Annika Lasarzik © Melina Mörsdorf

Guten Morgen,

jedes fünfte Kind, das in Deutschland die vierte Klasse besucht, kann nicht richtig lesen. Zumindest nicht so, dass das Gelesene auch verstanden wird. Das muss man erst einmal sacken lassen, nicht wahr?

Dabei ist diese Zahl schon lange bekannt – sie geht aus der Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung, kurz "Iglu", von 2016 hervor. Nachdem diese Studie Ende 2017 veröffentlicht wurde, sprach man eine Zeit lang vom "Grundschul-Schock", in Anlehnung an den Pisa-Schock von 2001.

Bis die Aufregung wieder abebbte.

"Ich hatte mit einem Aufschrei gerechnet, doch nach wenigen Tagen war das Thema aus der Öffentlichkeit wieder verschwunden", sagt die Jugendbuchautorin Kirsten Boie. Sie ruft die Politik zum Handeln auf, in einer "Hamburger Erklärung" mit dem Titel "Jedes Kind muss Lesen lernen", die von 25 weiteren prominenten Vertretern aus Bildung, Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft unterzeichnet wurde, darunter der frühere Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi, der Journalist Ulrich Wickert und Liedermacher Rolf Zuckowski.

Sie fordern etwa frühzeitige Fördermaßnahmen in Kleingruppen an Grundschulen, mehr Studienplätze für die Lehrerausbildung, zudem Bibliotheken, Lesungen und Lektüreprogramme gerade an solchen Schulen, deren Schülerschaft eher bildungsfern sei. "Für all diese Zwecke müssen jetzt genügend Mittel in den Haushalten ausgewiesen werden", heißt es in der Petition.

Ausgehend von Hamburg, soll so eine bundesweite Debatte über den Wert des Lesens angeregt werden. Heute wird die Petition auf change.org veröffentlicht und kann unterzeichnet werden. Am 20. September werden die Unterschriften den Bildungsministerien der Länder, der Bundesbildungsministerin und der Kultusministerkonferenz übergeben.

Warum gerade dieses Datum? Es ist der Tag des Kindes.

Nun muss man sagen: Wenn es ums Lesen geht, schneiden die Hamburger Schüler im Vergleich zu anderen Bundesländern sogar noch relativ gut ab. Hier gibt es indes andere Baustellen. Schulsenator Ties Rabe sagt Rechtschreibfehlern den Kampf an und hat dazu gestern einen ganzen Maßnahmenkatalog für das neue Schuljahr vorgestellt. Mehr dazu unten.

Mehr Schüler, mehr Lehrer – und Reformen

Sollten Sie schulpflichtige Kinder haben, wissen Sie es ja (hoffentlich) schon: Am Donnerstag startet das neue Schuljahr. Fast 200.000 Hamburger Kinder und Jugendliche werden die Schulbank drücken, das sind fast 2200 mehr als im Vorjahr. Auch die Vollzeitstellen für Lehrer erreichen mit nunmehr 15.799 Stellen – 370 mehr als im Vorjahr – einen neuen Rekordstand. Bis 2020 will die Stadt außerdem rund eine Milliarde Euro in den Schulbau investieren. Auch inhaltlich tut sich etwas: Damit die Rechtschreibung der Schüler besser wird (hier gibt es bekanntlich noch einige Schwächen), sollen die Jahrgänge drei bis acht künftig sechs statt bisher vier Deutsch-Klassenarbeiten schreiben. Zudem wird ab Klasse drei für alle Fächer eine "Korrekturpflicht" von Rechtschreibfehlern eingeführt. Ein Musterlehrplan soll regeln, welche Rechtschreibphänomene in welchen Klassenstufen unterrichtet werden. In den Kernfächern Deutsch und Mathe sollen Schüler der Klassen fünf bis zehn je eine zusätzliche Unterrichtsstunde pro Woche bekommen. Kritik an Rabes Maßnahmenkatalog kam naturgemäß von der Opposition: Für Birgit Stöver, schulpolitische Sprecherin der CDU, sind die Reformen "kosmetische Maßnahmen". Auch wenn Schulsenator Ties Rabe jüngst mehr Hausaufgaben gefordert habe, könne er "von seiner eigenen sehr langen Hausaufgabenliste nicht ablenken". Und Sabine Boeddinghaus von der Linken kritisierte: "Rechnerisch eine Vollzeitkraft mehr für jede staatliche allgemeinbildende Schule ist ein Tropfen auf den heißen Stein." Den Schülern würden "weiter die Daumenschrauben angezogen, der Lernstress erhöht".

Inklusion beim Rollstuhlbasketball: "Das funktioniert einfach!"

Quietschende Reifen, zappelnde Netze: Morgen startet die Rollstuhlbasketball-WM "Zadonk!" in der Wilhelmsburger Inselparkhalle. Bis zum 26. August kämpfen 16 Männer- und zwölf Frauenteams um den Titel. Das Besondere: Menschen mit und ohne Behinderung spielen zusammen – ganz selbstverständlich, wie uns Jan Haller, Teamkapitän der deutschen Nationalmannschaft, erzählte.

EV: Sind Fußgänger-Basketball und Rollstuhlbasketball vergleichbar?

Haller: Ja, der größte Unterschied sind wohl die Sportgeräte: Beim Fußgänger-Basketball ist das der Körper, bei uns ist es der Sportrollstuhl. Rollstuhlbasketball ist ein sehr actionreicher Sport. Wer das erste Mal bei einem Spiel ist, wird überrascht sein, wie viele Rollstuhlfahrer aneinanderstoßen, auch mal zu Boden knallen.

EV: Was ist die größte Herausforderung beim Spiel?

Haller: Wenn man neu einsteigt, sicherlich die Koordination von Rollstuhl und Ball. Man muss das Sportgerät betätigen, darf den Ball nicht verlieren und muss auch noch treffen. Wer vom Fußgänger-Basketball zum Rollstuhlbasketball kommt, braucht drei bis vier Jahre, bis er so gut mit dem Rollstuhl umgehen kann, dass er mit dem Weltniveau mithalten kann. Da braucht es viel Training. Die meisten Hallen sind heute aber barrierefrei. Außerdem sind Feld und Linien zum Fußgänger-Basketball identisch. Auch die Körbe hängen gleich hoch.

EV: In den Teams spielen Menschen mit unterschiedlichen Handicaps. Wie lassen sich da Leistungen vergleichen?

Haller: Jeder Spieler hat je nach Grad der Behinderung eine zugeschriebene Punktzahl. Eine Minimalbehinderung wie ein Knieschaden hat beispielsweise die Punktzahl 4,5, eine Querschnittslähmung die Punktzahl 1. Insgesamt dürfen nicht mehr als 14 Punkte auf dem Platz stehen. So wird die Vergleichbarkeit der Teams gewährleistet. Aber im Spiel wird gezählt wie beim Fußgänger-Basketball auch. Wer zwei Punkte macht, macht zwei Punkte.

EV: Also kann auch mitspielen, wer im Alltag nicht auf den Rollstuhl angewiesen ist?

Haller: In der Bundesliga können auch Nichtbehinderte mitspielen. In der Nationalmannschaft muss eine Minimalbehinderung wie mehrfache Kreuzbandrisse bestätigt sein. Und wenn nachgewiesen ist, dass ein Spieler keinen Leistungssport mehr ohne Rollstuhl ausüben kann, kann er mitspielen, auch wenn er an sich nicht auf den Rollstuhl angewiesen ist.

EV: Wie funktioniert dieses Zusammenspiel von Menschen mit und ohne Behinderung?

Haller: Das funktioniert einfach, wir reden da nicht drüber! Wenn jemand mittrainieren will, dann setzt er sich in den Trainingsrollstuhl und spielt. Das ist in den Teams kein Thema. Wenn sich jemand entscheidet, vom Fußgänger-Basketball zu uns zu kommen, weil es aus Verletzungsgründen dort nicht mehr weitergeht, freuen wir uns. Die Jungs haben eine gute Technik.

EV: Die Dauerkarten sind schon ausverkauft, für einzelne Spiele gibt es noch Tickets. War das Interesse immer so groß?

Haller: Die Aufmerksamkeit ist in den letzten Jahren immer größer geworden. Bei den Paralympischen Spielen in Rio war bei uns fast mehr los als bei den Olympischen Spielen. Das lag auch daran, dass bei den Paralympics die Tickets günstiger waren, aber trotzdem war das eine coole Erfahrung. Natürlich hoffen wir, dass noch mehr Leute zuschauen kommen.

EV: Bei der WM 2014 ist Ihre Mannschaft auf dem elften Platz gelandet. Was haben Sie sich diesmal vorgenommen?

Haller: Besser zu sein! 2014 war für uns ein Umbruchjahr. Jetzt sieht der Kader anders aus, wir haben uns entwickelt, deutlich mehr Qualität. Bei der EM haben wir vergangenes Jahr Bronze geholt. Große Ziele haben wir uns aber nicht gesetzt. So blöd es klingt, wir denken von Spiel zu Spiel. Und erst einmal steht zum Auftakt das Spiel gegen Marokko an.

Die Dauerkarten sind zwar schon weg, aber Einzelkarten gibt es noch hier.

Dribbel-Weltrekord – aber kaum Spenden

Das Finale der Fußball-WM wollten sie eigentlich gemeinsam schauen, spätestens dann sollten die 4000 gedribbelten Kilometer bewältigt sein. Doch daraus wurde nichts. Die Aufgabe, die den 21 Kickern des FC Hamburger Berg fast zwei Monate lang schwere Beine bescherte (wir berichteten), wurde zur Sisyphos-Arbeit. Wochenlang dribbelten sie bei Hitze und Regen durch Hamburger Straßen, am Montag war es endlich geschafft – den bisherigen Weltrekord übertrafen sie um 932 Kilometer. "Nach der anfänglichen Euphorie haben doch viele gemerkt, worauf sie sich eingelassen haben. Manche haben sich auch auf der unebenen Straße verletzt und konnten nicht weiterlaufen", erzählt Ralph Hoffmann. Am Ende habe ein harter Kern von acht Fußballern den Ball über die Ziellinie gebracht. Aber hat sich die ganze Mühe auch gerechnet? Schließlich wurde für den guten Zweck gedribbelt: Der Spendenerlös geht an Stiftungen, die sich für Waisenkinder einsetzen. "Es ist etwas zusammengekommen, aber nicht annähernd so viel, wie wir uns gewünscht hätten", so Hoffmann. "Bislang können wir den einzelnen Stiftungen kaum mehr als ein Trinkgeld zukommen lassen." Er könne sich selbst nicht erklären, woran das liegt: "Es wäre schon schön, wenn da noch eine weitere Null dazukäme. Da steckt viel Herzblut drin." Ob die Bestleistung im Guinness-Buch der Rekorde landet, ist noch nicht sicher. Hoffmann will das gesammelte Videomaterial nun zusammenstellen, damit es von den Experten geprüft werden kann. Dann heißt es: warten.

Wer die Leistung der Kicker honorierren und ihr wohltätiges Anliegen unterstützen will, kann weiterhin hier spenden.

Können Drohnen Leben retten?

Laut Anna Vielbahn schon: Die 24-Jährige ist eine von drei Studentinnen der Leuphana-Uni in Lüneburg, die ein neues Rettungskonzept für die Region entwickelt haben. Demnach sollen Drohnen in Notfällen die Wartezeit bis zum Eintreffen des Notarztes überbrücken. Die fliegenden Helfer werden dafür mit Kamera, Mikrofon, Lautsprecher und Defibrillator ausgestattet und zum Ort des Geschehens geschickt. Ersetzt die Technik hier etwa den Menschen? Das nicht – doch oft ist der Mensch einfach nicht schnell genug. Rettungswagen sollten in Niedersachsen innerhalb von 15 Minuten am Unfallort eintreffen, sind allzu oft aber zu langsam, wie die Studentinnen durch eine Umfrage unter lokalen Rettungsdiensten herausfanden. Das Drohnen-Szenario wäre nun folgendes: Bei Verdacht auf einen Herzinfarkt ruft die Begleitperson die 112. Die Rettungskraft erfragt den Standort, schickt Drohne und Rettungswagen parallel los und bleibt am Telefon, um die Person vor Ort zu beruhigen und nach Eintreffen des Fluggeräts anzuleiten. 15.000 Euro kostet eine Ersthelfer-Drohne. Fragen zu Finanzierung, Infrastruktur und datenschutzrechtlichen Belangen bleiben zu klären: Sollten sich Interessenten finden, müssten sich kommende Zweitsemester mit der Realisierung befassen. "Wir haben es durchgespielt und sind der Überzeugung, dass es nach jetzigem Gesetzesstand machbar wäre", sagt Vielbahn. Und auch wenn die Drohne "keine Ersthelfer ersetze", könnten helfende Maßnahmen so schneller eingeleitet werden, glaubt die Studentin. Neu ist diese Idee indes nicht: Ersthelfer-Drohnen wurden vergangenes Jahr bereits in Schweden entwickelt, erste Testes waren vielversprechend.

 Senat will Abschiebungen klarer regeln

Die Vergewaltigung einer 14-Jährigen in der Hamburger Innenstadt hat eine neue Diskussion über den Umgang mit ausländischen Straftätern ausgelöst – nun will der Senat die bisherige Abstimmungspraxis bei der Rückführung von Straftätern überprüfen, wie das "Abendblatt" berichtet. Unter Beteiligung von Justiz- und Innenbehörde werde es "eine gemeinsame Arbeitsgruppe von Staatsanwaltschaft und Einwohnerzentralamt geben, die die Gewichtung von Rückführungsinteressen und Strafverfolgungsinteressen in den Blick nimmt", sagte Justizsenator Till Steffen demnach. Die beiden Behörden, die bislang nach eigenen Kriterien arbeiteten, sollten eine "gemeinsame Haltung" entwickeln. Zum Hintergrund: Ein 30-jähriger Afghane soll eine 14-Jährige am Sonntagmorgen in einem Hauseingang an der Mönckebergstraße missbraucht haben. Der stark alkoholisierte Mann wurde daraufhin festgenommen und kam in Haft. Laut Ausländerbehörde handelt es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen abgelehnten Asylbeweber. Er kam 2011 nach Hamburg, heiratete eine Hamburgerin und erhielt eine Aufenthaltserlaubnis. Ab 2012 wurde der Mann dann mehrfach straffällig. Nach einer weiteren Verurteilung wegen versuchter räuberischer Erpressung im März 2017 wollte die Ausländerbehörde den Mann abschieben. Die Staatsanwaltschaft lehnte dies jedoch ab – das Strafverfolgungsinteresse habe Vorrang gehabt, sagte Sprecher Carsten Rinio.

Mittagstisch

Mit der Fähre zum Mittagessen

Wer mittags den Sprung über beziehungsweise an die Elbe machen möchte, kann beispielsweise mit der Hafenfähre bis vor die Tür des Rilano in Finkenwerder fahren. Das Hotelrestaurant bietet montags bis freitags bis 17 Uhr einen Mittagstisch für 12 Euro inklusive Wasser und Kaffee an. Die professionelle und sehr herzliche Bedienung bringt eine hausgemachte Himbeerlimo im Einmachglas, während die Reisegruppe nebenan Kuchen und Eiskaffee ausgiebig lobt. Die Gurkenkaltschale vorab schlägt nur mit 2,50 Euro extra zu Buche und ist wunderbar pfeffrig und cremig, das Hauptgericht, gebratenes Zanderfilet mit Blattsalat und Schmortomaten und leckerem Dressing, ist gut, macht aber nicht satt. Um einiges würziger gestalten sich die Glasnudeln mit aromatisch angebratenem Asia-Gemüse, Curryschaum und Sesam und verhindern drohendes Magenknurren. Für ebenfalls nur 2,50 Euro könnte man jetzt noch beim Blechkuchen mit Vanilleeis zuschlagen, doch die Hamburger Rote Grütze lockt mit einer Zubereitung mit Wein und Crème de Cassis (6,50 Euro) – super! Nix wie rauf aufs Schiff!

The Rilano Hotel Hamburg; Finkenwerder, Hein-Saß-Weg 40, Mittagstisch Mo–Fr, 12–17 Uhr

Christiane Paula Behrend

Was geht

Cinema Obscure: Am Vorabend der Französischen Revolution vergewaltigt ein Fürst das Bauernmädchen Jeanne. In ihrer Qual erscheint ihr der Teufel und verwandelt ihre Angst in sexuelle Hingabe. Die neu gewonnene diabolische Macht des Mädchens erzeugt Furcht unter den Dorfbewohnern – aber jeder, der seine Seele an den Teufel verkauft, muss einen Preis dafür zahlen. Erotischer Animationsstreifen (Japanisch mit Untertiteln): "Animerama – Belladonna of Sadness".

3001 Kino, Schanzenstraße 75, 21 Uhr

Elbblick-Flimmern: Hamburg 1981. Außenseiter und Aussteiger treiben sich zwischen Eimsbüttel und St. Pauli herum, teilen das heiße Pflaster unter sich auf. Das Elbblick OpenAir-Festival zeigt "Desperado City", den vielfach ausgezeichneten Kultfilm von Vadim Glowna.

Oberhafenkantine, hintere Terrasse, Stockmeyerstraße 39, 21.30 Uhr

Was bleibt

Südkoreas Reisbühne: Schnacken drei Reiskocher über Freundschaft und Einsamkeit. Mit seinem Stück "Cuckoo" stellt der Performancekünstler Jaha Koo die technisierte Leistungsgesellschaft Südkoreas dar. Kritikern zufolge gelingt ihm so "eine berührende persönliche Auseinandersetzung und kluge Analyse einer Gesellschaft, die verzweifelt und ohne Rücksicht auf Verluste an ihrem Bruttoinlandsprodukt arbeitet".

Kampnagel, Jarrestraße 20, Premiere heute, 19 Uhr, weitere Vorstellungen Do und Fr, 19 Uhr, 18 Euro

Hamburger Schnack

Drei Jugendliche sitzen in der Shisha-Bar. Sagt der eine zum anderen: "Hör ma uff mit de Handy! Die Olle schwingt ja so was von die Peitsche!" Der eine lacht, der Angesprochene tippt weiter. Sein Freund gibt nicht auf: "Die muss ja nicht mal anrufen, und du gehst schon ran!"

Gehört von Steffi Anders

Meine Stadt

Alle Macht Radfahrern und Fußgängern! Zeit, das Kriegsbeil zu begraben. Fußgänger und Radfahrer Hamburgs, vereinigt euch! Gesehen in der Stresemannstraße. © Gisela Matthäus

SCHLUSS

Die Zeit hinterlässt ihre Spuren – davor ist auch eine Bundeskanzlerin nicht gefeit. Angela Merkel veränderte sich in den vergangenen Jahren optisch gar so sehr, dass das Panoptikum nun ihre Wachsfigur austauschen ließ. Das ist bislang erst ein Mal vorgekommen – bei Helmut Schmidt. "Frau Merkel hat einen stressigen Job, da altert man vielleicht auch mal ein bisschen schneller", erklärt Susanne Faerber vom Panoptikum. Die frühere Figur, die auf Basis von Wahlplakaten aus dem Jahr 2005 gestaltet worden war, habe der Kanzlerin einfach nicht mehr ähnlich gesehen. Seit gestern steht nun ein – deutlich gealtertes – Angela-Merkel-Wachsdouble in der Sammlung. Drei Jahre hat der Künstler Gottfried Krüger an der neuen "Angie" gearbeitet, 100 aktuelle Bilder gesichtet. Höchstpersönlich Porträt stehen musste die Kanzlerin für ihr wächsernes Ebenbild allerdings nicht. Sie hätte wohl ohnehin keine Zeit gehabt.

Das war sie wieder, die Elbvertiefung. Wollen Sie uns Ihre Meinung sagen, wissen Sie etwas, über das wir berichten sollten? Schreiben Sie uns: elbvertiefung@zeit.de

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Morgen lesen wir uns wieder, wenn Sie mögen!

Ihre Annika Lasarzik

 

PS: Gefällt Ihnen unser Letter, leiten Sie ihn gern weiter. Haben Sie ihn weitergeleitet bekommen, melden Sie sich ganz einfach und unverbindlich an unter https://www.zeit.de/serie/elbvertiefung. Dann schicken wir Ihnen die neue Elbvertiefung, solange Sie wollen, immer montags bis freitags ab 6 Uhr.