Mark Spörrle © Vera Tammen

Guten Morgen,

Enttäuschung und große Freude im Norden nach Bekanntgabe der bei Filmemachern heiß begehren Oscar-Nominierungen: Fatih Akin, der sich für sein NSU-Drama "Aus dem Nichts" nach der Goldenen Palme als "Beste Schauspielerin" für Hauptdarstellerin Diane Kruger und dem Golden Globe für den "besten fremdsprachigen Film" große Hoffnungen gemacht hatte, ging leer aus. Dafür wurde Katja Benrath aus Lübeck, Absolventin der Hamburg Media School mit "Watu Wote – All Of Us" nominiert. Der Film thematisiert eine wahre Geschichte: Bei einem Angriff einer radikalislamischen Terrorgruppe im Jahr 2015 auf einen Bus an der kenianisch-somalischen Grenze hatten sich Muslime schützend vor Christen gestellt. "Wir flippen aus!", jubelte die Media School auf Facebook über Benraths Nominierung. "Jetzt heißt es weiterhin Daumen drücken!"

Enttäuschung und große Freude im Norden nach Bekanntgabe der bei Filmemachern heiß begehren Oscar-Nominierungen: Fatih Akin, der sich für sein NSU-Drama "Aus dem Nichts" nach der Goldenen Palme als "Beste Schauspielerin" für Hauptdarstellerin Diane Kruger und dem Golden Globe für den "besten fremdsprachigen Film" große Hoffnungen gemacht hatte, ging leer aus. Dafür wurde Katja Benrath aus Lübeck, Absolventin der Hamburg Media School mit "Watu Wote – All Of Us" nominiert. Der Film thematisiert eine wahre Geschichte: Bei einem Angriff einer radikalislamischen Terrorgruppe im Jahr 2015 auf einen Bus an der kenianisch-somalischen Grenze hatten sich Muslime schützend vor Christen gestellt. "Wir flippen aus!", jubelte die Media School auf Facebook über Benraths Nominierung. "Jetzt heißt es weiterhin Daumen drücken!"

Ganz und gar nicht begehrt ist ein anderer Titel, der gestern in Hamburg vergeben wurde: die "Mogelpackung des Jahres". Gewinner 2017 der von der Verbraucherzentrale ins Leben gerufenen "Auszeichnung" ist das "Vitalis Früchtemüsli" von Dr. Oetker. Der Hersteller hatte den Packungsinhalt von 600 auf 500 Gramm reduziert, den Preis aber gleich gelassen, ebenso das im Regal sichtbare Format des Kartons – der nur in der Tiefe schmaler wurde. Den faktischen Preisanstieg von 20 Prozent erklärte Dr. Oetker mit "deutlich besserer Produktqualität". Will heißen? Dem "Müsli", so die Verbraucherzentrale, würden nun Zucker und gezuckerte exotische Früchte zugesetzt; dafür enthalte es weniger Vollkorn. "Einzig positiv" sei der Verzicht auf Aroma. Mehr dazu und zu den Zweit- und Drittplatzierten auf dem Siegertreppchen, den Mentos "Pure White Kaugummis" und dem "Nussini Riegel" von Milka finden Sie hier. Aber ehrlich: Kaufen Sie Fertigmüsli?

Und: Geben Sie am Flughafen bald Ihr Gepäck selbst am Automaten auf? Gestern nahm der Airport zehn Apparate in Betrieb, an denen Flugkunden ihre Bordkarten einscannen, den Gepäckanhänger ausdrucken und ihn am Griff ihres Koffers befestigen, bevor sie ihn aufs Gepäckband stellen. Ziel und Zweck sei, "Warteschlangen zu vermeiden". Wir wissen natürlich sehr genau: Das ist nur der Anfang. Irgendwann werden die Passagiere ihr Gepäck auch selbst ins Flugzeug laden, am Zielort wieder ausladen, die Gepäckwagen fahren, dürfen das Gepäckband mit Kurbeln und Pedalen und gegen Aufpreis (der Fitnessfaktor!) selbst in Schwung halten.

Und – ist das nicht wunderbar? – wenn es dann mal wieder länger dauert, bis die Koffer kommen, sind die Fluggäste selbst schuld.

Wir sind Stau-Königin

Überlegen Sie auch jeden Tag aufs Neue, welcher Stau Ihnen lieber ist – der in der Stadt oder der auf der Autobahn? Jetzt ist es offiziell: Hamburg ist Spitzenreiter aller Stau-Städte. In keinem anderen Bundesland habe es 2017 so viele Blechlawinen gegeben wie auf den Autobahnen unserer Stadt, ergab eine Untersuchung des ADAC. Kurios: Offenbar sind die Hamburger – zumindest teilweise – selbst schuld (wieder mal). Sie weichen auf die Autobahnen aus, um vor dem sich stauenden innerstädtischen Verkehr zu flüchten; den Stau allerdings nehmen sie mit. Wie können sie ihm entkommen? "Wenn ich das wüsste, wär ich Millionär!", stöhnt Carsten Willms vom ADAC. In Hamburg sei das aktuell schlicht unmöglich. Und doch: "Wenn schon Auto, dann Autobahn!", so Willms. Das Prinzip entlaste in der Regel innerorts mehr, als dass die Autobahnen zu belasten, zumal meist nur ortskundige Fahrer die Ballungsräume umführen. Willms Tipps für alle anderen: "schienengebundene Öffentliche" und "antizyklisch fahren", vor sechs oder nach neun Uhr morgens. Können sich trotzdem stauende Autofahrer wenigstens auf irgendwen schimpfen – die Stadt zum Beispiel? "Nein", stellt der ADAC-Experte fest. Früher habe die Politik zwar zu wenig für die Instandhaltung der Straßen getan, jetzt aber "wird da richtig rangerauscht". Dazu beitragen, dass es irgendwann besser wird, könnte auch ein neuer Tunnel, der bei Glückstadt eine westliche Umfahrung Hamburgs ermöglichen soll. Das Planfeststellungsverfahren läuft bereits. Willms schätzt: "Ab Anfang der dreißiger Jahre wird das die Hansestadt entlasten."

Terrorabwehr: Eventveranstalter sehen den Senat in der Pflicht

Wer soll für Terrorabwehr bezahlen? Nach Ansicht des Hamburger Senats: nicht die Stadt. Stattdessen sollen Organisatoren von Großevents und beteiligte Privatunternehmer die Kosten tragen. Die allerdings halten (naturgemäß?) davon gar nichts. Nach den Dom-Schaustellern wird nun auch Roland Rotermund, Geschäftsführer der Agentur Ahoi Events und Veranstalter des Christopher Street Day, aktiv. Er habe eine Unterschriftensammlung begonnen, erklärte er der Deutschen Presse-Agentur. Tenor: Sicherheit gewährleisten ist öffentliche Aufgabe, der Senat – sprich: die Stadt, also wir – soll für Poller und Betonklötze blechen. Ein Urteil aus Berlin stützt diese Sicht: Dort hatte das Verwaltungsgericht entschieden, dass der Schutz vor Terroranschlägen nicht Aufgabe des Veranstalters sei. Das findet auch Unternehmer Uwe Bergmann, der Hafengeburtstag, Harley Days, Cruise Days und Altonale ausrichtet: "Es wäre schlimm", sagt er, "wenn die Veranstaltungen aus Kostengründen nicht mehr stattfinden könnten." Obwohl, hm, was die Harley Days angeht...

Hamburg baut Abschiebezentrum aus

Ausländer, die am Hamburger Flughafen ihrer Abschiebung entgegensehen, können dort künftig länger eingesperrt bleiben. Dazu will der Senat das Abschiebezentrum ausbauen: Sportflächen, Aufenthaltsräume für Insassen und Personal sowie neue Büros sollen entstehen, Fenster sollen vergittert und höhere Zäune errichtet werden, um weitere Ausbrüche zu verhindern – der Stacheldraht, der heute schon da ist, vermochte das bisher nicht zu gewährleisten. Entscheidend für die Ausländerbehörde: Nach dem Ausbau kann dort neben Gewahrsam auch Abschiebehaft vollzogen werden; bislang werden Abschiebehäftlinge aus Hamburg in anderen Bundesländern eingesperrt. Künftige Insassen könnten also statt bisher maximal zehn Tagen in Gewahrsam hier bis zu sechs Wochen eingesperrt bleiben. Laut Florian Käckenmester, Sprecher der Ausländerbehörde, ein geringes Zeitmaß – das Abschiebevollzugsgesetz des Bundes erlaube bis zu zwölf Monate Abschiebehaft. Bekommen die Häftlinge dann auch mehr Hilfen? "Ein Ausbau der Beratungsangebote ist nicht geplant", sagt Käckenmester. Zurzeit schaut geschätzt einmal im Monat ein Sozialarbeiter vorbei – mehr Nachfrage gebe es bisher nicht, so der Behördensprecher. Allerdings dürften die Insassen Besuch empfangen. "Die Einrichtung ist kein Gefängnis", betont Käckenmester. Noch besser als der Freiheitsentzug, sagt Heiko Habbe von der Beratungsstelle Fluchtpunkt, sei es jedoch, Alternativen zu prüfen, bessere Beratung und Rückkehrförderung anzubieten. "Das klappt nicht bei jedem. Aber jeder, bei dem es klappt, ist ein guter Grund, keine Haft zu verhängen."

Anglerlatein an der Fischtheke?

Wie wild ist der Lachs vom Wochenmarkt? Nicht mehr besonders, könnte man meinen – schließlich liegt er da schon ziemlich erledigt auf Eis. Nun aber zeigt sich: Viele vermeintliche Wildfänge waren nie wild, sondern von Anfang an Zuchtvieh. Kunden würden mit Billigfisch aus Massentierhaltung abgespeist, berichtet der NDR. Wobei: Hat das Ganze in Zeiten von Überfischung nicht auch sein Gutes? Rettet die Zuchtdorade womöglich ihren frei schwimmenden Mitfischen die Flossen? "Das Argument hört man sehr oft", sagt Philipp Kanstinger, Fachmann für Fisch und Meeresfrüchte beim WWF. Allerdings wirke sich auch Aquakultur auf die Wildbestände aus, etwa wenn Zuchtfische ausbüxen und den Genpool der wilden Artgenossen durcheinanderbringen oder sie mit Krankheiten anstecken. Von den gesunden Omega-3-Fettsäuren allerdings könnten die Zuchtfische durchaus einiges enthalten – manchmal sogar mehr als ihre frei lebenden Artgenossen (es kann aber auch weniger sein – wer hier Mangel fürchtet, nehme alternativ ein paar Walnüsse oder Leinsamen zu sich). Für wen beim Fischkauf Öko-Kriterien eine Rolle spielen, der sollte Mittelmeerfisch meiden – "da sind die Speisefischbestände schon um 80 bis 90 Prozent überfischt" – und stattdessen den völlig unbedenklichen Karpfen servieren, rät Kanstinger. Aufschluss geben auch Siegel wie MSC, ASC, Bio und Global G.A.P und der Fischratgeber des WWF. Aber auch sonst habe mancher Wildfisch eine Tücken, sagt der Fischexperte. Schwertfische etwa seien oft mit Quecksilber kontaminiert. "Der ist als Wildfisch wirklich gesundheitsschädlich", warnt der Fachmann. Dass der Schwertfisch aus dem Italienurlaub womöglich eh keiner war, macht es nicht besser: "Das ist dann meistens Hai", sagt Kanstinger. Und den kann man erst recht nicht ruhigen Gewissens essen.

"Es ist doch spannend, dass dieses Thema schon Beethoven beschäftigte!"

Die Hamburgische Staatsoper lädt mit der Aktion "OpernTester" Hanseaten zwischen acht und 30 Jahren dazu ein, ausgewählte Neuproduktionen unter die Lupe zu nehmen. Stephanie Schünemann (29), Studentin der Agrarwissenschaften, "testet" heute die Hauptprobe von Beethovens einziger Oper: "Fidelio".

Elbvertiefung: Frau Schünemann, wollen Sie sich heute Abend nicht doch lieber vor den Fernseher fläzen?

Stephanie Schünemann: Nein! Ich will mich weiterbilden, kulturell mitreden können. Die Oper soll für mich nicht nur ein netter Abend werden, sondern mir auch etwas geben.

EV: Was denn?

Schünemann: Ich weiß noch nicht viel über "Fidelio", aber es geht vor allem um die Frage der Freiheit. Die ist topaktuell – vor allem in Bezug auf Menschenrechte. Es ist doch spannend, dass dieses Thema schon Beethoven beschäftigte.

EV: Das klingt, als hätten Sie gar keine Berührungsängste mit dem Genre.

Schünemann: Das kommt sicherlich auf das Werk an. Als Schülerin war ich in der Kultur-AG, da sind wir zweimal im Jahr in die Oper gegangen und haben anschließend über sie diskutiert. Das war großartig und hat mich motiviert, heute bei der Aktion mitzumachen. Anschließend schreiben wir Tester einen kurzen Beitrag für den Blog der Staatsoper.

EV: Sie sind also von Haus aus musikalisch?

Schünemann: Ich spiele kein Instrument, wenn Sie das meinen. Aber der Vorteil einer Oper gegenüber Sprechtheater ist, dass die Musik zusätzlich zum Text Emotionen transportiert. Sie trägt die Zuschauer durch das Stück, erreicht sie auch unterbewusst. Das spricht mich an.

EV: Was müsste heute Abend passieren, damit Sie auch künftig in die Oper gehen?

Schünemann: Ich möchte als Zuschauerin die Handlung ohne viel Hintergrundwissen verstehen. Dafür brauche ich Untertitel, weil der Gesang oft schwer verständlich ist. Außerdem finde ich es wichtig, dass die Inszenierung einerseits eine Interpretation des Inhalts rüberbringt, mir aber andererseits auch Spielraum lässt, eigene Gedanken zu entwickeln. Sie soll mir eine Tür öffnen – zum Werk, aber auch zur aktuellen Zeit.

Ob Frau Schünemann und den anderen Testern "Fidelio" gefallen hat, lesen Sie bald auf dem Blog der Staatsoper.

Mein Wunsch für Hamburg

Eugen Block © Thomas Fedra

von Eugen Block

"Ich wünsche mir für unsere Weltstadt Hamburg weiteres Wachstum, eine Seilbahn über die Elbe und eine neue Olympia-Bewerbung in 2032."

Eugen Block ist Unternehmer und Gründer der Block Gruppe, zu der neben Steakhäusern auch Burger-Restaurants, ein Brauhaus und ein Hotel gehören. Das erste Block House eröffnete er 1968 in Winterhude

Mittagstisch

Entspannter Ort zum Anlegen

Zwischen den touristischen Pflichtorten HafenCity und Landungsbrücken liegt das Gasthaus Heimathafen mit Blick auf die Elbphilharmonie. Der großzügige Gastraum wird unterteilt von indirekt beleuchteten Säulen und Sitzinseln mit bequemen Polstermöbeln, alles ist in warmes Licht getaucht und mit dezenten Farben und schönen Details eingerichtet. Die überaus nette Bedienung reicht die hauseigene Postille, welche Einheimischen als Speisekarte und Besuchern zusätzlich als Mini-Stadtführer dient und mitgenommen werden kann. Aus der properen einsehbaren Küche kommen eine sehr gute Karottencremesuppe mit Ingwer und Krustenbrot für 4,90 Euro und ein nicht besonders erwähnenswerter Thunfischsalat für 5,90 Euro, die mithilfe außergewöhnlich schön designten Bestecks verspeist werden – für 1,50 Euro gibt es noch einen Mini-Apfelstrudel dazu. Die normale Karte bietet Hamburger Spezialitäten sowie Klassiker der deutschen Küche – dies ist keine Touristenfalle, aber auch kein Gourmet-Tempel, sondern ein netter Ort mit solidem Essen.

Gasthaus Heimathafen ; Neustadt, Baumwall 7, Mittagstisch 11.30–15 Uhr

Christiane Paula Behrend

Was geht


Musik mit Lebenswillen: Im Pariser Salon der Familie Boulanger gingen Musiker, Schauspieler und Literaten ein und aus. Lili, Tochter des Hauses, erstaunte sie früh mit eigenen Kompositionen. Mit 20 Jahren gewann Lili Boulanger den Prix de Rome, wurde über Nacht zum internationalen Star – und starb im Alter von 25 Jahren an chronischen Krankheiten. Beim Feierabendkonzert im Oberhafen erklingen unter dem Titel "Je veux vivre" ein Nocturne der Komponistin, eine Berceuse von Camille Saint-Saëns und Gabriel Faurés Violinsonate op. 13.

Halle 424, Stockmeyerstr. 43, 18 Uhr, 15 Euro

Zeithistorische Lesung: "Vergessen Sie das Kind, es wird nicht leben." Diese Worte erschüttern Eva Umlaufs Mutter 1945 in Auschwitz. Ihre Tochter ist zwei Jahre alt und todkrank. Umlauf wird sich später nicht an diese Zeit erinnern, doch prägt sie ihr gesamtes Leben. "Die Nummer auf deinem Unterarm ist blau wie deine Augen" – zeithistorische Lesung und Gespräch anlässlich des Holocaust-Gedenktages am 27. Januar. Moderation: Gero von Randow, Politikredakteur der ZEIT.

Museum Mahnmal St. Nikolai, Willy-Brandt-Straße 60, 19 Uhr

Indien im Blick: Delhi hebt sich mit großen Parks, Alleen und beeindruckender Kolonialarchitektur von anderen indischen Metropolen ab. Nichtsdestotrotz pulsiert das Leben hier – laut, bunt, zuweilen chaotisch. Der Hamburger Autor und Theatermacher Sven j. Olsson hat seine Erlebnisse in der Hauptstadt in "No Problem, Sir!" festgehalten. Lesung mit Fotoshow.

Bücherhalle Billstedt, Möllner Landstraße 31, 15–16.30 Uhr, Eintritt frei

Was bleibt

Generation ohne Grenzen: Die heutige Jugend Europas, Geburtsjahr 1993, sucht Orientierung. Was bedeutet es für sie, in einem Europa ohne Grenzen geboren zu sein? "1993" erzählt im Rahmen der Lessingtage von Wut, Vision, dem Abgleiten einer Generation. "Bilder mit enormer suggestiver Kraft treffen auf Texte zwischen Essay, Manifest und reiner Poesie", kündigt das Thalia Theater an. Deutsche Erstaufführung, bei der alle in den Neunzigern Geborenen einen Sonderpreis von neun Euro zahlen.

Thalia Theater, Alstertor, heute und morgen, 19.30 Uhr, ab 9 Euro

Hamburger Schnack

Nach dem Konzert in der Elbphilharmonie: Sehr viele Menschen haben sich in den Fahrstuhl zum Parkhaus gestopft. Der Erste sagt: "Jetzt ist die Zeit zum Klauen." Eine weißhaarige Frau antwortet: "Aber Sie haben Ihre Hand ja in der Jackentasche!" Der Fahrstuhl hält zum ersten Mal. Vielstimmiges, zunehmend drängendes "Wir wollen hier raus!" ertönt. Erst mit, dann ohne "Bitte". Eine andere, vorn stehende weißhaarige Frau: "Das geht, aber nur gegen eine kleine Gebühr!" Der Fahrstuhl hält erneut. Wieder wollen Menschen aussteigen, sagen es und drängen nach vorn. Da sagt die dritte weißhaarige Frau voller Erstaunen: "Hier will doch wirklich jemand aussteigen!"

Gehört von Cornelia Spengler

Meine Stadt

Endzeitstimmung an der Elbe © Inge Fittschen

Das war sie wieder, die Elbvertiefung. Wollen Sie uns Ihre Meinung sagen, wissen Sie etwas, über das wir berichten sollten? Schreiben Sie uns: elbvertiefung@zeit.de

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Morgen lesen wir uns wieder, wenn Sie mögen!

Ihr Mark Spörrle

 

PS: Gefällt Ihnen unser Letter, leiten Sie ihn gern weiter. Haben Sie ihn weitergeleitet bekommen, melden Sie sich ganz einfach und unverbindlich an unter www.zeit.de/elbvertiefung. Dann schicken wir Ihnen die neue Elbvertiefung, solange Sie wollen, immer montags bis freitags ab 6 Uhr.