Mark Spörrle © Vera Tammen

Guten Morgen,

Flucht aus der Karibik statt Sun of Jamaika: Nachdem vorgestern Abend die FDP die Sondierungsgespräche zur Bildung einer neuen Bundesregierung platzen ließ, kritisieren auch Hamburger Politiker die Liberalen als "verantwortungslos" und "starrsinnig". "Die Herren Lindner und Kubicki haben sich wie Zocker um die Zukunft unseres Landes aufgeführt", sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Andreas Dressel. Die Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank, Bündnis 90/Die Grünen, äußerte gegenüber dem Radiosender NDR Info den Verdacht, die FDP habe die Entscheidung zum Abbruch der Verhandlungen nicht erst am Sonntagabend getroffen. "Das ist für mich eher die Abteilung Budenzauber und Populismus." CDU-Chef Roland Heintze fand es enttäuschend, dass die FDP das Handtuch geworfen hat, da eine Einigung doch möglich erschienen sei; man habe sich sogar den Grünen angenähert. "Dass nun ausgerechnet die FDP hinwirft, enttäuscht mich sehr." Heintze rief die SPD auf, Sondierungsgespräche mit der CDU zu führen, um Neuwahlen zu verhindern. Aber genau das schloss gestern der SPD-Parteivorstand aus.

Katja Suding, stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende, sah, wenig überraschend, die Schuld bei den anderen: "Wir waren bereit, Kompromisse einzugehen", sagte Suding. Man habe aber bei Themen wie Bildungs- und Steuerpolitik eine "liberale Handschrift nicht erkennbar machen" können. "Und deshalb", ätsch, "ist unser Platz jetzt in der Opposition." Nein, "ätsch" sagte sie nicht. Aber kann man es sich nicht wunderbar dazudenken?

Fragt sich noch: Stecken wir nun, wie Kommentatoren anfangs schrieben, tatsächlich in einer Regierungskrise, oder zeigen die Fehlsondierungen eher, dass nicht nur Angela Merkels Konsenspolitik am Ende ist, sondern dass endlich auch mal Leben in unsere demokratischen Parteien kommt? Mal angenommen, fast alle wollten jetzt in die Opposition, weil Kritisieren immer leichter ist als Regieren: Wäre eine Minderheitsregierung wirklich so schlimm? Oder gibt es tatsächlich Neuwahlen, und wenn ja: War das von jemandem geplant? Fragen über Fragen, mit denen sich natürlich auch die nächste Ausgabe der ZEIT beschäftigen wird. Jede Menge Informationen samt Liveblog und Umfrage finden Sie jetzt schon bei unseren Kollegen von ZEIT ONLINE.

Gefesselt oder nicht?

Ein verurteilter früherer Sexualstraftäter ist in Hamburg wieder auf – ja, was? "Freiem Fuß" trifft es eigentlich nicht ganz; immerhin trägt er eine elektronische Fußfessel. Der Mann war 2006 wegen Vergewaltigung, schwerem sexuellem Missbrauch und gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden. Wie das "Hamburger Abendblatt" schrieb, hatte er, auf Bewährung wegen einer Vergewaltigung, ein zwölfjähriges Mädchen vergewaltigt und fast erwürgt. Nach seiner Entlassung hatte er eine Fußfessel getragen und dabei so oft gegen seine Auflagen verstoßen, dass er erneut verurteilt wurde. Nun hat er seine Strafe verbüßt, ist frei – und trägt wieder eine Fußfessel. Laut "Abendblatt" wird der 47-Jährige von Experten als "abhängig von Alkohol und Kokain, mit dem Hang zu schwächeren Personen wie Kindern, Frauen und Behinderten" eingeschätzt. Eine Fußfessel ist keine engmaschige Echtzeitüberwachung: Sie wird zwar vor allem für Menschen angeordnet, die Sexualstrafen begangen haben. Aber niemand sitzt rund um die Uhr vor einem Bildschirm, kontrolliert, wo sich der Fußfessel-Träger aufhält und schlägt Alarm, sobald der sich etwa einer Schule nähert. Vielmehr überwacht man mithilfe der Fußfessel Weisungen wie in diesen Fall die Auflage, dass der Überwachte Hamburg nicht ohne Erlaubnis verlassen darf. Verstößt er dagegen, geht ein Alarm los. Doch, die elektronische Aufenthaltsüberwachung sei "eine einschneidende Maßnahme", sagt Jörg Kinzig, Professor an der Uni Tübingen und Direktor des Instituts für Kriminologie, der im Auftrag des Bundesjustizministeriums und des Bundesamts für Justiz dazu geforscht hat. "Der Gesetzgeber hofft: Wenn jemand weiß, dass er überwacht und schnell erwischt wird, lässt er die Finger von Straftaten", sagt Kinzig. Trotzdem: "Eine absolute Sicherheit kann die Fußfessel nicht herstellen."

Neue Plattform für die Schulsuche

Eltern! Wenn Sie noch eine Schule für Ihr Kind suchen, brauchen Sie jetzt nicht mal mehr von Ihrem Smartphone aufzublicken. Gestern hat Bildungssenator Ties Rabe das neue digitale Schulinformationssystem freigegeben. Die Plattform enthält alle 374 staatlichen Hamburger Schulen – die privaten sind außen vor –, zeigt Schülerzahl und Schulprofil an, verrät den nächsten Tag der offenen Tür und bietet den letzten Schulinspektionsbericht zum Download. Man kann nach Bezirk und Stadtteil filtern oder nach Fremdsprachen oder Schwerpunkt. Die Schulsuche soll damit ähnlich leicht werden wie eine Flugbuchung. Das klingt toll, auch wenn später doch Turbulenzen auftreten können, weil etwa bei den weiterführenden Schulen die freie Schulwahl der Eltern dort ihre Grenzen hat, wo es mehr Anmeldungen als Plätze gibt – und dann Geschwisterkinder sowie in der Nähe Wohnende bevorzugt werden. Am besten, Sie sehen sich das neue Infosystem selber an. Aber im Ernst, die Schule sollte man sich auch anschauen ...

"Sehnsucht nach Frieden"

Wie ist es, als Kind oder Jugendlicher den Krieg erlebt zu haben? Wie wird ein Leben danach möglich? Die Paulus-Kirchengemeinde in Altona ist genau diesen Fragen nachgegangen. Im dritten Buch "Sehnsucht nach Frieden", das im Rahmen der Biografiewerkstatt entstanden ist, kommen zwölf Zeitzeugen zu Wort. Wir sprachen mit der Initiatorin, Pastorin Friederike Waack, über das Erinnerungsprojekt.

Elbvertiefung: "Sehnsucht nach Frieden" lautet der Buchtitel. Ist das auch der rote Faden in den Erzählungen Ihrer Zeitzeugen?
Friederike Waack: Konkret ausgesprochen wird das in den Texten nicht, aber es schwingt mit. In dem Buch geht es um die schrecklichen Kriegserlebnisse, welche die Interviewten, die heute 74 bis 90 Jahre alt sind – damals waren sie Kinder oder Jugendliche –, erlebt haben, wie Bombennächte oder Flucht. In den Texten wird deutlich, wie wichtig es ist, wieder aufatmen zu können, nicht mehr bedrückt sein zu müssen und vor allem keine Angst ums Leben mehr haben zu müssen. Aber eben auch, sich mit dem eigenen Schicksal auszusöhnen.

EV: Mit dem Buch soll ein Stück Geschichte bewahrt werden. Auf der anderen Seite, so heißt es, wollen Sie mit den Erzählungen auch dem "Trend des rechten Gedankenguts" etwas entgegensetzen ...
Waack: Das kann nur indirekt stattfinden, indem wir die Geschichten dieser ganz normalen Menschen aufgreifen, die erlebt haben, wie Krieg ist. In Deutschland gehen wir heute ganz selbstverständlich davon aus, dass wir hier in Frieden leben, während das in vielen anderen Ländern nicht der Fall ist. Auch in Deutschland spitzt sich die politische Situation zu. So zeigte sich in den Gesprächen auch die Sorge um den deutschen Frieden aufgrund der zunehmenden Stärke der AfD.

EV: Inwiefern vermag das Buch konkret etwas gegen rechtes Gedankengut auszurichten?
Waack: Wir informieren indirekt durch anschauliche Lebensgeschichten, zu welchen Konsequenzen damals das Gedankengut der Nazis geführt hat. Und haben dabei die Hoffnung, dass auch so manche politische Aussage kritischer – gerade von jungen Menschen – hinterfragt wird. 

EV: Wie gehen die einzelnen Zeitzeugen mit ihrer eigenen Rolle damals um? Reflektiert, kritisch?
Waack: Man darf nicht vergessen, dass die Interviewten zu dieser Zeit noch sehr jung waren. Dazu kommt, dass nach dem Krieg so gut wie alle mit diesen Erlebnissen zu kämpfen hatten. Zu dieser Zeit war das normal. Damals durften oder konnten sie nicht über diese Erlebnisse sprechen. Die Auseinandersetzung mit diesem Teil der Vergangenheit begann erst in den letzten Jahren, auch das Nachdenken darüber. Nur ein Text ist politischer, die Erzählerin war zeitlebens politisch und auch in der Friedensbewegung aktiv.  

EV: Das Buch ist eine Sammlung erzählter Erinnerungen. Aber Erinnerungen können auch trügerisch sein.
Waack:
 So weit wir es konnten, haben wir die historischen Fakten überprüft. Eine Einordnung liefern wir nicht, die Texte stehen nebeneinander. Meiner Meinung nach gibt es keine objektive Wahrnehmung dessen, was Menschen erleben. Insofern ist das, was der Einzelne erzählt, auch das, an was er sich erinnert, oder was er sich in seiner Erinnerung zurechtgelegt hat. Für die Interviewten ist das die – also ihre – Wahrheit.

"Ich stehe in der Kälte und warte auf’n Taxi ... "

Kaum jemand will noch Taxifahren. Zumindest nicht als Beruf. Und heute landen auch kaum noch studierte Akademiker hinterm Lenkrad. Dabei wäre man froh über jeden Studenten, der seinen Taxischein machen möchte, sagt Claus Hönig, Pressesprecher von Hansa-Taxi. Auch Frauen, die einen Wiedereinstieg ins Berufsleben suchen, oder Ältere würde man gern anwerben. Aber dank der guten Konjunktur ist die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt groß. "Es war noch nie so schwer, angestellte Fahrer oder selbst fahrende Unternehmer zu finden wie heute", sagt Roman Dziallas, Geschäftsführer der Funk-Taxi Wilhelmsburg GmbH. Aus seiner Sicht liegt das auch an den starren Arbeitszeiten, an die sich Taxifahrer halten müssen. Die Wochenarbeitszeit beträgt 48 Stunden, dazu zählt auch die Zeit, in der ein Fahrer auf den nächsten Gast wartet und keinen Umsatz einbringt. Andere Unternehmen lösten dieses Problem, indem sie ihre Fahrer einfach selbst über ihre Arbeitszeiten bestimmen lassen, erklärt Dziallas. Für ihn sei das jedoch keine Alternative, denn dann könne man den Kunden nicht garantieren, dass sie zu jeder Zeit ein Taxi bekommen. Obendrein ist die Zahl der Taxis in Hamburg auf 3000 Fahrzeuge gesunken, weil viele kleinere Unternehmen, die nicht an eine Taxizentrale angeschlossen sind, den Mindestlohn nicht zahlen können. Eine weitere Erklärung dafür, warum man in Hamburg gerade frühmorgens so schwer ein Taxi bekommt ...

Waterwalk: Laufen für sauberes Trinkwasser

30 internationale Läufer haben sich am 6. November morgens um 8.30 Uhr auf den Weg zu einem 550 Kilometer langen Fußmarsch von Ruanda nach Uganda gemacht – dahinter stecken Gründer, Mitglieder und Unterstützer des Vereins Viva con Agua. Was sie antreibt, ist ihre Vision: "Wasser für alle – alle für Wasser." Das Ziel: Irgendwann sollen alle Menschen auf der Erde Zugang zu sauberem Wasser und Sanitärversorgung haben. Mit dem Waterwalk 2017 wollen die Läufer noch eine Woche lang Spenden für Wasserprojekte in den beiden Ländern sammeln, 30.000 Euro sollen hier insgesamt zusammenkommen, und die Gründung von Viva con Agua Uganda feiern, dem ersten außereuropäischen Ableger des Vereins. Den haben die Menschen vor Ort eigenständig gegründet, schließlich wissen sie am besten, was fehlt und wie sie sinnvolle Projekte verwirklichen können. Einer der Gründer ist Adam Laquch, der nun als Jurist und Projektmanager für Viva con Agua Uganda arbeitet, und damit seinen Traum lebt: "Das ist es, was ich in meinem Leben machen möchte", sagt er. "Ich bin glücklich darüber, meine Energie in diese Vision zu stecken und dabei die Welt mit Kunst und Musik zu verbinden." Wie wichtig solche Projekte und Menschen wie Laquch sind, zeigen die Zahlen: Noch immer haben 663 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, ganze 2,4 Milliarden leben ohne Sanitärversorgung. Zu den Läufern gehört auch der Initiator und Ex-Fußballer Benjamin Adrion, der sich eigens für den Waterwalk einen Instagram-Account zugelegt hat, auf dem man ihn virtuell beim Zelten, Wasserfiltern und Marschieren begleiten kann. Was die Europäer bei der Planung allerdings nicht bedacht hatten: Der Lauf fällt genau in die Regenzeit. Wir drücken die Daumen, dass die regendichten Ponchos auch vor Starkregen schützen.

Kaffeepause

Im Schokokuchenhimmel

 

Bei garstigem Wetter sind warme, gemütliche Orte besonders wichtig, nicht nur, um sich wieder aufzuwärmen. Ein solcher findet sich im Souterrain in der Papenhuder Straße unweit der Alster. Hier liegt in freundlichen, hellen Räumen mit hübschem Mobiliar, betrieben von zwei fröhlichen Frauen, die Näscherei. Nach eigener Auskunft bereiten sie den einzigen Butterkuchen Hamburgs ohne Hefe zu. Ganz einfach, weil sie Hefe nicht so gern mögen. Der Rührteig mit den Mandelblättchen darüber schmeckt auf jeden Fall buttrig-zart. Auch der Rhabarber-Baiser-Kuchen überzeugt, wenn man sich auch vielleicht ein wenig mehr Rhabarber gewünscht hätte. Der Weg ins Café lohnt sich aber vor allem für Schokokuchenfans. Dick wie ein Rührkuchen, und in seiner Mitte zerläuft die flüssige Schokolade wie bei einer Tarte – himmlisch! Der Preis für ein Stück ist mit 3,30 Euro nicht gerade niedrig, aber die Stücke sind sehr groß. Köstlichen Kaffee gibt es auch, etwa einen Cappuccino für 3,20 Euro, der Kaffee dafür stammt aus der Speicherstadt Kaffeerösterei.

 

Uhlenhorst, Café Näscherei, Papenhuder Straße 30, Di–Sa 9–18, So 10–19 Uhr

 

Elisabeth Knoblauch

Zugriff!

Lady of Pop: Stefani Joanne Angelina Germanotta sonnt sich zwar erst seit 2008 im Rampenlicht. Trotzdem zählt Lady Gaga zu den erfolgreichsten Musikerinnen unserer Zeit. Mit ihrer aktuellen Konzertreise "Joanne World Tour" räumt die amerikanische Popsängerin mit Gerüchten auf, wegen Erkrankung (unter anderen Fibromyalgie, einer Art Rheuma) nicht mehr auftreten zu können. Ihre Europatour war im September 2017 wegen starker Schmerzen der Künstlerin verschoben worden.

Barclaycard Arena, Sylvesterallee 10, 24.1.18, 19.30 Uhr, ab 53 Euro

Masters of Rock: Ein einziges Mal beehren sie 2018 Deutschland, und das Glückslos fiel auf Hamburg – die Foo Fighters gehen auf Tour. Zum neuen Werk "Concrete and Gold" erklärte Dave Grohl: "Ich wollte das Foo-Fighters-Album mit dem fettesten Sound aller Zeiten machen. Eine Motörhead-Version von ›Sgt. Pepper‹ oder so was in der Art." Wie das live klingt, zeigen die Jungs 2018 auf der Trabrennbahn Hamburg-Bahrenfeld.

Trabrennbahn Hamburg Bahrenfeld, 10.6.18, 17.30 Uhr, ab 101,15 Euro

#SwimBikeRun: Sportler und sonstige Masochisten aufgepasst – die Anmeldung für den 17. Hamburger Triathlon hat begonnen. Ambitionierte Ausdauerathleten werden im Sommer 2018 schwimmen, radeln, sprinten. Der Hamburg Wasser World Triathlon gilt mit rund 10.000 Teilnehmern als der größte der Welt – und ist entsprechend schnell ausgebucht.

Hamburg Triathlon, 14./15.7.18, ab 89,50 Euro

Verlosung

Hütte der Soziologie: Viele erinnern sich an Ralf Dahrendorf wegen des "Dahrendorfhäuschens" – es veranschaulichte 1965 die Schichtung der Bevölkerung Deutschlands. Das Modell des Soziologen und FDP-Politikers teilte die westdeutsche Bevölkerung in sieben Ebenen, mitunter in Elite, Dienstklasse, Mittelstand und Arbeiterschicht. Historikerin Franziska Meifort hat nun mit "Ralf Dahrendorf. Ein liberaler Intellektueller und sein Jahrhundert" eine streitbare Biografie geschaffen, die sie auf dem Podium zur Diskussion stellt. Zum Disput bereit stehen Theo Sommer (DIE ZEIT) und Professor Paul Nolte (Friedrich-Meinecke-Institut Berlin). Und wir verlosen 5 x 2 auf Ihren Namen reservierte Plätze. Schreiben Sie uns bis heute, 12 Uhr, unter dem Stichwort "Dahrendorf".

Bucerius Kunst Forum, Rathausmarkt 2, 19 Uhr, Eintritt frei, Anmeldung unter presse@beck.de oder 089/38 18 97 93

Was geht

Stadt im Film: 350 Minuten Laufzeit, fünf Jahre, zahlreiche Medienstars. "Filmstadt – Eine Dokumentation" berichtet von der gleichnamigen, selbst produzierten Webserie, zeigt Kinos und Filmstudios, die es schon lange nicht mehr gibt. Zu Wort kommen unter anderen Monty Arnold (Quatsch Comedy Club), Hans-Jürgen Börner (Extra 3) und Bernhard Gleim (Ex-NDR-Serien-Chefredakteur). Keine Sorge: Die Doku läuft nur über 70 Minuten!

B-Movie, Brigittenstraße 5, 19 Uhr

Literatur alter Freunde: Zwei Schulkameraden treffen sich nach Jahrzehnten wieder. Craig war früher der Anführer, zu dem alle aufschauten, der zum Rockstar avancierte. Alan stand als Mitläufer im Abseits. Dreißig Jahre später haben sich die Vorzeichen geändert: Alan ist ein erfolgreicher Bestsellerautor – und Craig? Lesung: "Alte Freunde" von John Niven.

Nochtspeicher, Bernhard-Nocht-Straße 69a, 20 Uhr, VVK 10 Euro

Hamburger Schnack

"Ich bin nicht sicher, ob es sich wirklich so zugetragen hat, wie es mir mein britischer Gesprächspartner erzählte. Aber es könnte so passiert sein:

Er war mit seiner Frau zum wiederholten Male in Hamburg unterwegs, als ihn in der Mönckebergstraße ein anderer Brite ansprach und um Hilfe bat. Er habe sein Auto außerhalb geparkt, finde aber die Straße nicht wieder. Ein Stadtplan wurde aufgefaltet, und der Mann zog den Zettel heraus, auf dem er den Straßennamen geschrieben hatte, den er vom Schild abgelesen hatte: "Einbahnstrasse".

Mein Gesprächspartner konnte nicht anders, als das auf Englisch zu übersetzen und den Mann an die Polizei zu verweisen ..."  

 

Gehört von Mark Möller

Meine Stadt

Welcher (Hobby-)Botaniker kann dieses Rätsel lösen? Im November trägt ein Busch vor der Laeiszhalle Kirschen – oder etwas, das so aussieht?! © Lara Schiffel

SCHLUSS

Ende!

Das war sie wieder, die Elbvertiefung. Wollen Sie uns Ihre Meinung sagen, wissen Sie etwas, über das wir berichten sollten? Schreiben Sie uns: elbvertiefung@zeit.de

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Morgen lesen wir uns wieder, wenn Sie mögen!

Ihr Mark Spörrle

 

PS: Gefällt Ihnen unser Letter, leiten Sie ihn gern weiter. Haben Sie ihn weitergeleitet bekommen, melden Sie sich ganz einfach und unverbindlich an unter www.zeit.de/elbvertiefung. Dann schicken wir Ihnen die neue Elbvertiefung, solange Sie wollen, immer montags bis freitags ab 6 Uhr.