Mark Spörrle © Vera Tammen

Guten Morgen,

gestern war der Tag der Workaholics. Warum wir erst heute drüber schreiben? Was für eine Frage: Wir kommen natürlich erst jetzt dazu! Die viele Arbeit, der ganze Stress, die Papier-, Akten- und Tabletstapel überall, auch zu Hause – es wird immer mehr. Obwohl man doch längst rund um die Uhr arbeitet, sofort einschläft, wenn man sich an die Wand lehnt, anfängt zu brüllen, wenn der Pizzabote Champignons statt Würstel liefert, und morgens kaum noch aus dem Bett kommt …

So, und wenn Sie jetzt allen Ernstes beifällig genickt haben, sollten Sie die Notbremse ziehen, ansonsten geht es Ihnen an die Gesundheit. Wie vielen anderen. Nach einer Auswertung der KKH Kaufmännische Krankenkasse nämlich diagnostizierten Ärzte im Jahr 2016 bei rund 26.000 Versicherten ein Burn-out-Syndrom – ein dramatischer Anstieg von rund 134 Prozent gegenüber dem Jahr 2006. Besonders betroffen: 45- bis 59-Jährige – und Männer: Bei denen stiegen die Burn-out-Fälle um mehr als das Dreifache.

Die Ursachen: chronischer Stress und Überbelastung. Das Pulsieren des Adrenalins in unseren Adern ist auf Dauer nur dann positiv und aktivierend, wenn es sich mit Phasen der Entspannung abwechselt. Was viele nicht wissen: Auch Dauerstress im Privatleben kann krank machen. Gleiches gilt selbst dann, wenn man meint, doch so gern zu arbeiten, dass man nicht mehr aufhören kann – Stichwort Arbeitssucht. Zum Burn-out können noch Angstzustände kommen und schließlich eine Depression. Insofern sollten alle, die das hier jetzt sehr aufmerksam lesen, auf die Warnzeichen achten: Das können auch Bauchschmerzen sein, Schlafstörungen oder eben völlige Erschöpfung. Und dann Hilfe suchen beim Arzt.

Aber vielleicht erst mal entschleunigt ein Eis essen gehen?

Unten präsentieren wir den letzten Gewinner unseres Eisbattles "Unser Lieblingseisladen", den Sieger in den Kategorienbeste Regie, beste Technik, bester Soundtrack und beste Darstellung: den Kurs "Film" der Franz-von-Assisi-Schule Hamburg mit Schülern der Klassenstufen 5 und 6. Viel Spaß!

Katholische Schulen: "Sehr viel Misstrauen"

Der Erzbischof hat entschieden, die Kooperation mit der Hamburger Schulgenossenschaft ist geplatzt. Damit steht das Aus für mindestens fünf katholische Schulen fest. Auch die Schulleiterkonferenz sah keine Chance mehr und riet von der Zusammenarbeit ab – trotzdem übt sie deutliche Kritik am Vorgehen ihres Arbeitgebers. Was schieflief, welche Hoffnung es noch gibt und wieso es nun auch für die drei Moratoriumsschulen eng wird, erklärt Rainer Busenbender, Leiter der katholischen St. Paulus Schule.

Elbvertiefung: Die katholischen Schulleiter kritisieren die Entscheidung des Erzbistums, raten aber dennoch von einer Kooperation mit der Hamburger Schulgenossenschaft ab. Wieso?

Rainer Busenbender: Der Hauptpunkt ist, dass wir nicht glauben, dass die beiden zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit kommen können. Wir haben in den vergangenen Wochen festgestellt, dass seitens des Erzbistums sehr viel Misstrauen gegenüber der Schulgenossenschaft besteht. Was wir aber für den Erhalt der Schulen brauchen, ist ein Miteinander. Wir konnten aus keiner Äußerung entnehmen, dass es diesen gemeinsamen Blick nach vorne gibt.

EV: In der Stellungnahme aus dem Generalvikariat ist von "Trickserei", "erheblicher Camouflage" und "politischer Erpressung" die Rede. Wie bewerten Sie diese Vorwürfe gegenüber der Schulgenossenschaft?

Busenbender: Diese Vorlage kam für uns sehr kurzfristig, wir hatten gerade einen Tag Zeit, eine Stellungnahme dazu abzugeben. Deshalb konnten wir einzelne Punkte nicht bewerten, auch für Nachfragen war keine Zeit. Deshalb haben wir nur die Grundaussage des Papiers beurteilen und unsere Kenntnisse aus den letzten Wochen und Monaten hinzuziehen können. Da zeigte sich recht deutlich, dass sich das Bistum insgesamt sehr misstrauisch verhält. Ein Austausch über Einzelaussagen der Vorlage war aber nicht mehr möglich.

EV: Ein wesentliches Argument des Erzbistums lautet, das Finanzkonzept der Genossenschaft überzeuge nicht. Wie sehen das die Schulleiter?

Busenbender: Auch wir glauben nicht, dass uns das Finanzkonzept, das die Schulgenossenschaft skizziert hat, in die Zukunft tragen kann. Da ging es unter anderem darum, dass die Schülerzahl pro Klasse erhöht werden sollte und die dazugehörenden Lehrerstunden nicht "aufgesattelt" werden. Aber das geht nicht an allen Standorten und Jahrgangsstufen. Da kommen wir dann in eine Größenordnung, bei der Eltern vorsichtig werden, ob sie ihr Kind überhaupt in so eine große Klasse schicken wollen.

EV: Das Problem ist nachvollziehbar – aber reicht das, um den einzigen Versuch einer Rettung der Schulen abzulehnen? Oder hatte die Schulleiterkonferenz noch weitere Gründe?

Busenbender: Durch die reduzierte Lehrerversorgung wären dann prägende Inhalte unserer Schulkonzepte nicht mehr umsetzbar. Wir an der St. Paulus Schule haben zum Beispiel ein Beraterteam aus Sozialpädagogen, Beratungslehrkräften, Ergotherapeuten und Lerntherapeuten. Dieses Team würden wir bei reduzierter Stellenversorgung einsparen müssen. Es gab Gespräche mit Investoren und der Stadt Hamburg, um die Finanzierung zu stellen, aber keine wirklich konkreten Aussagen. Das erschien uns nicht sicher genug.

EV: Ein Kostenfaktor für die Finanzierung der katholischen Schulen sind auch die Pensionsansprüche der Lehrer, die nach wie vor erfüllt werden müssen. Beschäftigt Sie das?

Busenbender: Wir sehen es natürlich mit großer Sorge, dass unser Arbeitgeber da Probleme anmeldet. Aber für unsere Einschätzung, ob Erzbistum und Genossenschaft zusammengehen können, hat das keine Rolle gespielt. Die Verantwortung für die Pensionsrückstellungen trägt das Erzbistum, wir als Schulleiterkonferenz sind hier nicht für Trägeraufgaben verantwortlich. Wir erkennen den Konflikt für unseren Schulträger an, aber erwarten, dass er auch für die Pensionen eine Lösung findet.

EV: Was hätte in der Debatte um den Erhalt der Schulen besser laufen müssen?

Busenbender: Die Kommunikation des Erzbistums. Wir haben sehr darunter gelitten, dass wir im Januar vor vollendete Tatsachen gestellt wurden – zu einem Zeitpunkt, wo keine Reaktion mehr möglich war. Die Mitteilung der Schließung der Schulen fiel genau in die Woche, in der die Anmeldung für unsere Schulen losging. Das war ein Schock. Natürlich war uns klar, dass das Bistum Schulstandorte reduzieren will. Die Gespräche darüber hätten wir auch gerne positiv mit begleitet. Später haben sich in der Schulgenossenschaft gestandene Leute mit Fachwissen engagiert – aber ihnen fehlte es dann ebenso wie uns an Zeit und Informationen, um diese Kompetenzen einzubringen.

EV: Der Weg mit der Genossenschaft ist beendet, der Erzbischof hofft aber weiterhin auf konstruktive Zusammenarbeit. Wie könnte das jetzt noch gelingen?

Busenbender: Das ist schwer zu beantworten. Wir hoffen, dass noch genug Vertrauen übrig ist, um das aufzugreifen, was mögliche Investoren bereits angeregt haben – und dass das Bistum zusätzlich weitere Geldgeber auftreibt oder nach weiteren eigenen Möglichkeiten sucht. Das Problem ist aber nach wie vor: Wir brauchen Zeit für Gespräche, und die läuft uns davon. Wir gehen jetzt in die Sommerferien, spätestens vier Wochen später müssen alle noch bestehenden Schulen – einschließlich derer, für die das Moratorium gelten soll – die Eltern anschreiben und um Schüler werben können. Wenn das nicht geht, dann sind die drei Moratoriumsschulen auch kaum noch zu retten.

Abschied von Thomas Hengelbrock: Abgang mit Misstönen

Das Lied ist aus. Die Liebe zwischen Chefdirigent Thomas Hengelbrock und der Elbphilharmonie, sie war nicht von Dauer, währte nur ein halbes Jahr. Dann war klar: Er geht. Tschüss, Hamburg, und bonjour Paris! Denn der Mann, der beim NDR Elbphilharmonie Orchester jahrelang den Takt vorgab, war am Ende selbst nicht mehr im Takt – nicht mit den Musikern, nicht mit den Ansprüchen des Hauses. In der vergangenen Woche gab er sein letztes Konzert als Chefdirigent. "Er war es, der das Orchester auf die internationale Bühne heben sollte. Das war der Job, für den er geholt wurde. Der Job ist getan. Auf der Bühne selbst sollen jetzt andere stehen", resümiert Florian Zinnecker in seinem Text "Das erste Opfer der Elphi". Warum der Abgang des charismatischen Hengelbrock einer mit Misstönen ist, der grundsätzliche Fragen aufwirft, lesen Sie auf den Hamburg-Seiten der aktuellen ZEIT-Ausgabe am Kiosk oder digital hier.

Männliche Staatsanwälte bekommen Vorrang

Männer bevorzugt? Das lässt wohl nicht nur Feministinnen die Brauen heben. Erst recht, wenn die Ankündigung sich in den offiziellen Einstellungskriterien für einen Arbeitsplatz beim Staat findet. Für die Hamburger Staatsanwaltschaft gilt das trotzdem: "Männliche Bewerber werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung vorrangig berücksichtigt", heißt es im Justiz-Portal. "Ein schlechter Witz", findet Sandra Goldschmidt von der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di – denn schließlich würden Männer nicht strukturell benachteiligt, im Gegensatz zu Frauen. "Eine Quote ist aber nur dann sinnvoll und vertretbar, wenn sie eine allgemeine Benachteiligung aufbricht", argumentiert die Gewerkschafterin. Woran liegt es, dass Hamburg 125 Staatsanwältinnen hat, dagegen nur 70 Staatsanwälte? Wird da womöglich doch strukturell diskriminiert, oder machen die Männer anders Karriere? "Darauf kommt es nach dem Hamburger Gleichstellungsgesetz gar nicht an", erklärt Staatsanwaltssprecher Carsten Rinio. Das Gesetz, auf dessen Grundlage auch die Ausschreibung formuliert sei, fordere lediglich einen Ausgleich, wenn ein Geschlecht mit weniger als 40 Prozent vertreten und damit unterrepräsentiert sei. Das sei bei den Staatsanwälten eben der Fall, in der Besoldungsgruppe der Einsteiger sogar besonders. Dass nicht nur Frauen gefördert werden sollen, habe der Senat 2014 übrigens nach Vorgaben der EU ins Gleichstellungsgesetz geschrieben, erklärt Marion Klabunde, Sprecherin der Justizbehörde. In der Realität komme man allerdings gar nicht in die Situation, ein Geschlecht zulasten des anderen zu bevorzugen, sagt Klabunde: "Wir haben eher zu wenig Bewerbungen als zu viele."

Petition: "Die Periode ist kein Luxus"

Frauen bluten. Das hat die Biologie so vorgesehen. Die Periode ist eine Alltagserscheinung, aber eben auch ein Unterschied zwischen Frau und Mann. Ein Unterschied, für den die Frauenwelt teuer bezahlen müsse – ein Unding, meint Nanna-Josephine Roloff, die bei einem Steuerrechts-Workshop auf das Thema aufmerksam wurde. Gemeinsam mit Yasemin Kotra hat sie die Petition "Die Periode ist kein Luxus" gestartet. Denn obwohl Frauen auf Hygieneartikel wie Tampons angewiesen sind, wird das steuerrechtlich bislang nicht anerkannt – während andere Dinge des täglichen Bedarfs wie Bücher und Tonträger unter den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent fallen. "Die Periode ist ein elementarer Bestandteil des weiblichen Körpers, es wird Zeit, dass sie als solcher anerkannt wird und die dazugehörigen Produkte als entsprechend notwendig eingestuft werden", meint Roloff. Den beiden Frauen geht es mit ihrem Vorstoß nicht nur um den finanziellen Aspekt, sondern auch um eine Sensibilisierung in Sachen Gleichberechtigung. Denn die umfasse alle Lebensbereiche. Mehr als 70.000 Unterstützer hat die Petition bereits gefunden, aber auch Kritiker. Darunter Männer, die sich benachteiligt fühlen, weil sie Rasierschaum als ebenso notwendig erachten, und Frauen, die andere Themen als wichtiger empfinden. Ein erster Schritt in Richtung Gesetzesergänzung ist aber bereits erfolgt. In der Hamburger SPD wurde das Thema auf Landesebene bereits beschlossen; beim nächsten Bundesparteitag soll es weiter vorangetrieben werden.

Korrektur

Als wir in unserem Letter vom Mittwoch über die Wohnungsvergabe bei der SAGA berichteten, schrieben wir: "… die Diakonie etwa fordert, dass jede zweite Neuvermietung an Wohnungslose gehen sollte." Richtig ist hingegen: Die Diakonie fordert, dass jede zweite SAGA-Neuvermietung "an vordringlich Wohnungssuchende gehen sollte, davon 2.000 an wohnungslose Haushalte". Denn "vordringlich Wohnungslose" haben nicht nur gerade kein Dach über dem Kopf, sie sind allein gar nicht in der Lage, eine Wohnung zu finden, und werden von den Bezirken daher mit Dringlichkeitsscheinen oder Dringlichkeitsbestätigungen ausgestattet. Dazu zählen etwa Menschen mit Behinderungen, aus stationären Einrichtungen oder Frauen aus Frauenhäusern.

11vertiefung

Tina Pokern © privat

Eine WM-Kolumne von Tina Pokern

"Wir sind Viertelfinalisten! Anders als gehofft, macht aber nix. Denn Albin Ekdal spielt zwar in den schwedischen Farben, aber doch ganz sicher mit der Raute im Herzen. Und dass ein Hamburger Spieler noch um den Pokal kickt, das freut sogar mich – obschon ich sonst nicht wirklich viel mit dem HSV am Hut habe. Ich hoffe nur, der Schwede steht morgen gegen England wirklich auf dem Platz. Trainieren konnte er nicht. Der Fuß, er schmerzt. Dabei wäre es schon schön, wenn jetzt für ihn (und uns) noch nicht Schluss wäre. Schließlich ist er der letzte von vier Hamburger WM-Fahrern, der noch im Turnier verblieben ist. Filip Kostić und Aziz Bouhaddouz haben mit Serbien und Marokko die Vorrunde nicht überstanden, Gōtoku Sakai und die japanische Mannschaft scheiterten im Achtelfinale an Belgien. Wahrscheinlich liegen die drei schon in der Sonne und lauschen dem Meeresrauschen. Etwas, was ihnen der Gewinner unseres Tippspiels in absehbarer Zeit nachtun kann. So wie es aktuell aussieht, werde ich meinen Seesack nämlich nicht für die Kreuzfahrt packen. Ich bin einfach nicht so richtig ins Spiel gekommen. Um es mal frei nach einer Fußballweisheit des Ex-Profis Jürgen Wegmann zu beschreiben: Erst hatte ich kein Glück, dann kam auch noch Pech dazu. Unter diesen Bedingungen brauche ich es bei den heutigen Partien Uruguay/Frankreich und Brasilien/Belgien eigentlich gar nicht erst mit Prognosen versuchen."

Tippspielergebnisse

Tabelle: Beste Spieler

Platz Spieler Punkte Team
1 FlyingElsman
69
2 MehrGlückalsVerstand 69 Mensch ist der United
3 micky2 67 mickysteam

Tabelle: Beste Teams

Platz Team Punkte
1 GofortheCup 64.50
2 5. Stern 61.50
3 mickysteam 59.50

Die Gewinner des Eisbattles

"Unser Lieblingseisladen" (4)

Preis für die beste Regie, die beste Technik, den besten Soundtrack und die beste Darstellung: der Kurs "Film" der Franz-von-Assisi-Schule Hamburg mit Schülern der Klassenstufen 5 und 6 präsentiert das Eiscafé Höft, Bramfeld – zum Clip bitte hier entlang.

Eiscafé Höft, Bramfeld

 

Schon von Weitem leuchtet das großes Schild des Eiscafés Höft die breite Bramfelder Chaussee hinab. Ein echter Traditionsladen, der sich gleich zweimal in Hamburg findet, seit mehr als 60 Jahren Eis kreiert und Eishungrige aus der ganzen Umgebung anlockt. Die Einrichtung des Cafés ist funktional, in der Auslage des langen Tresens locken rund 20 verschiedene Sorten Eis, neben Klassikern dominieren hier die Fruchtsorten, von Erdbeere über Grüner Apfel bis hin zu Birne – und in jeder Saison kommen neue Kreationen hinzu. Eine Kugel kostet 1,20 Euro, und sie ist riesengroß. Cremig, ohne zu sahnig zu sein, und nicht zu süß – großartig! Auch die Waffeln sind knusprig-frisch, und die Sahne schmeckt köstlich. In einem weiteren Tresen liegen allerlei frische Früchte wie Blau- oder Erdbeeren aus, die zur Herstellung riesiger Eisbecher verwendet werden. Ein Highlight ist das Spaghetti-Eis – auch zum Mitnehmen –, welches in kleiner Variante 4,50 Euro kostet und vor allem durch sein überaus leckeres Vanilleeis überzeugt.

 

Bramfeld, Eiscafé Höft, Bramfelder Chaussee 384, täglich 10–22 Uhr

 

Elisabeth Knoblauch

Was bleibt

Himmlischer Chor: Im Altertum galt das Himmelsgewölbe als Hohlkugel. Den "Sphären" lag die Vorstellung zugrunde, das Gewölbe bestehe aus durchsichtigen Kristallschalen, an welche Sterne und Planeten geheftet sind. Insofern lässt das gleichnamige Konzert des Universitätschors Hamburg Himmlisches vermuten; auf dem Programm stehen Werke von Schütz, Gjeilo, Pärt und Mendelssohn.

Konzerte: heute, 18 Uhr: Nathan-Söderblom-Kirche, Berliner Str. 4, Reinbek, Spenden erbeten; Sa, 20 Uhr: St. Johannis-Harvestehude, Heimhuder Str. 92, 12 Euro

Kunst bei Nacht: Der nachtspeicher23 feiert zehn Jahre in zehn Wochen und präsentiert dafür jedes Wochenende eine neue Ausstellung. Motto des Jubiläums: "The Future Is Now". Der Verein liefert einen Querschnitt durch die vergangenen Jahre, fragt aber auch, was es bedeutet, 2018 Kunst zu produzieren. "II III X #07" mit Werken von Björn Erik Haugen (Installation, Video), Carina Chowanek, Björn Linke (Malerei) und Karl Heinz Mauermann (Fotos).

nachtspeicher23, Lindenstraße 23, Eröffnung heute, 19–22 Uhr, Ausstellung Sa/So, 15–18 Uhr

Was kommt

Flechten für Balkonien: Sie wirkt komplex, ist aber mit den richtigen Tipps rasch zu erlernen – im Workshop erklärt Korbflechterin Imke Günzel die Weidenflechtkunst. Neben Deko für Garten und Balkon entstehen kleine Körbchen am Stock. Erinnert an "Hänschen Klein", gilt aber als Entdeckertour für Erwachsene.

Biosphaerium Elbtalaue, Schlossstraße 10, Bleckede, Sa, 11 Uhr, 20 Euro

Hanse-Mahler: Hamburg war für Gustav Mahler ein Sprungbrett auf dem Weg zum "Gott der südlichen Zonen" – nach dem Aufenthalt in der Hansestadt wurde er Chef der Wiener Hofoper. Auf den Spuren des Dirigenten und Komponisten entdecken Hanseaten Wirkungsstätten wie die Kirche, in der er die Inspiration zu seiner 2. Sinfonie erhielt, und den Ort, an dem er vom Juden- zum Christentum konvertierte. Stadtrundgang: "Gustav Mahler".

KomponistenQuartier, Peterstraße 28, So, 13.30 Uhr, 10 Euro

Liebe Lyrik: Seit Jahrhunderten arbeiten sich Dichter, Denker und Musiker an der Liebe ab – und schaffen es meist doch nur, eine ihrer Facetten einzufangen. Hannah Ehlers und Quintus Hummel widmen der mächtigen Emotion einen ganzen Lyrikabend, nehmen ihre Gäste mit auf eine Reise quer durch Epochen und Genres: "Die Welten drehn sich all’ um Liebe …"

Hotel Wedina, Gurlittstraße 23, So, 17 Uhr, 8 Euro, Anmeldung unter kultursalon@hotelwedina.de

Hamburger Schnack

An der Elbe spaziert eine kleine Seniorengruppe. Ein älterer Herr bleibt immer wieder stehen und schaut den Schiffen hinterher. Energisch wird er von seiner Partnerin ermahnt: "Komm jetzt, Erwin! Sonst kaufen wir einen Bollerwagen, und du wirst gezogen!"

 

Gehört von Sybille Ekrut

Meine Stadt

An der Kette © Sven Gabelenz

Das war sie wieder, die Elbvertiefung. Wollen Sie uns Ihre Meinung sagen, wissen Sie etwas, über das wir berichten sollten? Haben Sie immer noch Ihren Weihnachtsbaum im Wohnzimmer? Schreiben Sie uns: elbvertiefung@zeit.de

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Montag lesen wir uns wieder, wenn Sie mögen!

Ihr Mark Spörrle

 

PS: Gefällt Ihnen unser Letter, leiten Sie ihn gern weiter. Haben Sie ihn weitergeleitet bekommen, melden Sie sich ganz einfach und unverbindlich an unter www.zeit.de/elbvertiefung. Dann schicken wir Ihnen die neue Elbvertiefung, solange Sie wollen, immer montags bis freitags ab 6 Uhr.