Mark Spörrle © Vera Tammen

Guten Morgen,

Radfahrer, die tagtäglich im rauen Hamburger Straßenverkehr bestehen müssen, benötigen offenbar einen gewissen Gehalt an Adrenalin im Blut, der sie befähigt, auf Verkehrshindernisse, plötzlich auftauchende Autos, Fußgänger oder Kritik reagieren zu können – blitzschnell und mitunter unbarmherzig. Nur so ist es zu erklären, dass selbst die Ankündigung in der Betreffzeile dieses Letters, diesmal seien Fahrräder KEIN Thema, energische Reaktionen hervorrufen konnte. "Halten Sie, Herr Spörrle, Radfahrer etwa für zu unwichtig, um sie zu thematisieren?", schrieb Frau N. "Und wissen Sie was? Ich glaube Ihnen nicht, dass Sie selber Rad fahren. SIE nicht!" Ich werde Ihnen, Frau N. und liebe andere Leserinnen und Leser, bei Gelegenheit ein Foto von mir auf einem echten Fahrrad zur Verfügung stellen.

Gut, dass es auch besonnenere Zuschriften gibt. So schreibt Leser D. D., in Sachen Verkehr vom Fach: "Ich denke, der Anteil von aggressiven Menschen ist bei Fußgängern, Fahrgästen, Radfahrern und Autofahrern ungefähr gleich. Nur die Radfahrer kann man von allen am schlechtesten einschätzen." Bei Autofahrern, so D., auch er bekennender Radfahrer – der unlängst erst von einem PKW abgedrängt wurde und stürzte (der Feigling am Steuer floh) –, bei Autofahrern könne man sich immerhin "weitgehend darauf verlassen, dass sie wenigstens nicht auf der falschen Straßenseite fahren". Er macht die hohe Betriebstemperatur, mit der viele Radler unterwegs sind, daran fest, dass sich diese Zweiradisten "wahrscheinlich in ihrer Mehrzahl benachteiligt" fühlten, "in der Regel vom Autoverkehr". Und hier, mailt D., gelte auch im Hinblick auf Fußgänger "die klassische Redewendung ›nach oben buckeln und nach unten treten‹". Vielleicht sei es wirklich so, dass ein Versicherungskennzeichen, wie es Fahrräder in der Schweiz haben, das Schlimmste verhindern könne. "Man ist nicht mehr anonym unterwegs, und das ist den Herrschaften bewusst. Schließlich sind auch die verbalen Ausfälle im anonymen Internet um Potenzen schlimmer als im persönlichen Gegenüber." Das stimmt. Und ein Versicherungskennzeichen, über das der Radbesitzer klar zuordenbar ist – das könnte sicher sehr viel Dampf aus der ganzen Sache rausnehmen.

Das tue ich jetzt auch. Ab morgen begrüßt Sie an dieser Stelle wieder einmal Sigrid Neudecker. (Die ist, wie Sie wissen, unbarmherzig gegenüber radikalen Autoposern.) Ich möchte Ihnen aber noch einmal schnell und herzlich danken für all Ihre netten Mails mit freundlichem Zuspruch. "You made my day", schrieb eben ein Leser. Seien Sie sicher: Umgekehrt ist das genauso.

(Und eins noch: Wenn Sie bei unserem Tippspiel mitmachen und genauso staunen wie wir über diese WM, schauen Sie doch mal unten in die "11vertiefung". Sie können Punkte gutmachen …)

Aus für den Schlagermove?

Sonnabend wird ein großer Tag für Perückenträger – und eine Gelegenheit, ordentlich Fersengeld zu geben. Zwar dürften zumindest die Lockenköpfe in Schwarz-Rot-Gold inzwischen aus dem öffentlichen Raum verschwunden sein und das WM-Spiel um Platz drei – ohne das Fanfest auf dem Heiligengeistfeld – entsprechend nüchterner zur Kenntnis genommen werden. Mehr als ausgeglichen wird das jedoch durch den Schlagermove: Schon am Freitag wird St. Pauli wieder einmal zur feuchtfröhlichen Partyzone. Zum Davonrennen dürften das einige finden, deren Hauseingang in solchen Fällen als öffentliche Bedürfnisanstalt missinterpretiert wird (auch wenn die Move-Veranstalter sich da um Aufklärung und bessere Orientierung bemühen). Für Unmut sorgt das Schlagerfest aber auch, weil gleichzeitig in der City der Hamburger Triathlon starten soll (kommt Ihnen bekannt vor? Stimmt – das gab es schon 2017). Schwimmen, Radfahren, Rennen und gleichzeitig Tanzen, Trinken, Feiern – das sei zu viel für Hamburg, sagen nun auch die SPD und die Grünen im Bezirk Mitte. Weichen soll der Schlagermove, wie SPD-Fraktionschef Arik Willner gegenüber der "Welt am Sonntag" unmissverständlich klarmachte: "Hamburgs Idee von der Active City spielt eine größere Rolle als Betrink-dich-City!", zitieren die Kollegen. Sollte der Veranstalter keine andere Route einschlagen, als weiterhin durch den Kiez zu ziehen, werde man Parade und Partys nicht mehr genehmigen. Eine klare Prioritätensetzung – aber hat nicht auch der Move selbst seine Daseinsberechtigung? Denken Sie an die Biene-Maja-Kostüme, und stimmen Sie abhier geht es zu unserer Umfrage

Katholische Schulen: Erwirtschaftet die Sophienschule sogar Überschuss?

Die katholische Sophienschule ist eine der katholischen Schulen, die das Erzbistum schließen will, erst recht, nachdem nun die Verhandlungen zwischen Bistum und einer Initiative gescheitert sind, die helfen wollte, die gefährdeten Institute zu retten. Jetzt haben sich externe Wirtschaftsprüfer die Kostenkalkulation des Bistums angesehen – und sagen, diese stimme zumindest im Fall der Sophienschule nicht: Die Kosten für die Instandhaltung der Grundschule seien nicht nur ungenau berechnet, diese erwirtschafte sogar Geld für das Bistum. Wir sprachen mit Wirtschaftsprüfer Holger Landahl:

Elbvertiefung: Ihre Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass die Sophienschule dem Erzbistum sogar Geld einbringt. Wie kann das sein?

Holger Landahl: Sogar gemäß den Planungen des Erzbistums selbst erwirtschaftet die Sophienschule langfristig einen Überschuss vor Investitionen. Das Bistum setzt diesen Überschuss im Jahr 2021 bei etwas mehr als 270.000 Euro vor Verwaltungskosten an. Wir gehen sogar davon aus, dass er mehr als 400.000 Euro pro Jahr betragen kann. Das hängt mit den Schülerzahlen zusammen: Tatsächlich sind die Zahlen viel höher als die, die das Erzbistum zugrunde legt. Daraus ergeben sich auch höhere Einnahmen, mit denen sich die notwendigen Investitionen mehr als finanzieren lassen. Auch nach Investitionen bliebe immer noch Geld übrig. Zudem führt das Bistum bestimmte Einnahmen gar nicht auf: Die Sophienschule bietet auch eine Ganztagsbetreuung an. Die Kosten dafür fließen teilweise in die Berechnung des Erzbistums ein – das Geld, das damit eingenommen wird, wurde aber nicht berücksichtigt.

EV: Das Erzbistum hält die Schließung auch deshalb für nötig, weil es von hohen Investitionen ausgeht.

Landahl: Diese Kosten wurden aus unserer Sicht zu hoch geschätzt. Das Erzbistum hat 3,6 Millionen Euro für Investitionen angesetzt und 4 Millionen Euro für Instandhaltungskosten. Bei den Investitionen ist vorgesehen, dass eine neue Turnhalle für 1,6 Millionen gebaut wird. Die Sophienschule hat eine Turnhalle – die reicht nach unserer Einschätzung vollkommen aus. Auch beim Verwaltungsgebäude sagt das Erzbistum: Das entspricht unseren Qualitätsansprüchen nicht. Wir brauchen aber keine Luxusschulen, sondern solche, die funktionieren und von den Eltern akzeptiert werden. Die Sophienschule wird schon jetzt stärker nachgefragt, als sie Plätze bieten kann. Deshalb halten wir eine neue Turnhalle und ein neues Verwaltungsgebäude für pädagogisch nicht erforderlich und betriebswirtschaftlich unsinnig.

EV: Und die Instandhaltungskosten für die Gebäude?

Landahl: Diese 4 Millionen Euro hat das Erzbistum auf Basis einer statistischen Methode festgelegt. Man hat eine Art Ampelsystem angewendet, wobei Faktoren wie technischer Zustand oder Sanitäranlagen in Rot, Gelb und Grün eingestuft wurden. Diese Methode dient – auch nach Sicht unserer Architekten, die eine Begehung gemacht haben – nur für eine Ersteinschätzung. Für eine detaillierte, individuelle Kostenschätzung wäre eine Einzelfallanalyse nötig. Darüber hinaus fließen in die 4 Millionen auch Kosten ein, die für das Verwaltungsgebäude anfallen – das aber laut Bistum abgerissen werden soll. So kommt es in der Gesamtrechnung zu Phantomkosten.

EV: Höhere Einnahmen, weniger Investitionsaufwand – das sollten doch frohe Botschaften für das Bistum sein. Wie hat es denn auf Ihre Zahlen reagiert?

Landahl: Das Bistum hat trotz mehrfacher Bitte keine schriftliche Stellungnahme zu unserer Analyse abgegeben. Nun hat es Ende Juni mitgeteilt, dass es unsere Einschätzung noch einmal eingehend prüfen werde und dass das noch bis Ende September dauern könnte.

EV: Könnte es also sein, dass die Sophienschule doch nicht geschlossen wird?

Landahl: Darauf hoffen wir. Wir hatten nach unserer Stellungnahme bisher nur ein Gespräch mit dem Bistum, das mehrfach verschoben wurde und, weil uns nur eine Stunde Zeit zur Verfügung stand, recht oberflächlich war. Da konnte unsere Argumentation zumindest nicht entkräftet werden.

EV: Ihre Analyse gilt zwar nur für die Sophienschule. Lässt Sie aber auch Rückschlüsse über die Finanzkalkulation des Bistums bei anderen Schulen zu?

Landahl: Soweit es die Systematik betrifft, schon. Wenn etwa Instandhaltungskosten nicht nach einer Begehung und aufgrund einer Einzelfallanalyse bewertet werden, sondern nur statistisch, dann birgt das die große Gefahr, dass auch für andere Schulen große Unschärfen entstehen. Zudem ist die Vermutung naheliegend, dass auch bei anderen Schulen betriebswirtschaftlich unsinnige Investitionen zugrunde gelegt wurden und daraufhin gesagt wurde: Wir müssen schließen, wir haben das Geld nicht mehr.

Plastikmüll: Entsorgen ist gut, vermeiden ist besser

Europa will weniger Plastikmüll, Artikel wie Trinkhalme aus Kunststoff sollen verboten werden (wir berichteten). Dem wollen Einzelhändler nun zuvorkommen: Rewe, Penny und der Baumarkt toom verbannen die Röhrchen vorsorglich aus den Regalen, auch Lidl mistet einige Plastikartikel aus. Ein guter Anfang – aber auch nicht mehr, findet Reinhard Fiedler von der Stadtreinigung Hamburg: "Der Hauptanteil des vermeidbaren Mülls sind ja nicht Plastikstrohhalme, sondern überflüssige Verpackungen. Da müssen die Supermärkte ansetzen." Unverpackt-Läden oder Zero-Waste-Aktivisten machen es vor – mit Fotos von Einmachgläsern, die ganze Jahrgänge gesammelten Unrats fassen. Chapeau! Aber auch sehr frustrierend für uns schwache Normalmöchtegernökos? "Selbst die eisenharten Abfallvermeider, die sich Bambuszahnbürsten mit Wildschweinborsten kaufen, sagen nicht: Jeder muss das so machen wie ich", beschwichtigt Fiedler. Der Wille zählt also. Gute Adressen für Einsteiger seien zum Beispiel klassische Gemüseläden, die unverpackte Ware verkaufen, oder Supermärkte, die den Strichcode für Gurken mit Laser auf die Schale brennen, statt (ausgerechnet!) das Bioprodukt in Plastikfolie zu verpacken. Selbst die spontan gekaufte Grillwurst gebe es an der Frischfleischtheke (nahezu) unverpackt. Und wenn es doch mal ein Eis am Stiel statt im Hörnchen sein soll – ab in die gelbe Tonne mit der Verpackung. "Plastik ist ja an sich nicht böse", meint Fiedler. Richtig entsorgen sei auch ein guter Anfang.

Pilgern in Wilhelmsburg: Das Glück liegt auf der Straße

Schritt für Schritt zum Seelenheil – von jeher lockt der Gedanke des Pilgerns Gläubige und spirituell empfängliche Menschen auf gesegnete Pfade. Und nicht selten kehren die, die auf den Spuren Hape Kerkelings beziehungsweise des heiligen Jakobus gewandelt sind, mit einem Lächeln zurück, das auf ein kernsaniertes Innenleben schließen lässt. "Pilgern ist in", sagt die Pastorin Anja Blös. Aber dafür zu Fuß nach Santiago? Es geht auch kleiner. In Wilhelmsburg bietet die Pastorin ein "Straßenpilgern" an – direkt vor der Haustür. "Es geht darum, Spiritualität im Alltag zu entdecken", erklärt Anja Blös, die ähnliche Erfahrungen bereits bei "Exerzitien", also geistlichen Übungen im Stadtraum, gesammelt hat. Meditierend durch die Einkaufsstraße? Stille Einkehr finden, während ringsherum der Feierabendverkehr tobt? Warum nicht, sagt Anja Blös. Langsam zu gehen und dabei die Umgebung mit achtsamem Blick wahrzunehmen, könne schon viel bewirken. Für ihre zweistündigen Pilgerrunden in Wilhelmsburg hat sie allerdings Wege und Orte ausgesucht, die schon an sich eine besondere Stimmung vermitteln: den Leuchtturm an der Bunthäuser Spitze etwa oder Pfade entlang des Wassers. Sich unterwegs über die Eindrücke und Gedanken auszutauschen ist Teil der Idee. "Man muss ja nicht mit dem, was einen beschäftigt, alleine bleiben", sagt sie. Doch ob die Teilnehmenden sich mit Jesus beschäftigen oder nicht, bleibt ihnen überlassen. "Die Deutungshoheit", sagt sie, "liegt bei den Menschen, die mitgehen."

Wer sich den "Straßenpilgern" in Wilhelmsburg anschließen möchte, kann sich folgende Termine vormerken: 11. Juli ("Wege beleuchten" – Treffpunkt am Leuchtturm der Bunthäuser Spitze, Moorwerder), 18. Juli ("Räume eröffnen" – Treffpunkt an den Zinnwerken, Am Veringhof 7) und 25. Juli ("Glaube verankern" – Treffpunkt am Schiffsanleger am Berliner Ufer). Treffpunkt ist jeweils um 19 Uhr, Nachfragen unter bloes.wilhelmsburg@kirche-hamburg.de

11vertiefung

Eine WM-Kolumne von Kathrin Fromm

Kathrin Fromm © privat

"Die WM ist inzwischen Teil meines Alltags, wie Schlafen, Essen und Atmen. Die Viertelfinals begleiten das sommerliche Wochenende. Am Freitag nach Feierabend geht es ins Straßencafé auf der Osterstraße. Milchkaffee zur zweiten Halbzeit von Uruguay gegen Frankreich. Verhaltene Stimmung beim Schuss zum 2:0-Endstand. Ob es daran liegt, dass der Treffer mehr Torwartfehler als Stürmerglanzleistung war? Oder halten die anderen Hamburger auch eher zu den Südamerikanern? Falls dem so ist, gibt es am Abend weitere schlechte Nachrichten. Brasilien unterliegt Belgien. Ich liege auf dem heimischen Sofa und werde etwas melancholisch: Tchau, Seleção! Die Europäer machen die WM jetzt unter sich aus. Football's coming home. Im Strandclub in der Schanze am Samstagnachmittag scheinen die England-Supporter den Schweden-Fans jubeltechnisch leicht überlegen – und auch auf dem Platz machen die Engländer mit zwei Kopfballtoren alles klar. Das letzte Spiel in dieser Runde droht am Abend die Geburtstagsparty einer Freundin zu sprengen. Eine Gruppe sitzt vor dem Fernseher, der Rest in der Küche vor dem Pizzaofen. Es zieht sich in die Verlängerung. Am Ende vereint der Fußball aber doch. Alle gemeinsam sehen wir, wie die Kroaten das Elfmeterschießen gewinnen. Und wer wird jetzt Weltmeister? Was denken Sie? Für die richtige Antwort auf diese Bonusfrage gibt es beim Tippspiel noch mal fünf Punkte. Bei mir schlägt der Kopf das Herz. Ich setze auf Frankreich, würde mich aber über England oder Kroatien so viel mehr freuen."

Spielergebnisse

Uruguay 0 : 2 Frankreich
Brasilien 1 : 2 Belgien
Schweden/td> 0 : 2 England
Russland/td> 2(3) : 2(4) Kroatien

Tippspielergebnisse

Tabelle: Beste Spieler

Platz Spieler Punkte Team
1 micky2
74
mickysteam
2 FlyingElsman 73
3 MehrGlückalsVerstand 73 Mensch ist der United

Tabelle: Beste Teams

Platz Spieler Punkte
1 GofortheCup 68.00
2 5. Stern 65.50
3 mickysteam 65.00

Mittagstisch

Japanische Nudelsuppen

"Das sieht alles so anders aus", sagt eine Frau irritiert, als sie den Laden betritt, und wie ihr geht es einigen anderen auch. Tatsächlich handelt es sich um einen neuen Laden, der eine Tür neben dem alten zusätzlich aufgemacht hat. Im Sakura gibt es Sushi, im Sakura-Udon japanische Suppen. Der Besitzer ist derselbe, und der einzige äußerliche Unterschied zwischen dem Sushiladen mit hervorragendem Ruf und dem neuen Suppenladen ist eine grüne Fahne, die über dem Eingang weht und auf der "Udon" geschrieben steht. Udon, das sind japanische dicke Weizennudeln, und sie kommen hier in Suppen, pur oder mit Zutaten wie Rindfleisch oder Algen. Als Nebengericht gibt es Tempura – gebackenes Gemüse aller Art oder Garnelen. Noch schwieriger zu essen als die mit dünnen chinesischen Nudeln zubereitete Miso- oder Ramensuppe; hilft alles nichts: Man muss schlürfen! Das Fleisch der Niku-Udon (Rindfleisch, 7,90 Euro) ist hervorragend, die Suppe kräftig, die Nudeln riesig. Einen japanischen Tee gibt es gratis dazu. Schade, dass das angebotene Besteck neben Schlürflöffel und Stäbchen aus Plastik ist.

Sakura-Udon; Altstadt, Rosenstraße 8, Mo–Sa 11.30–18 Uhr

Elisabeth Knoblauch

Was geht

Mut zum Wort: Poetry-Slams sind hip und meist sehr jung, etablierte Lesebühnen laden eher bekannte Stimmen ein. Wenn auf dem Schreibtisch aber selbst verfasste Meisterwerke liegen, die in beide Settings nicht passen, gibt es die Möglichkeit, zu "Tintenkiller – Die neue offene Lesebühne" zu gehen. Mut wird dort sogar mit einem Kurzen belohnt.

kukuun, Klubhaus St. Pauli, Spielbudenplatz 21–22, 20 Uhr, Eintritt frei

Regenbogenflagge zeigen: Der Pride Salon Hamburg, eine offene Gesprächsrunde zu queeren Themen, geht in die nächste Runde. Das Thema heute soll sein: "Anderssein zelebrieren – Schmuddelthemen". Die damit verbundene Frage ist, inwieweit Queersein äußerlich gezeigt oder gefeiert werden sollte. Denkansätze hierzu bieten u. a. Miriam Wagner und Jens Kelting.

ZEIT Café, Speersort 1, 19.30-21.30 Uhr, Eintritt frei

Was kommt

Heilige Dreisportlichkeit: Der ITU World Triathlon Hamburg ist nicht nur stattlich, er ist der größte Triathlon der Welt. Eine Anmeldung ist zwar nicht mehr möglich, aber es werden immerhin 300.000 Zuschauer erwartet. Diese können nicht nur Elitesportler anfeuern, sondern auch die tapferen Teilnehmer der Jedermannrennen.

Binnenalster, Rathausmarkt und Jungfernstieg, Sa/So, Eintritt frei

Hochnordische Feder: In Fredenbüll herrscht Aufruhr – und von ebendiesem erzählt Krischan Koch in seiner kabarettistischen Krimilesung "Pannfisch für den Paten". Mit seiner ostfreeske Maneer wittert der Herr Polizeiobermeister Detlefsen den ganz großen Fall: Ins neue Windrad wurde ein Toter einbetoniert. Denn man tau.

Fischhalle Harburg, Kanalplatz 16, Do, 19 Uhr, 12 Euro, Kartenreservierung unter literatur@fischhalle-harburg.de

Hamburger Schnack

Samstag im Stadtpark beim "Women’s Run 2018": Zwei Team-Wegweiser unterhalten sich. Die ersten Läuferinnen sind in Sicht. Da sagt der eine zum anderen: "Heute leite ich sie mal anders, hab grad solche Lust drauf!"

Gehört von Barbara Gehrung

Meine Stadt

»Papp«lic Viewing in der Gluckstraße © Bärbel Burow

Das war sie wieder, die Elbvertiefung. Wollen Sie uns Ihre Meinung sagen, wissen Sie etwas, über das wir berichten sollten? Schreiben Sie uns: elbvertiefung@zeit.de

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Morgen lesen Sie hier Sigrid Neudecker, wenn Sie mögen!

Ihr Mark Spörrle

 

PS: Gefällt Ihnen unser Letter, leiten Sie ihn gern weiter. Haben Sie ihn weitergeleitet bekommen, melden Sie sich ganz einfach und unverbindlich an unter https://www.zeit.de/serie/elbvertiefung. Dann schicken wir Ihnen die neue Elbvertiefung, solange Sie wollen, immer montags bis freitags ab 6 Uhr.