Mark Spörrle © Vera Tammen

Guten Morgen,

was ist Superfood? Das sind eigentlich Lebensmittel, die besonders förderlich für Gesundheit und Wohlbefinden sind, die sogar, so eine Definition des Europäischen Informationszentrums für Lebensmittel, "einen höheren gesundheitlichen Nutzen als andere Nahrungsmittel haben". Superfood ist ein Megatrend. Es gibt es auch in Pillenform mit Namen wie "Detox" oder "Immun", und neulich stellte in der Vox-Show "Höhle des Löwen" ein Hamburger ein neues pflanzliches Nahrungsergänzungsmittel namens "Veluvia" vor. So überzeugend, dass sich gleich mehrere anwesende Geldgeber am Geschäft mit den Pillen beteiligen wollten. Den Zuschlag bekamen der weithin bekannte Investor Carsten Maschmeyer und der Verkaufsexperte Ralf Dümmel. Und schon während der Sendung ging die Nachfrage nach Veluvia durch die Decke.

Nun fragt sich die Verbraucherzentrale Hamburg, warum Superfood in Pillenform gerade so gehypt werde, "denn die Versprechungen sind vage und wissenschaftlich nicht belegt". Bei Veluvia etwa würden "alle Register zur Vermarktung eines Wundermittels gezogen", schreiben die Verbraucherschützer auf ihrer Seite. "Rechtlich wenig angreifbar wird der Gründer in Berichten beispielsweise mit den Worten zitiert: ›Leute, die mich von vor drei oder vier Jahren kennen, sagen, ich sehe zehn Jahre jünger aus.‹ Und angesichts eines Werbespruchs von Veluvia – "Hast Du heute schon genug Obst & Gemüse gegessen?" – haben sich die Experten gleich mal das Produkt Veluvia "Green" angesehen, eine Mischung aus 14 Obst- und Gemüse-Pulvern und -Extrakten sowie Grüntee-Extrakt; sogar bio.  

Ihr Fazit: Die Inhaltsstoffe ersetzen keineswegs eine ausgewogene Ernährung. Ganz im Gegenteil: Rechne man anhand der empfohlenen Tagesdosis der Pillen etwa die in den Packungen enthaltenen Mengen an Erdbeer- und Brokkoli-Pulver um, könne das – "grob über den Daumen gepeilt" – "höchstens einem Drittel einer frischen Erdbeere und einem kleinen Einzelröschen Brokkoli pro Monat (!) entsprechen".

Die "Mikromengen", so die Verbraucherschützer, "sind ein Hohn": "Selbst wenn man davon ausgeht, dass das Pulver konzentrierter ist als frisches Obst, sind die Mengen in den Kapseln marginal – dafür sind sie mit 118,70 Euro pro 100 Gramm schön teuer."

Dem "Hamburger Abendblatt" sagte der Hersteller Veluvia dazu, man entziehe den Obst- und Gemüsesorten schonend und im Schockfrostverfahren unter null Grad das Wasser. "Dadurch reduziert sich das Gewicht um 90 bis 98 Prozent je nach Sorte", zitiert das "Abendblatt" die Veluvia-Geschäftsführerin Beatrice De Francesco. Teilweise würden "die Gemüsesorten noch weiter konzentriert, das heißt von unnötigen Bestandteilen befreit". Es komme aber nicht auf die Menge an, sagt sie noch, "sondern auf den Nährstoffgehalt".

Superfood also mit Miniinhalt: "Für uns", schreibt die Verbraucherzentrale, "ist die TV-Show auf VOX die ›Butterfahrt‹ des digitalen Zeitalters. Verbrauchern werden subtil und mit viel Tamtam überteuerte und häufig nutzlose Produkte angedreht. Fallen Sie nicht darauf herein!" Vielleicht kommt das für viele etwas spät.

Sieht man die Bahn vor lauter Bäumen nicht?

Die Züge von Hamburg nach Berlin fuhren gestern wieder, in der Gegenrichtung allerdings nur über eine Umleitung via Stendal und Uelzen. In den Köpfen ist das Bahn-Chaos aber noch lange nicht vorbei. "Wieso fallen Bäume nie auf Autobahnen?", fragte sich nicht nur eine Leserin. Jedes Mal wenn es stürmt, so wie letzte Woche im Fall von "Xavier", hat man den Eindruck, dass alle Bahnstrecken durch den Wald führen. Das ist nicht einmal so abwegig: Die Deutsche Bahn ist einer der größten Waldbesitzer in Deutschland und beschäftigt sogar etwa 20 eigene Förster, erklärte uns eine Bahnsprecherin. Die Bepflanzung am Gleis würde jedoch regelmäßig kontrolliert und zurückgeschnitten. An besonders gefährdeten Stellen sogar in einem V-Schnitt, bei dem die Bäume, je dichter sie am Gleis stehen, desto kleiner gehalten werden. Dass sich von gesunden Bäumen trotzdem Äste lösten und die Oberleitung beschädigten, das, so die Sprecherin, könne man einfach nicht verhindern. Ein Paradoxon: Die Bahn sagt, sie mache alles richtig – und trotzdem landen nicht nur Zweige, sondern ganze Bäume auf den Gleisen. Da muss man doch vermuten: Ganz so optimal läuft es doch nicht. Im Nachgang, so die Sprecherin, werde man sich noch einmal Gedanken machen, wie sich die Bahn auf solche extremen Wetterlagen besser vorbereiten könne. Ob nun künftig bei Orkanwarnung, aber ja nicht früher (Prophylaxe ist uncool), Bahnleute mit Motorsägen im Laufschritt ausrücken? Das durch die Community der Bahnreisenden geisternde Argument, das Baum-Desaster habe an übermäßigen Umweltschutz-Auflagen gelegen, weist wiederum der Nabu zurück: Zwar darf man Bäume sieben Monate im Jahr nicht fällen, aber: Verkehrssicherheit gehe klar vor Umweltschutz, sagt Birgit Hilmer, Pressesprecherin des Nabu Hamburg. Das regle Paragraf 39 des Bundesnaturschutzgesetzes.

Stadtteilschüler dürfen mehr lernen

Es klingt ein wenig wie höhere Schulmathematik: An Stadtteilschulen haben Hamburger Kinder – theoretisch – mehr Unterricht als ihre Kollegen an den Gymnasien, weil sie ja ein Jahr länger Zeit für das Abi haben. Etwas mehr als zehn Prozent der Stadtteilschüler gehen jedoch bereits nach der 10. Klasse ab, weshalb sie weniger Unterricht und deshalb auch weniger Kompetenzen gerade in den Fächern Mathematik (ohnehin nicht gerade der Star unter den Kids) und Deutsch aufweisen. Das soll sich nun nach dem Willen des Senats ändern. Von spätestens 2019 an sollen in den 5. bis 10. Klassen insgesamt 152 zusätzliche Unterrichtsstunden der Vertiefung gerade dieser Lerninhalte dienen. Dies soll jene Schüler fitter machen, die früher abgehen und danach auf dem Arbeitsmarkt mit kompetenteren Gymnasiasten konkurrieren müssen. Die zusätzlichen Stunden für die Lernvertiefung sind Bildungssenator Ties Rabe rund 3,5 Millionen Euro pro Jahr wert, lediglich eine von vier Wochenstunden müssten die Schulen von anderen Fächern abzwacken. 50 volle Lehrerstellen sollen zusätzlich besetzt werden. Wie die Schulen die Stunden gestalten, bleibt ihnen großteils selbst überlassen. "Das kann in Projektarbeit oder in Form von Workshops erfolgen", sagt Peter Albrecht von der Bildungsbehörde.

"Man konnte hier als Monteur, ehemaliger Obdachloser oder als Arzt einziehen"

Gestern Abend wurde die Stiftung Ros mit dem Hamburger Stiftungspreis ausgezeichnet. Sie setzt sich für den Erhalt des Ledigenheims in der Rehhoffstraße ein. Die Stiftungsgründer Antje Block und Jade Jacobs hatten im Erdgeschoss erst Räume für ihre Arbeitsgruppe gemietet und sich dann des Hauses angenommen. Wieso? Wir haben mit Jade Jacobs gesprochen.

Elbvertiefung: Herzlichen Glückwunsch! Können Sie uns kurz erklären, was ein Ledigenheim macht?

Jade Jacobs: Das ist eine tolle Erfindung der Vergangenheit, die bis heute nicht an Strahlkraft verloren hat. Es waren Heime für alleinstehende unabhängige Menschen, die ohne Familie an fremden Orten wohnen sollten. In unserem Fall ist die einzige Einschränkung, dass man männlich sein muss. Das Ledigenheim Rehhoffstraße wurde 1912 oder 1913 gegründet, schon damals für Hafenarbeiter, Monteure und Seeleute, denn der Hafen boomte, und viele junge Männer schliefen damals als Schlafgänger bei fremden Familien.

EV: Ihre Stiftung konnte das Haus zum Jahreswechsel übernehmen. Wie kamen Sie dazu?

Jacobs: Antje Block und ich waren eigentlich nur Nachbarn, die nicht zusehen wollten, wie dieses tolle, denkmalgeschützte Wohnheim mit seinen Charakteren vor die Hunde geht. Wir engagieren uns schon seit 16 Jahren ehrenamtlich. 2013 haben wir die Stiftung in einer Alles-oder-nichts-Situation gegründet. Dann haben wir alle Menschen in unseren Telefonbüchern kontaktiert. Innerhalb der ersten Monate hatten wir auf diese Weise 120.000 Euro beisammen.

EV: Was machen Sie mit dem Preisgeld?

Jacobs: Wir bezahlen davon endlich einmal das Porto, Telefon und Putzmittel. Das haben wir über weite Strecken aus der eigenen Tasche beglichen.

EV: Braucht es heute überhaupt noch Ledigenheime?

Jacobs: Man kann auch in einer Barmbeker Singlewohnung auf 23 Quadratmetern in anonymer Form nebeneinanderher wohnen. Das Ledigenheim ist eine Möglichkeit für alleinstehende Männer, in einer Hausgemeinschaft, ähnlich einer WG, zusammenzuwohnen, und zwar generations- und milieuübergreifend. Man konnte hier immer als Monteur, ehemaliger Obdachloser oder als Arzt einziehen. Die einzige Forderung ist gegenseitige Rücksichtnahme. Jeder wohnt hier in einem eigenen Zimmer, aber man teilt Bäder und Küchen.

EV: Ist denn Damenbesuch erlaubt?

Jacobs: Früher waren die Sitten strenger, bis 22 Uhr musste das "Frauenzimmer" das Haus verlassen haben. Im Laufe der Jahrzehnte wurde das immer lockerer gehandhabt, wird aber auch heute nicht so gern gesehen, schließlich gibt es Gemeinschaftsduschen.

EV: Verlassen die Männer das Heim, wenn sie eine Beziehung eingehen?

Jacobs: 70 Prozent der Männer ziehen erst wieder aus, wenn sie sterben. Für viele ist das Ledigenheim eine Art Hobbykeller, wo sie unter sich sein können. Hier können sie bestimmte Freiheiten ausleben, was in der gemeinsamen Wohnung mit einer Partnerin nicht möglich wäre. Es gibt aber Haushaltsdamen, die für eine gewisse Grundreinigung sorgen. Sonst würden sich die Männer vermutlich ein bisschen gehen lassen.

EV: Existieren ähnliche Projekte auch für alleinstehende Frauen?

Jacobs: Es gibt in Hamburg über 100 Wohnstifte, die meisten für Damen. Die Ledigenheime in Hamburg und München sind die einzigen noch in dieser Form betriebenen Heime für Männer in Deutschland. Aber wenn wir einmal die Mittel und die Zeit für ein neues Projekt haben sollten, würden wir etwas für alleinstehende Elternteile mit Kind oder für wohnungslose Frauen machen. Da gehen die Zahlen immer weiter nach oben.

O la Paloma

Nun ist bekannt, wie das neue Paloma-Viertel an der Reeperbahn aussehen soll. Die Neubauten stehen an der Stelle der alten Esso-Häuser; um deren Abriss und die Neugestaltung des Areals gab es viel Streit. Aber nun ist alles gut. Rund 200 Wohnungen, Läden, ein Hotel sowie das Subkultur-Cluster für Initiativen und Ideen aus dem Stadtteil sollen hier entstehen, Platz soll auch für den Club Molotow und das Musikerhotel Kogge sein. Allerdings muss noch der städtebauliche Vertrag zwischen dem Bezirk und dem Investor "Bayerische Hausbauunterschrieben werden. Darin geht es unter anderem um die Aufteilung und die Nutzung der Gebäude, berichtet das "Abendblatt", auch sollen die Bewohner der alten Esso-Häuser zu guten Mietkonditionen in den Neubau ziehen. Geplant ist der Vertragsabschluss noch für dieses Jahr. Noch nicht geklärt seien aber einige "Dinge, die Geld kosten", sagte uns Christoph Schäfer von der Planbude, die an der Vertragsaushandlung beteiligt ist. Ein Beispiel: "Die Bindungsdauer der Sozialwohnungen ist noch in der Verhandlung", sagt er. Über Details sei man aber zur Verschwiegenheit verpflichtet. Gebaut werden soll ab Herbst 2018, einziehen könnte man dann angeblich im Jahr 2020.

Codieren Sie Ihr Fahrrad!

Gestern hat die Polizei Hamburg ihre neue Statistik veröffentlicht, nach der es – Schulterklopfen! – mit der Kriminalität in Hamburg abwärts geht. Die Gewaltdelikte etwa sind auf einem Zehn-Jahres-Tief, und die Zahl der Fahrraddiebstähle ist um enorme rund 20 Prozent zurückgegangen. Letzteres führe man auch darauf zurück, dass eine eigene Ermittlungsgruppe eingerichtet worden sei, so Polizeisprecher Timo Zill: "Wir hatten die Vermutung, dass erhebliche Fallzahlen durch Banden verübt werden und wir es mit organisierter Kriminalität zu tun haben." Die "Arbeitsrate Fahrrad", bestehend aus sieben Mitarbeitern, wurde im Frühjahr 2016 gegründet. Man sei davon ausgegangen, dass die Einrichtung einer Sonderkommission "nicht örtlich gebundene Straftäter" abschrecken und sie dazu bringen würde, Hamburg wieder zu verlassen. Offenbar war das die richtige Taktik. Ihr größter fahrradtechnischer Erfolg gelang der Polizei im April, als sie in mehreren Lagerhallen Hunderte Fahrräder sicherstellte, die höchstwahrscheinlich gestohlen worden waren. Den potenziellen Eigentümern dieser Räder hat der große Fahrrad-Fund übrigens bislang wenig genutzt: Zwar meldeten sich 850 Hamburger bei der Polizei, es gibt auch eine Fahrrad-Bildergalerie, aber nur rund 30 bekamen ihr Fahrrad zurück: Vielen fehlte schlicht ein Beweis wie ein Kaufbeleg oder eine Quittung. Timo Zill wirbt deshalb dafür, sein Rad mit einem persönlichen Code versehen zu lassen, mit dem der Besitzer schnell festgestellt werden kann. Mehr zur Codierung gibt es hier.

Kaffeepause

Wandel statt Stillstand

Schon seit 1883 gibt es das Café Reinhardt im Alstertal. Das Interieur ist zeitlos elegant, die Kuchenauswahl lässt jedes Kuchenherz höherschlagen, und die Atmosphäre ist freundlich-familiär. Was für eine Auswahl! Sahnetorten aller Art, Fruchtschnitten und zahlreiche Blechkuchen rekeln sich hinter dem Glas des Tresens. Das wirklich Schöne dabei: Der Kuchen kommt ebenso wie die Atmosphäre trotz aller Eleganz herrlich unprätentiös daher. Das Leben, so scheint es, wird nicht draußen vor die Türe verbannt. Die Lübecker Nusstorte ist ebenso lecker wie die Eierlikörsahnetorte. Beide stehen gerade auf dem Teller, sind aber jenseits von starrliniger Perfektion. Und auch wenn das Publikum durchweg der Eleganz der Räumlichkeiten entspricht, man trägt Blüschen und Kleidchen, Janker und Hemd, wird an dem einen Tisch gearbeitet, an einem anderen nach einem Stromanschluss für das Telefon gesucht und sich am dritten Tisch darüber unterhalten, wie sich das Leben geändert hat in den vergangenen Jahren. Vielleicht liegt darin das Geheimnis dieses Cafés: sich treu zu bleiben, ohne stehen zu bleiben.

Poppenbüttel, Café Reinhardt, Poppenbüttler Hauptstraße 37, Mo–So, 9–19 Uhr

Elisabeth Knoblauch

Verlosung

Auf Einladung des Harbour Front Literaturfestivals, der Ullstein Buchverlage und der ZEIT kommt John le Carré in die Elbphilharmonie. Dort wird er zunächst einen Vortrag in deutscher Sprache halten und anschließend mit dem ZEIT-Redakteur und Terrorexperten Yassin Musharbash sprechen. Wir verlosen für das Event noch zwei Karten. Senden Sie uns bitte einfach bis zum Ende des Tages Ihren Namen und den Ihrer Begleitung unter dem Stichwort "John le Carré" an elbvertiefung@zeit.de. Viel Glück!

Großer Saal der Elbphilharmonie, Platz der Deutschen Einheit 1, Sonntag, 16 Uhr

Was geht

Grömmel-Kino: Das kleine Schwein schleicht sich in der Nacht ins Haus der Grömmels. Die sind groß und gefräßig – und echt sauer, als sie am nächsten Morgen den Frechdachs bemerken. Aber Zähne und Krallen machen einem Schwein doch keine Angst?! "7 grummelige Grömmels und ein kleines Schwein", Bilderbuchkino für Kids ab vier Jahren.

Bücherhalle Mümmelmannsberg, Feiningerstraße 8, 15 Uhr, Eintritt frei

Film auf Reisen: Eiferer, Eliten, aber auch selbstbewusste Frauen säumen den Weg von "Azmaish – a journey through the subcontinent". Gemeinsam mit Schauspielerin Kalki Koechlin bereiste Regisseurin Sabiha Sumar Indien und Pakistan. Der Dokumentarfilm des Abenteuers zeichnet ein komplexes Bild der Nachbarstaaten, die sich oft ähnlicher sind, als ihnen bewusst ist. Im Rahmen des Filmfests ist Regisseurin Sumar heute zu Gast im Metropolis.

Metropolis, Kleine Theaterstraße 10, heute 19 Uhr, Do 19.15 Uhr im Abaton, 9,50 Euro

Buch mit Kompass: Am 20. Juli 1944 zündete Claus Schenck Graf von Stauffenberg eine Bombe in Hitlers Hauptquartier. Sein Vetter Caesar von Hofacker hatte das Attentat von Paris aus mitgeplant und wurde als Verschwörer hingerichtet. In "Geisterkinder" erzählt Valerie Riedesel, Enkelin von Hofackers, die Ereignisse aus Sicht der Familie. Sie erinnert damit an einen Wertekompass, der in stürmischen Zeiten zu navigieren hilft – und auch heute noch gilt.

KörberForum, Kehrwieder 12, 19 Uhr, Anmeldung online

Reif fürs Konzert: "Hohes technisches Niveau, Bühnentauglichkeit und künstlerische Ausstrahlung" müssen Musiker mitbringen, um am Hamburger Konservatorium studieren zu dürfen. Besondere Talente dürfen nach dem Grundstudium die Künstlerische Reife absolvieren, so etwa die Sopranistinnen Risa Kawamura und Kaori Murata. Im Abschlusskonzert brillieren sie mit Werken von Strauss, Debussy, Rachmaninow und Schumann.

Hamburger Konservatorium, Sülldorfer Landstraße 196, 20 Uhr, Eintritt frei

Was kommt

Leinwand-Heimweh: Zaineb wächst in Tunesien ohne Vater auf. Als ihre Mutter einen Kanadier kennenlernt, wandert sie mit Tochter aus. Die aber beschließt, Kanada zu hassen. Der Dokumentarfilm "Zaineb hasst den Schnee" begleitet das tunesische Mädchen sechs Jahre lang dabei, wie es sich mit seinem neuen Zuhause arrangiert. Hochaktuelle Doku im Rahmen des Filmfests Hamburg für Kids ab elf Jahren.

Abaton, Allende-Platz 3, morgen, 10 Uhr, 4,50 Euro

Hamburger Schnack

Zwei Kinder vor dem Zeitungsständer, der große Bruder zur kleinen Schwester: "Guck mal, das ist Martin Schulz. Der wollte Angela Merkel werden."

 

Gehört vonHeike Kleen

Meine Stadt

Ein Florist in Erklärungsnot? Schuldzuweisung im Blumenladen. Gesehen in Barmbek Süd. © Kai Behrends

Das war sie wieder, die Elbvertiefung. Wollen Sie uns Ihre Meinung sagen, wissen Sie etwas, über das wir berichten sollten? Schreiben Sie uns: elbvertiefung@zeit.de

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Morgen lesen wir uns wieder, wenn Sie mögen!

Ihr Mark Spörrle

 

PS: Gefällt Ihnen unser Letter, leiten Sie ihn gern weiter. Haben Sie ihn weitergeleitet bekommen, melden Sie sich ganz einfach und unverbindlich an unter www.zeit.de/elbvertiefung. Dann schicken wir Ihnen die neue Elbvertiefung, solange Sie wollen, immer montags bis freitags ab 6 Uhr.