Guten Morgen,

Mark Spörrle © Vera Tammen

nein, Sport ist nicht alles, Fußball erst recht nicht. Und es passt zu unseren Zeiten, dass diese WM – zum ersten Mal ist Russland Gastgeber – mit so manchen Fragen begonnen hat. Etwa der, warum der ARD-Dopingexperte Hajo Seppelt dem teuersten WM-Spektakel aller Zeiten fernbleiben muss, weil man um seine Sicherheit fürchtet. Der Kollege hat einen tollen Job gemacht, seine Recherchen zum Staatsdoping in Russland führten dazu, dass viele Sportler von den Olympischen Spielen 2016 in Rio und 2018 in Pyeongchang ausgeschlossen wurden oder nur als "Neutrale" antreten durften. Viele Russen indes sehen sich nicht durch das Staatsdoping, sondern durch Seppelts Arbeit in ihrer Ehre gekränkt. Auch in den russischen Untersuchungen zu den Dopingvorwürfen befürchten die Sicherheitsbehörden ein "unberechenbares Risiko" für Seppelt. Was das alles über ein Land aussagt? Eben. Trotzdem: Alle anderen fahren hin. Was das über uns, den Fußball und die Welt aussagt?

Übrigens, um nicht nur mit dem Finger auf andere Länder zu zeigen: Union und SPD, so der Vorwurf des Bundes der Steuerzahler, nutzen die Ablenkung der kritischen Öffentlichkeit durch die Fußball-WM, um heute im Bundestag schnell mal durchzuwinken, dass die Steuerzuschüsse an die Parteien erneut erhöhen werden, um rund 25 Millionen auf nun 190 Millionen Euro; "Selbstbedienung auf Kosten der Steuerzahler", zürnt der Bund für Steuerzahler. Außerdem sollen nach Einbruch der Dunkelheit die Rundfunkgebühren und die Vergnügungssteuer verdoppelt werden – nein, Sie haben recht, das stimmt natürlich nicht. (Ich werde trotzdem demnächst, sagen wir am Mittwoch, dem 27. Juni, um 15.55 Uhr, mit meinen fußballbegeisterten Chefs ein Gespräch über unser Budget führen ...)

Also klar, sie wurde eröffnet, die 21. Fußball-WM, mit einem großen Spektakel im Moskauer Luschniki-Stadion. Der britische Popstar Robbie Williams sang im Duett mit der russischen Opernsängerin Aida Garifullina und kehrte in der Pause im weißen Schlüpfer und mit rosa Söckchen zurück, bereit zur Zugabe. Gespielt wurde natürlich auch. Was, wie und mehr dazu lesen Sie unten in der "11vertiefung".

Wenn Ihnen dann in den nächsten Tagen ein Fußballer im roten Trikot auf der Straße entgegenkommt, der einen Ball vor sich her dribbelt: Das hat seine Richtigkeit. Es handelt sich um einen Spieler des FC Hamburger Berg. Der Club hat gestern einen Weltrekordversuch im längsten Fußballdribbling gestartet. Insgesamt 21 Spieler wollen ein und denselben Ball Tag und Nacht durch die 7500 Straßen unserer Stadt treten und dabei 4000 Kilometer zurücklegen. Der Weltrekordversuch lässt sich auf einer Google-Map verfolgen und dient einem guten Zweck, Sie können auch mitmachen: Der FC sammelt Spenden für Waisenkinder.

Müll dagegen können Sie am Sonntag auf der Altonale sammeln, und zwar – laufend. Im Auftrag der Stadtreinigung lädt Moderatorin Ilka Groenewold zum "Plogging": Ausgerüstet mit einem kleinen Müllsack, sollen Läuferinnen und Läufer nicht nur laufen, sondern dabei noch Müll einsammeln; vermutlich ist es besonders elegant, wenn man dabei nicht stehen bleibt. Die Stadtreinigung Hamburg stellt den "Ploggern" Müllsäcke und Handschuhe zur Verfügung und entsorgt den Müll später. Sicher, in Schweden ist der Sport der guten Tat schon recht verbreitet. Aber die Frage ist doch: Testet die Stadtreinigung jetzt, wo die kritische Öffentlichkeit durch die WM abgelenkt ist, etwa klammheimlich eine neue Abfallbeseitigungsstrategie für die von Grillern und Grölern vollgemüllten Parks?

Mietpreisbremse: Alles nichts – oder doch wieder?

Es war eine Schlappe für den Hamburger Senat und erst mal ein Schock für viele Mieter: Nach einem Urteil des Landgerichts ist die Hamburger Mietpreisbremse für einen Mietvertrag aus dem Jahr 2015 nicht anwendbar. Geklagt hatte ein Mann, der für seine Wohnung in Ottensen eine Nettokaltmiete von 14,01 Euro pro Quadratmeter zahlte und von seinem Vermieter einen Teil davon zurückverlangen wollte, da dieser, so dachte er, gegen die Mietpreisbremse verstoße: Seine Miete hätte 9,63 Euro je Quadratmeter nicht übersteigen dürfen. Gut und schön, befand das Gericht, aber so gehe das nicht, eines Formfehlers wegen: Der Hamburger Senat habe zwar im Juni 2015 seine Mietpreisbegrenzungsverordnung erlassen, aber die dazugehörige Begründung entgegen der Vorschrift erst viel später veröffentlicht – am 1. September 2017 –, sodass die Verordnung beim Abschluss des strittigen Mietvertrags am 1. September 2015 noch gar nicht gegolten habe. Das Landgericht ließ eine Revision nicht zu. Der Richterspruch sorgte für heftige Reaktionen: Der Mieterverein zu Hamburg will prüfen lassen, welche Chancen eine Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof haben könnte, sah die Mietpreisbremse durch die Entscheidung des Landgerichts gekippt und forderte den Senat zum "zeitnahen" Neuerlass auf. Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt kündigte noch gestern an, der rot-grüne Senat wolle die Mietpreisbremse binnen vier Wochen neu auf den Weg bringen, um für Rechtssicherheit zu sorgen. Was das nun für bestehende Mietverträge heißt, darüber wird noch gestritten werden.

Kohlekraftwerk Wedel: Gefährliche Flocken?

Seit zwei Jahren schneit es in Wedel Flocken, klein und weiß wie Asche. Rund um das Kohlekraftwerk schweben sie nieder auf Pflanzen und Autos, Kindergärten und Sportplätze. Dem Betreiber Vattenfall zufolge handelt es sich um Flugasche und Gips. Eine Bürgerinitiative klagt das schwedische Unternehmen an, die Teilchen verursachten Schäden am Autolack und an Wintergärten, verunreinigten Obst und Gemüse, gefährdeten die Gesundheit der Anwohner. "Das sind Industrieschäden", ist sich Kerstin Lueckow sicher, Sprecherin der Initiative. Deshalb übernehme keine Versicherung die Kosten. Vattenfall stritt das lange Zeit nicht ab, kam eigenen Angaben zufolge Schadensersatzforderungen etwa in Form von Autolackierungen nach. Damit ist jetzt allerdings Schluss: Das Unternehmen habe mittlerweile "eine Reihe von Maßnahmen ergriffen", um den Ausstoß zu minimieren, so Pressesprecherin Barbara Meyer-Buckow. Vollständig zu verhindern sei der Partikelauswurf nicht, die Flocken aber ließen sich nunmehr rückstandslos entfernen. "Alle Analysen haben ergeben, dass sie nicht gesundheitsschädlich sind", betont Meyer-Buckow. Kerstin Lueckow ringt das wütende Seufzer ab. "Wieso fressen sich dann immer noch Löcher durch die Lackschichten unserer Autos?", fragt sie, präsentiert aktuelle Fotos der Schäden. Bei der gestrigen Sitzung des Energienetzbeirats Hamburg verwies sie auf Gutachten, die Ursache und Wirkung beweisen. Vattenfall hingegen sieht seine Pflichten den Anwohnern gegenüber als erledigt an. Auf die Frage, welche alternativen Gründe für zerfressenen Autolack denkbar seien, sagt Pressesprecherin Meyer-Buckow: "Zu anderen möglichen Ursachen für eventuelle Schäden können wir uns nicht äußern."

Mikroplastik: "Es geht um unsere Gesundheit!"

Seit wir am Dienstag über den Vorstoß von Hamburg Wasser gegen Mikroplastik berichtet haben (nachzulesen hier), erreichten uns zahlreiche besorgte Mails. Aber auch gute Ideen, wie etwa von Leserin L. B., die für Kosmetik die kostenlose App Codecheck empfiehlt. Nach einem Scan des Produkt-Barcodes erhält man die genauen Inhaltsstoffe aufs Smartphone. Mikroplastik ist dann beispielsweise rot markiert. "Sehr praktisch und idiotensicher!", findet unsere Leserin. Woher das ganze Mikroplastik kommt und was man dagegen tun kann, darüber sprachen wir mit Michael Braungart. Der Chemiker leitet das Umweltforschungs- und Beratungsinstitut EPEA mit Sitz in Hamburg und ist Professor an der Leuphana Universität in Lüneburg.

Elbvertiefung: Herr Braungart, wo kommt das ganze Mikroplastik eigentlich her?

Michael Braungart: Etwa die Hälfte des Mikroplastiks in der Elbe zum Beispiel ist Reifenabrieb, also feine Partikel, die sich beim Autofahren lösen. Ein Drittel macht Textilabrieb aus, gerade von Klamotten aus Polyester, weil die nicht biologisch abbaubar sind.

EV: Wo kommt Mikroplastik noch vor?

Braungart: Eigentlich überall, auch in Produkten, in denen man es nicht vermuten würde. Beispielsweise in Papiertaschentüchern. Das Papier enthält Stabilisatoren, die dafür sorgen, dass es sich bei Nässe nicht sofort auflöst. Auch in Backformen aus Silikon und in Teflonpfannen steckt Mikroplastik und landet so auf unseren Tellern. Die kleinen Teile schwirren auch in der Luft herum, und wir atmen sie ein.

EV: Was können wir Verbraucher tun? Mehr Baumwolle tragen und Pfannen aus Edelstahl nutzen?

Braungart: Das wäre ein Anfang. Leider gibt es keine einheitliche Kennzeichnung für Produkte ohne Mikroplastik. Auch in einem Baumwollshirt kann Mikroplastik stecken, etwa in der Farbe. Die Verbraucher müssten vor allem darauf pochen, dass sich generell etwas ändert.

EV: Wer könnte denn etwas ändern?

Braungart: Die Politik, aber das Umweltbundesamt vertritt eher die Hersteller als die Verbraucher. Auch die Stadt Hamburg könnte sich hinstellen und sagen: Wir handeln jetzt! Bei uns dürfen nur noch Autos fahren mit Reifen, deren Abrieb biologisch abbaubar ist. Solche Alternativen gibt es längst. Auch Ultrafiltrationsanlagen für die Waschmaschinen, die den Großteil der Textilpartikel einfangen.

EV: Und warum wird dann trotzdem überall Mikroplastik eingesetzt?

Braungart: Weil es billig ist und leicht zu verarbeiten. Technisch wäre es kein Problem, die Rezeptur von Kosmetikprodukten etwa zu verändern. In Peelings könnte man Tonkügelchen verwenden oder Sägemehl.

EV: Was halten Sie davon, dass die EU jetzt Trinkhalme und Q-Tips aus Plastik verbieten will?

Braungart: Das ist eine Alibi-Aktion! Das Verbot wird – bezogen auf die komplette Plastikmenge, die im Umlauf ist – kaum einen Unterschied machen. Beim Thema Mikroplastik geht es nicht um irgendeine Art von Luxus, es geht um unsere Gesundheit.

9 Quadratmeter Filmplakat

Viele Kinoliebhaber kennen sie, die drei mal drei Meter großen handgemalten Filmplakate über dem Haupteingang des Zeise-Kinos in der Friedensallee. Ein Berliner Plakatmaler fertigt die Bilder an. Etwa alle vier Wochen kommt ein neues Plakat in einer großen Rolle in Hamburg an, die alten wandern in den Fundus. Rund 20 davon werden nun am Sonntag versteigert. Der Erlös geht an das Hospiz Hamburg Leuchtfeuer. "Ich schätze so 50 bis 500 Euro wird man wohl für ein Plakat hinlegen müssen", sagt Jan-Oliver Lange von den Zeise-Kinos. Vor allem bei den Fatih-Akin-Filmen "Tschick" und "Aus dem Nichts" rechnet er mit Höchstpreisen – und bei "Grand Budapest Hotel". "Das ist ein sehr schönes Motiv und ein Liebhaberfilm unter Cineasten", sagt Lange und fügt hinzu: "Letztendlich hängt bei einer Versteigerung natürlich auch viel vom Auktionator ab." In diesem Fall ist das die Aufgabe von Moderator Michel Abdollahi. Falls Sie sich übrigens fragen, wo man so ein großes Plakat aufhängen soll: Jan-Oliver Lange hatte auch schon eines in seiner Wohnung untergebracht. "Einfach die Ränder umklappen, bis es passt", lautet sein Tipp.

Die Versteigerung der Filmplakate findet am Sonntag um 11 Uhr in der Fabrik, Barnerstraße 36, statt – im Rahmen der Altonale. Um 16 Uhr kommen Kostüme und Skurrilitäten aus dem Thalia Theater unter den Hammer. Der Eintritt ist frei.

11vertiefung

Kathrin Fromm © privat

   Eine WM-Kolumne von Kathrin Fromm


"Eigentlich wollte ich vom Auftaktspiel nichts sehen. Dachte ich mir zumindest so, als ich zum Public Listening auf Kampnagel fuhr. Aber dann war da doch eine Riesenleinwand aufgebaut, nur der Ton war abgestellt. Der kam über Kopfhörer aus dem Smartphone. Auf Kanal 1 gab es klassisch Fußball mit Rückpässen und Torchancen von zwei Kommentatoren, die sonst aus dem Stadion beim FC St. Pauli berichten. Auf Kanal 2 witzelten sich Johnny King und DJ Wuchtbrumme durchs Spiel. Zeichneten den Scheitel des Schiedsrichters als Frisur der WM aus, lasen die Bandenwerbung vor, sparten nicht mit zynischen und politisch nicht ganz so korrekten Kommentaren. Gut so, denn wirklich spannend war es nicht, das Spiel zwischen Russland und Saudi-Arabien, auch wenn es vom Gastgeber eine einseitige und so (zumindest von mir) nicht erwartete Flut von fünf Toren gab. Mit den lustigen Bemerkungen im Ohr und dem Gelächter der Vorderfrau war es aber zumindest ein ungewöhnliches Erlebnis, auch wenn kaum Publikum da war. Ab heute wird dann ganz gewöhnlich geglotzt – vor dem heimischen Fernseher, bei Freunden, in Kneipen. Und die Spielqualität sollte sich spätestens bei der Partie Spanien gegen Portugal auch deutlich verbessern."


Spielergebnisse

Russland    Tore     5:0     Tore    Saudi Arabien


Tabelle: Beste Spieler

 Platz        Spieler                   Punkte         Team

 1                FlyingElsman           1       

 2                Lennart                     1                 Freunde der ZEIT

 3                nomade2015            1                     


Tabelle: Beste Teams

 Platz        Spieler                              Punkte   

 1               Die Entronauten                 1

 2               Gryffin-Tor                          1         

 3               Die Seekicker                      1


Lesevertiefung

Drei Buchempfehlungen fürs Wochenende ...

 

Roman In der neu gestalteten Manesse-Bibliothek ist als einer der ersten Bände Drei Mann in einem Boot. Ganz zu schweigen vom Hund! von Jerome K. Jerome erschienen. Eine wunderbar leichte und trotz des nassen Settings mit trockenem Humor erzählte Geschichte über eine Bootstour auf der Themse Ende des 19. Jahrhunderts. Ein Evergreen der Unterhaltungsliteratur, neu übersetzt von Gisbert Haefs. 22 Euro

 

Kinderbuch Ebenfalls um einen Männerausflug geht es im leuchtenden Bilderbuch Sonne von Sam Usher. Der kleine Junge und sein Opa wandern der immer gleißenderen Sonne entgegen – es ist aufregend, heiß, und man kann nie wissen, welche Abenteuer einen am Ende erwarten ... Aus dem Englischen von Meike Blatnik, von 4 bis 6 Jahren, Annette Betz 14,95 Euro

 

Reiseführer Der Stadtbegleiter Mach’s in Hamburg – spiel mit Deiner Stadt! von Malte Knaack schlägt viele neue Seiten von Hamburg auf. Ein interaktives Krickelbuch voller Ideen zum Fertigmalen, Basteln, Knicken und Spielen, mit dem man nicht nur Kindern und Teens eine Tour durch die Stadt versüßen kann! Mairdumont, 10 Euro

 

… ausgewählt von Jana Büchert; Buchhandlung Frau Büchert, Rotherbaum

 

Was geht

Ressourcen im Konflikt: Smartphones, Autos, Dosen – täglich nutzen wir Produkte, in denen "Konfliktrohstoffe" stecken; Stoffe, deren Abbau und Handel schwerste Menschenrechtsverletzungen verursachen. Der Verein Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung hinterfragt Firmen wie BMW und Apple, Staaten wie die USA und China. Diskussion: "Konfliktrohstoffe und die Lieferkettenverantwortung von Unternehmen – was bewirken die Regulierungsansätze der EU, USA und Chinas?"

GLS-Filiale, Düsternstraße 10, 17 Uhr, Eintritt frei

Die Party schwingt: Lindy Hop, Balboa, Shag, Boogie! Noch nie gehört, noch nie getanzt? Dann wird es Zeit: Die Swingtanzparty "Stompin’ at the Goldbekhaus" bietet nicht nur erfahrenen Schwingern, sondern auch Anfängern Raum zum Schwoofen.

Bühne zum Hof, Moorfuhrtweg 9, Party ab 21 Uhr; Tanzkurs für Fortgeschrittene, 19 Uhr; Tanzkurs für Anfänger, 20 Uhr; 7 Euro ohne, 12 Euro mit Kurs

Was bleibt

Altona feiert: Heute biegt die Altonale mit ihrem Straßenfest auf die Zielgerade – vom Kunstmarkt über das Design Gift Open Air bis hin zu zahlreichen Musikbühnen. Bis in die Hinterhöfe hinein bespielt sie Hamburg mit Kultur, bewegt die Große Bergstraße mit "Streetgames" und Parkour.

Ottensen und Altona-Altstadt, Fr–So, Programm online

Was kommt

Lokis Natur: "Loki Schmidt handelte aus dem Herzen heraus und aus Liebe zur Natur", schreibt die Loki-Schmidt-Stiftung. Beim "Langen Tag der StadtNatur Hamburg" sollen Besucher dementsprechend ein neues Bewusstsein entwickeln, das Bedürfnis, für die Umwelt aktiv zu werden. Im Fokus der über 200 Veranstaltungen steht dieses Jahr die "Elbe – Lebensader der Region Hamburg"; mit Rad-, Kletter- und Bootstouren, Kunst im Grünen und Führungen in – eigentlich –unzugängliche Naturgebiete.

Verschiedene Orte, Sa/So, Programm online

Hamburg trällert: 30 Chöre machen neun Stunden lang Musik. Wahnsinn? Nein, die "27. Nacht der Chöre" in St. Petri. Vom Vokalensemble über den Kammerchor bis hin zur großen Kantorei, vom Kinder- über den Betriebschor bis hin zur Seniorengruppe musizieren sich Sänger quer durch alle Epochen. Übrigens: Im "Nacht-der-Chöre-Projektchor" sind noch Plätze frei.

Hauptkirche St. Petri, Bei der Petrikirche 2, Sa, 15 Uhr bis So, 0 Uhr, Eintritt frei

Bombe auf Leinwand: In der Kölner Keupstraße fliegen am 9. Juni 2004 Nägel durch die Luft. Nach dem Bombenanschlag vor einem türkischen Friseursalon kommen für die Polizei als Täter vor allem die Opfer infrage. Erst Jahre später ordnet sie den Anschlag dem sogenannten Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) zu. Matinee mit Gästen: "Der Kuaför aus der Keupstraße", Dokumentarfilm zum Ende des NSU-Prozesses.

Zeise-Kino, Friedensallee 7–9, So, 11 Uhr, 8 Euro

Hamburger Schnack

Auf der Fähre. Kurz vor dem Schauer kommt die Durchsage: "Bleiben Sie auf dem Oberdeck bitte bei Regen sitzen, damit das Gestühl trocken bleibt."

 

Gehört von Christoph Steinmetz

Meine Stadt

Bei Sommerwetter werden die Fahrrad-Parkplätze am Bootssteg knapp. Aber auch der Hamburger Radfahrer kann kreativ parken. © Harald Beyer

Das war sie wieder, die Elbvertiefung. Wollen Sie uns Ihre Meinung sagen, wissen Sie etwas, über das wir berichten sollten? Schreiben Sie uns: elbvertiefung@zeit.de

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende. Montag lesen wir uns wieder, wenn Sie mögen!

Ihr Mark Spörrle

 

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