnet der Golden Pudel Club wieder seine Türen. Die Betreiber des Kultladens im Stadtteil St. Pauli wollen den Club nach einer eineinhalbjährigen Pause wiederbeleben. Ab September soll der Pudel dann täglich geöffnet sein, das genaue Programm findet man auf der Homepage des Clubs. Mitgründer Schorsch Kamerun bestätigte gegenüber dem Hamburger Abendblatt: "Ja, es geht wieder los."

Mehr als zwanzig Jahre lang hatten sich im Pudel die Größen der Hamburger Szene getroffen und gefeiert. Der Club war ein beliebter Ort zum Tanzen und Feiern. Im Februar 2016 aber hatte ein – vermutlich vorsätzlich gelegtes – Feuer den Dachstuhl des Gebäudes zerstört, der Pudel musste schließen. Darauf folgten viele Solidaritätsbekundungen von Fans und Freunden sowie ein Kleinkrieg der Betreiber um die Zukunft des Clubs, der im Sommer vergangenen Jahres beigelegt wurde. 

Für den Wiederaufbau zahlte der Bezirk Altona 100.000 Euro, die Stadt Hamburg noch einmal das Doppelte. Insgesamt werden die Kosten auf rund 850.000 Euro geschätzt.

Ab Donnerstag kann das Untergeschoss des über 100 Jahre alten Hauses in der Nähe des Fischmarkts wieder als Tanzfläche genutzt werden. Dieser Teil des Gebäudes war vor allem durch Löschwasser beschädigt worden. Das Obergeschoss ist noch nicht vollständig saniert, den Wiederaufbau wollen die Clubbetreiber 2018 abschließen.