Mark Spörrle © Vera Tammen

Guten Morgen,

mein gestriges Geständnis, dass ich meinen Schokoladenosterhasen einfach nicht essen kann, hat einige von Ihnen nachdenklich gemacht. So schrieb Leserin C.S., es sei schon merkwürdig, wie sehr man sich als rationaler Mensch von Äußerlichem beeinflussen lasse. "Wenn die Schnitzel demnächst in Marzipanschweinchengröße mit rosa Schleifchen verpackt in der Theke liegen würden, ich bin mir sicher, dann hätten mehr Schweine Überlebenschancen", schreibt sie. Und ich glaube, die Zahl der Vegetarier würde schon erheblich steigen, wenn alle Fleischpackungen in den Kühltruhen mit Bildern von süßen Ferkeln, Kälbern und Küken versehen sein müssten.

Ich möchte, nein: muss außerdem auf ein Stück aus der ZEIT:Hamburg verweisen, das ein kurzes Schlaglicht darauf wirft, wie unsere Polizei arbeitet. Oder auf die Frage, ob die CDU denn recht hat mit dem Gedanken, es bräuchte vielleicht doch mehr Beamte, um etwas zu reißen. In diesem Fall: auf dem Radweg. Den man als Autofahrer ja eigentlich nicht zuparken darf. Was aber ZEIT:Hamburg-Kollegin Ruth Eisenreich erlebte, als sie angesichts eines fiesen Radwegzuparkers bei der Polizei anrief, das lesen Sie in der neuen ZEIT:Hamburg, am Kiosk oder direkt hier.

Noch schnell zu allen Eltern, die sich auf dem Spielplatz ständig den Kopf zerbrechen, ob ihr Nachwuchs denn auch richtig heißt: Wie jedes Jahr hat die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) die in Deutschland am häufigsten vergebenen Vornamen ermittelt. Spitzenreiter sind Marie und Maximilian, frisch in den Top Ten tauchen Luisa/Louisa und Felix auf. Als neue Vornamen ließ die GfdS unter anderem Cartier, Pacino und Chaplin zu; abgelehnt wurden dagegen Lucifer (wie heißen wohl Eltern, die ihrem Kind das antun wollen?), Batman und Pinocchio. Auffällig sind die regionalen Unterschiede. Während sich Eltern aus Süddeutschland auf traditionelle, tönende Namen wie Maria, Anna, Lea, Maximilian, Lukas oder Jakob besannen, favorisierten die Mamas und Papas im Norden eher nordisch-nüchterne Namen wie Finn, Emil, Ida, Lina oder Frieda.

Was das für die Störche bedeutet, die nun in dem Nabu-Nest leben, das einst dem legendären Storch Rolf gehörte, und für die wir Sie um Namensvorschläge baten – das erzählt Ihnen hier am Montag die fabelhafte Kollegin Sigrid Neudecker.

"Fahrverbötchen": Mehr Lärm, mehr Verkehr, mehr Abgase

Gestern gab es eine neue Folge der Hamburger Daily Soap "Der Diesel, dein Dämon": Das "Hamburger Abendblatt" verkündete, vom geplanten Diesel-Fahrverbot in der Max-Brauer-Allee profitierten nur 272 Anwohner. Tausende Nachbarn an der Umleitungsstrecke dagegen müssten mit mehr Lärm, mehr Verkehr, mehr Abgasen rechnen. In der Woche nach Pfingsten will die Umweltbehörde das Verbot dennoch umsetzen. Das ergab der Zeitung zufolge die Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage der CDU-Bürgerschaftsfraktion. Die Ausweichrouten glichen "Strafrunden", trügen zur Luftreinhaltung Hamburgs überhaupt nicht bei, kritisiert Stefan Weidelich (CDU). Zu einem ähnlichen Schluss kommt der BUND Hamburg. "Hier wird nicht der Mensch geschützt, sondern eine Mess-Station", sagt Pressesprecher Paul Schmid. Rund um die vier vorhandenen Stationen Hamburgs werde die Luft durch "Fahrverbötchen" gesäubert, der Verkehr umverteilt – für die Umwelt aber ändere sich nichts. "Was wir stattdessen bräuchten, wäre eine Verbotszone in der Größe des Ring zwei", fordert Schmidt. Auch höhere Strafen für Konzerne wie VW könnten helfen, außerdem die Möglichkeit von Fahrzeughaltern, Firmen wegen falscher Angaben direkt zu verklagen. Das wirksamste Mittel zur Luftreinhaltung aber sei schlicht weniger Autoverkehr. Daher müsste der deutlich teurer werden, zum Beispiel durch das Ende von Subventionen für Diesel-Kraftstoff. Die beste Option sei, wenn Autofahrer ein deftiges Ticket für das Befahren des Stadtkerns zahlen müssten: "So kriegen wir die Menschen – über ihre Geldbeutel."

Traum vom Turm: Telemichel vor Wiedereröffnung

Was den Berlinern der Fernsehturm am Alex, war den Hamburgern einst der "Telemichel". Das 279 Meter hohe Wahrzeichen der Stadt war überaus beliebt: Zur Eröffnung gab es 1968 "Erdbeertorte für 1 Mark, Kaffee für 95 Pfennig – Kuchen und Kaffee satt". Millionen Besucher der Stadt wollten den einstündigen 360-Grad-Törn des Restaurants um die eigene Achse miterleben. Das Aus kam 2001: Asbest musste aus dem Heinrich-Hertz-Turm entfernt, eine umfangreiche Sanierung angeschlossen werden. Seitdem herrschte, zumindest in Sachen Wiedereröffnung, Funkstille. Bis heute! Zum 50. Geburtstag des Gebäudes gibt die Besitzerin Deutsche Funkturm GmbH bekannt: Die Auferstehung des Telemichels naht! Bürgermeister Peter Tschentscher wird heute beim Pressetermin um zehn Uhr feierlich verkünden, ab wann Besucher erneut die Aussicht über die Hansestadt werden bewundern dürfen. Bereits am Mittwoch sei die europaweite Ausschreibung für einen neuen Betreiber angelaufen, so Benedikt AlbersSprecher der Deutsche Funkturm GmbH. Eine der Voraussetzungen für den Deal: Zumindest eine Aussichtsplattform muss der Öffentlichkeit für die Dauer von mindestens 20 Jahren zugänglich sein. "Ein exklusiver Fitnessclub bekommt den Zuschlag also schon mal nicht", erklärt Albers. Gute Chancen hingegen hätten Bewerber aus der Gastronomie. Wir sind gespannt.

"Wir müssen bewahren, was wir gelernt haben"

Zum Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Neuengamme gedachten gestern viele der Menschen, die dort eingesperrt waren und zu Tode kamen. Für den Schauspieler und Publizisten Ilja Richter war die Teilnahme an der Gedenkfeier auch eine persönliche Angelegenheit. Im Interview erzählte er uns, wie die Erinnerung an das Nazi-Regime in seiner Familie lebendig bleibt und wie das Erbe seiner jüdischen Mutter seinen Blick auf unsere heutige Gesellschaft prägt.

Elbvertiefung: Was wissen Sie über die Gefangenschaft Ihres Vaters im KZ Neuengamme?

Ilja Richter: Ich habe von meinem Vater viel gehört über menschliche Gemeinheit, aber auch über menschliche Solidarität im Lager. Er war eine Zeit lang in Hamburg-Neuengamme inhaftiert. Wegen einer Verletzung, die ihm ein SS-Mann zugefügt hatte, kam er dort in die Krankenbaracke. Später ist er ins Außenlager Kaltenkirchen bei Hamburg und schließlich 1945 nach Wöbbelin gekommen. Dort gab es Toiletten oder Leitungswasser nur bedingt oder gar nicht. Menschen sind nicht nur durch Schläge und Hunger umgekommen, sondern auch durch Kälte in den nicht fertig gebauten Lagern. Mit Glück hat mein Vater trotzdem überlebt.

EV: Wie haben Sie in der Familie über diese Zeit gesprochen?
Richter:
In unserer Familie wurde darüber nicht geschwiegen, wie es ja in anderen Familien oft der Fall war. Mein Vater war damals Kommunist, war also politisch Verfolgter. Meine Mutter dagegen war als Jüdin rassisch verfolgt. Sie hat mir oft geschildert, wie sich das angefühlt hat, ständig in Lebensgefahr zu sein. Sie war nie im Lager, aber ihre Mutter und alle Verwandten landeten in Auschwitz. Ihr Blick zurück war voller Angst und voll von der Sorge, dass so etwas noch einmal passieren könnte.

EV: Fließen die Erlebnisse Ihrer Familie auch in das Lied "8. Mai" ein, das Sie mit dem Kammerchor Altona in Neuengamme aufgeführt haben?

Richter: Es ist nur ein kleines, einfaches Lied, das ich mir vor 37 Jahren für die Friedensbewegung ausgedacht habe. Darin heißt es: "Bringt den Kindern bei, was es heißt: 8. Mai". Ich habe das damals ganz genau beigebracht bekommen. Für meine Eltern war der 8. Mai ein Tag der Befreiung. Viele Deutsche sprachen aber damals – und viele ältere Deutsche tun es immer noch – vom "Zusammenbruch". Dieses Wort sagt viel aus über die Stimmung in dieser jungen Republik.

EV: Wie beeinflusst Ihre Familiengeschichte Ihren Blick auf die aktuelle Situation von Juden in Deutschland?

Richter: Diese Angst meiner Eltern, dass sich die Verhältnisse wiederholen könnten, prägt mich natürlich. Sie würden mit dem Blick auf die heutige Situation wahrscheinlich sagen: Das haben wir geahnt. Wobei ich nicht der Meinung bin, dass wir uns auf einem Zug in die Vergangenheit, auf dem Weg zur Antidemokratisierung befinden. Aber wir müssen bewahren, was wir aus der Geschichte gelernt haben – rational mit Fakten und Argumenten, aber auch mit Emotionen und Mitgefühl mit den Opfern.

EV: Was ist Ihre Antwort auf antisemitische Tendenzen in unserer Gesellschaft?

Richter: Wenn ich nun nach Hamburg fahre, um an dem Gedenktag in Neuengamme mitzuwirken, dann tue ich das ja nicht aus Jux. Dass mein Sohn Kolja, der jetzt 16 Jahre alt ist, mich begleitet und ich ihn nicht dazu überreden musste, ist schon mal ein gutes Zeichen – auch wenn der Anlass ein trauriger ist, nämlich das Gedenken an die vielen Toten und das Leid, das die Menschen damals erlitten haben.  

Zum neuen Programm der Elbphilharmonie

Drei Tipps vom Intendanten Christoph Lieben-Seutter – und eine Einschätzung von ZEIT-Feuilletonistin Christine Lemke-Matwey

Hört, hört: Die Elbphilharmonie hat ihr Programm für die kommende Saison bekannt gegeben. Mit großen Stars, Gastspielen von weltberühmten Orchestern und einigen neuen Sternen am Klassikhimmel will Hamburgs prestigeträchtiges Konzerthaus in der Saison 2018/19 neue Maßstäbe setzen. Was sticht heraus?

Intendant Christoph Lieben-Seutterhat sich von uns auf eine Auswahl festnageln lassen – und verrät, auf welche drei Künstler er sich besonders freut:

1. "Teodor Currentzis muss dabei sein. Er gibt sieben Konzerte in der nächsten Saison. Bei dem, was er alles bietet, bin ich persönlich besonders gespannt auf sein Brahms-Requiem‹ am 4. Juni. Wobei ich mich genauso freue auf die ›Siebte‹ von Schostakowitsch drei Wochen später. Das sind die beiden Werke, wo ich am neugierigsten bin, wie sie unter Currentzis klingen. Currentzis vertieft sich unkonventionell wie kein anderer in die Musik. Er ist der spannendste Dirigent, den die Klassik im Moment zu bieten hat. Im Konzert bringt er Werke so, als wären sie gerade komponiert worden. Da ist es eine Freude, dabei zu sein."

2. "Simon Rattlemacht drei Konzerte, da bin ich sehr gespannt auf die ›Johannespassion‹ von Peter Sellars im Großen Saal. Das ist zwar kein ganz neues Projekt, das gab es schon in Berlin. Ich habe es aber immer versäumt, und alle die, die dabei waren, haben erzählt, dass es ein ganz berührendes Erlebnis war. Insofern freue ich mich sehr, das endlich live erleben zu können. Und es ist das erste Mal, dass wir eine Bach-Passion im Konzertsaal aufführen."

3. "Pierre-Laurent Aimard,ein ganz wunderbarer Pianist, ist einer meiner Favoriten. Er hat ein untrügliches Gespür für die Musik des 20. Jahrhunderts und für gute Saalakustik. Er wird zweimal im Großen Saal auftreten: Anfang Oktober spielt er die Concord-Sonate von Charles Ives, ein großartiges Werk, das keinen Vergleich kennt. Außerdem spielt er beim Musikfest im Mai 2019 die Etüden von György Ligeti – ein Kosmos an Fantasie und Virtuosität. Die habe ich schon einmal mit ihm machen dürfen. Damals haben wir eine Etüde im Wiener Konzerthaus uraufgeführt, Ligeti war anwesend – das war ein Highlight meiner Intendantenkarriere."

Und was macht die Musik mit dem Konzerthaus? Wir fragten unsere Expertin:

Der Ansturm auf die Elbphilharmonie bleibt ungebremst, fast jedes Konzert ist ausverkauft – nun legt das Konzerthaus nach: 5000 zusätzliche Aboplätze gehen in den Verkauf. "Es ist toll, dass sie das geschafft haben und sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen", findet ZEIT-Feuilletonistin Christine Lemke-Matwey. Das Programm für die kommende Saison weist aus ihrer Sicht in eine vielversprechende Richtung. "Es ist Aufbruch da, es ist mutiger", sagt die Klassik-Expertin. Andris Nelsons als Artist in Residence sei zwar kaum ein Alleinstellungsmerkmal für die Elbphilharmonie; "der lettische Dirigent tanzt gerade auf vielen Hochzeiten". Aber das Engagement zeitgenössischer Komponisten wie Sir George Benjamin und Olga Neuwirth lasse aufhorchen. Gerade auf die Stücke der Österreicherin dürfe das Publikum gespannt sein – "sie kann sehr witzig und eigensinnig sein". Spannend sei auch die Leerstelle beim hauseigenen NDR Elbphilharmonie Orchester, das einer Saison ohne Chefdirigent entgegenblickt. "Thomas Hengelbrock ist weg, Alan Gilbert ist noch nicht da – man ist allein zu Hause. Da kann auch viel Kreatives entstehen", so Christine Lemke-Matwey. Überraschend experimentierfreudig zeige sich die Elbphilharmonie mit einer neuen Tendenz ins darstellende Fach – mit Opern und Oratorien: "Mutig, dass man in einem solchen Raum auch Musiktheater macht." Mit solchen Ideen sei Intendant Christoph Lieben-Seutter auf einem interessanten Weg, sagt die ZEIT-Expertin. "Nun sollte es noch mehr solcher Impulse geben – damit die Musik der Architektur endlich gerecht wird."

Lesevertiefung

Drei Buchempfehlungen fürs Wochenende

 

Roman Im Mittelpunkt dieses autobiografischen Dreigenerationenporträts stehen drei starke, unkonventionelle Frauen. Dass die Geschichten aus verschiedenen Perspektiven erzählt werden und so unterschiedliche Erinnerungen zutage gefördert werden, macht das Buch zu einer spannenden Spurensuche. Nadja Spiegelman: Was geschehen ist. Aus dem Amerikanischen von Sabine Kray, Aufbau Verlag, 22 Euro

 

Sachbuch Was haben Bufo Bufo, Laubfrosch und der Gemalte Scheibenzüngler gemeinsam? Sie gehören alle zur Familie der Kröten. Glitschig? Hässlich? Ekelig? Auf keinen Fall. Dieses wunderbar illustrierte Büchlein erzählt spannende, witzige und lehrreiche Geschichten über die Kröten. Beatrix Langner: Kröten. Ein Portrait, Matthes & Seitz Verlag, 18 Euro

 

Bilderbuch Ein ganz normaler Tag im Leben eines Jungen, der beim Spielen in der Natur seine Freiheit genießen kann, wird gespiegelt mit dem Alltag des Vaters, den die Arbeit als Bergarbeiter in die enge und stickige Dunkelheit tief unter die Erde zwingt. Ein Bilderbuch im schönsten Sinne, denn es braucht nur wenige Worte. Joanne Schwartz und Sydney Smith (Illustrationen): Stadt am Meer. Aus dem Englischen von Bernadette Ott, Aladin 2018, 18 Euro, ab 5 Jahre

 

… ausgewählt von Gerlinde Schneider und Doris Claus, Buchladen Osterstraße, Eimsbüttel

 

Der Buchladen Osterstraße feiert in dieser Woche seinen 40. Geburtstag als selbst verwalteter Stadtteil-Buchladen. Wir gratulieren!

Was geht

Medien-Kompass: Die meisten Erwachsenen haben die Orientierung rund um moderne Medien längst verloren, falls sie überhaupt mal eine hatten. Die Weiterbildung "Abenteuer Endgerät" erklärt Apps, Streams und verborgene Funktionen von Smartphones, iPads, Tablets, Laptops.

Zentralbibliothek, Ebene 1, Hühnerposten 1, 16–18 Uhr, Eintritt frei

Wortrisse: Populismus ist "in", Menschenrechte verkommen zu Worthülsen. Die szenische Lesung "Jetzt übernehmen wir!" probt deshalb den Aufstand: Hier treffen die Projekte "Migrantenstadl" und "Kanakistan" aufeinander, wollen mit Worten Mauern durchbrechen. Quartett mit Tamer Düzyol, Imad Mustafa, Tunay Önder und Taudy Pathmanathan.

Stadtteilzentrum Kölibri, Hein-Köllisch-Platz 11/12, 19 Uhr

New Wave im Asyl: Sieist eine dieser Gruppen, die man entweder liebt – oder überhaupt nicht kennt. Dabeibeeinflussten "The Monochrome Set" bereits Stars wie The Smiths, Franz Ferdinand und Belle and Sebastian. Die britischen New-Wave-Musiker mischen Pop, Ska, Folk und Soul und gelten damit seit 1978 als Kultband.

Nachtasyl, Alstertor 1–5, 22.30 Uhr, VVK 16,50 Euro

Was kommt

Inselfest: Über das Hafenbecken schwebt Swing, Nachbarn picknicken, umgeben von einer grünen Oase am Wasser – der Baakenpark feiert seine Eröffnung. Mit abendlichem Insel-Kino, Live-Musik, Führungen und sportlichen Aktionen feiert die Stadt das neue "sozial gemischte Wohn- und Freizeitquartier".

Baakenpark, Baakenallee, Sa 14–21 Uhr, So 10–19 Uhr, Eintritt frei

Zimt-Zepter: "Zieh es aus der Papiertüte, bestreich es mit Butter, beiß hinein und erfahre, dass es doch so etwas wie den Himmel gibt!" Klar, es handelt sich um das Franzbrötchen, ein Hamburger Wahrzeichen. Beim "5. Franzbrötchen-Wettbewerb" geht es für stolze Bäcker um nicht weniger als die Aufnahme in den Plunder-Olymp. Wer wird dieses Jahr König der verschlungenen Zimtteilchen? Kommen Sie hungrig – eine Auswahl an Besuchern stellt die Jury samt Verkostung!

Museum für Hamburgische Geschichte, Innenhof, Holstenwall 24, Sa, 14–18 Uhr, Museumseintritt

Blühende Orgel: Das Alte Land blüht auf, optisch wie akustisch. Sonntag lässt sich ein Ausflug an die Elbe mit klassischem Genuss kombinieren: Beim "Blütenkonzert" brilliert Mari Fukumoto an der historischen Arp-Schnitger-Orgel von 1687.

St. Martini-et-Nicolai-Kirche, Bürgerei 1, Steinkirchen, So, 15 Uhr, Eintritt frei

Hamburger Schnack

Schulterblatt, wunderschönstes Frühsommerwetter im April. Die Autos stehen Stange an Stange. Auf dem Fahrradstreifen an der roten Ampel Ecke Altonaer Straße thront ein ziemlich breites Auto mit verdunkelten Scheiben. Eine Fahrradfahrerin guckt hinein, zögerlich öffnet sich der Fensterpanzer. »Hast du das Zeichen auf der Straße gesehen?«»Ja, logo, war uns egal«, antwortet der Beifahrer großspurig. »Fahr doch mal Fahrrad, wenn du unbedingt aufm Schulterblatt cruisen willst, bisschen Sport, weißte?«, zwinkert die Fahrradfahrerin und schielt auf die unübersehbaren Bäuche im Panzer. »Also, das steht schon so lang im Keller, hm, das ...« Grün, die Fahrradfahrerin saust in sich hineinlachend davon. 

 

Gehört von Mareike Janus

Meine Stadt

Ein Beispiel deutscher Gartenkultur © Rebecca Wulf

Das war sie wieder, die Elbvertiefung. Wollen Sie uns Ihre Meinung sagen, wissen Sie etwas, über das wir berichten sollten? Schreiben Sie uns: elbvertiefung@zeit.de

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Montag lesen Sie hier die Kollegin Sigrid Neudecker.

Ihr Mark Spörrle

 

PS: Gefällt Ihnen unser Letter, leiten Sie ihn gern weiter. Haben Sie ihn weitergeleitet bekommen, melden Sie sich ganz einfach und unverbindlich an unter www.zeit.de/elbvertiefung. Dann schicken wir Ihnen die neue Elbvertiefung, solange Sie wollen, immer montags bis freitags ab 6 Uhr.