Mark Spörrle © Vera Tammen

Guten Morgen,

was der Mieterverein zu Hamburg herausfand, klingt erschreckend: Viele Mieterhöhungen sind nicht gerechtfertigt. Es dürfte sie gar nicht geben, wenn alles mit rechten Dingen zuginge. Aber das tut es eben nicht. Drei Viertel aller 4000 Mieterhöhungen, die der Verein seit Erscheinen des aktuellen Mietenspiegels im Dezember überprüfte, enthielten Fehler, teils gravierende: "Die finanziellen Nachteile für die Mieter belaufen sich auf bis zu 3500 Euro im Jahr." Angesichts dieser Häufung und da die Mieter aufgrund der Wohnungsnot Angst um ihr Zuhause hätten, dränge sich der Verdacht auf, die Vermieter verführen nach dem Motto: "Versuch macht klug". Und verbesserten beispielsweise eigenmächtig die Wohnlage, ignorierten die Kappungsgrenze von 15 Prozent, "vergäßen" die zwölfmonatige Sperrfrist zwischen zwei Mieterhöhungen, schummelten beim Modernisierungszuschlag, ignorierten Vergleichsmiete und Mietenspiegel. "Wir stellen zusehends eine Erosion des rechtsstaatlichen Verhaltens aufseiten vieler Vermieter fest", fasst der Mietervereinsvorsitzende Siegmund Chychla zusammen. Und das Beste: Den Abzockern droht – eigentlich nichts. Bei falschen Mieterhöhungen, so Chychla, müssten Vermieter keine Sanktionen fürchten. Bis dieser wahnwitzige Zustand geändert wird, sollten Mieter die nächste Erhöhung prüfen lassen, etwa über die Mieter-Hotline 040/879 79-345 oder per Online-Check.

Des einen Leid, des anderen Freud: Das "Time Magazin" zählt die Elbphilharmonie zu den World’s Greatest Places 2018. Eineinhalb Jahre nach dessen Eröffnung empfiehlt das Magazin unseren Kulturpalast als "To Visit" auf der Liste der 100 großartigsten Orte der Welt neben dem Tivoli Garden in Kopenhagen und der Golden Bridge in Ba Na Hills, Vietnam. Wenn Sie angesichts dessen nun doch endlich mal hinwollen: Am 2. September 2018 startet die Elbphilharmonie in die neue Saison, unter anderem mit dem Boston Symphony Orchestra, den Philharmonikern aus Wien (genau, denen vom Neujahrskonzert), aus Berlin und München oder dem Philharmonia Orchestra London. Ein Teil der rund 700 Veranstaltungen ist natürlich schon ausverkauft, Infos zu noch verfügbaren Tickets gibt es hier.

Und wo wir schon mal in der Gegend sind: Die Verlängerung der U-Bahn-Linie 4 bis zu den Elbbrücken kostet 33 Millionen Euro weniger als geplant. Ich wiederhole: WENIGER, nicht: MEHR! Wie das? Wo wir doch in Hamburg saustolz sind auf Bauten, die VIEL MEHR gekostet haben (siehe oben). Und jetzt stellt sich Jens-Günter Lang, der Technik-Vorstand der Hochbahn, also hin und sagt, man werde mit 145 Millionen Euro statt mit 178 Millionen Euro auskommen, denn es sei so ziemlich alles nach Plan gelaufen (!), und es habe kaum unvorhergesehene Hindernisse gegeben (!). Ach so: Auch der Zeitplan werde eingehalten, die neue U-Bahn-Station Elbbrücken solle planmäßig am 9. Dezember in Betrieb gehen.

Punkt. So geht das, Applaus!

(Wenn man jetzt diese 33 Millionen Euro schnell, sagen wir mal, in Computer für Hamburgs Schulen investieren könnte oder gar in ein paar Lehrer ...)

Ausbaggern der Elbe: Geht es jetzt wirklich los?

Die Pläne für die Elbvertiefung (Sie wissen schon, die umstrittene) sind abgeschlossen, findet die Stadt. Man habe nachgearbeitet, die Papiere lägen nun vor. "Damit haben wir Baurecht", sagt Wirtschaftssenator Frank Horch und kündigt erste Maßnahmen an. Schon in wenigen Tagen soll es losgehen. Ist der jahrelange Streit zwischen Hafenwirtschaft und Naturschutzverbänden endgültig entschieden? Manfred Braasch, Vorsitzender des BUND Hamburg, sieht das anders.

Elbvertiefung: Geht es bald los mit der sogenannten Fahrrinnenvertiefung?

Manfred Braasch: Bisher lässt sich nur feststellen: Sämtliche Kritikpunkte der Verbände sind von der Planfeststellungsbehörde abgeschmettert worden. Man will also um jeden Preis dieses gerichtliche Verfahren zu Ende bringen. Wir werden die Papiere der Stadt jetzt natürlich fachlich und juristisch noch einmal sehr genau prüfen und schauen, ob es noch einen Ansatz gibt, eine weitere Klage anzustrengen. Wir sind da noch nicht am Ende, aber nach erster Durchsicht schon sehr ernüchtert, dass unsere Kritikpunkte nicht aufgegriffen worden sind.

EV: Welche Kritikpunkte waren das noch mal?

Braasch: Das Bundesverwaltungsgericht hat drei Punkte genannt, aufgrund derer die geplante Elbvertiefung als rechtswidrig und nicht vollziehbar beurteilt wurde. An erster Stelle stand die Frage nach Ausgleichsmaßnahmen für den berühmten Schierlingswasserfenchel. Da hat das Gericht festgestellt, dass der vom Senat geplante Ausgleich auf Kreetsand nicht funktioniert. Nun geht es um die Billwerder Insel, genauer gesagt einen Stichkanal und ehemalige Wasseraufbereitungsbecken. Das ist nicht der Lebensraum, den die Pflanze braucht. Da sagt aber die Planfeststellungsbehörde: Das ist alles gut, das wird schon. Zweitens gibt es den Kritikpunkt der zunehmenden Versalzung Richtung Hamburger Hafen: Da ist die Frage, ob dadurch nicht der Lebensraum des Schierlingswasserfenchels noch weiter eingeschränkt wird, denn der verträgt nur einen bestimmten Salzgehalt.

EV: Abgesehen vom Schierlingswasserfenchel – was spricht noch dafür, dass die Stadt neu planen oder ihre Pläne verwerfen sollte?

Braasch: Ein dritter Kritikpunkt dreht sich um Ausgleichsmaßnahmen in Niedersachsen. Da hatte das Bundesverwaltungsgericht schon gesagt: Da das alles in Naturschutzgebieten stattfinden soll, ist fraglich, ob man das überhaupt als Ausgleich für die Elbvertiefung anrechnen darf. Außerdem haben wir noch einen vierten Punkt aufgemacht: Wenn man schon ein neues Verfahren durchführt, dann muss man auch die neuesten Berechnungsmethoden anwenden, um zu ermitteln, welche Wasserstandsänderungen durch die Elbvertiefung zu erwarten sind. Das Gericht hat letztes Jahr noch die inzwischen zwölf Jahre alten Unterlagen akzeptiert. Das muss aus unserer Sicht in diesem Verfahren aber neu berechnet werden.

EV: Den Befürwortern zufolge hängt die Zukunft des Hamburger Hafens von der Elbvertiefung ab.

Braasch: Die Prognosen, die 2005 dazu geführt haben, dass man die Elbvertiefung für nötig hielt, sind doch längst nicht mehr belastbar. Damals ist man von einem Umschlag von 25 bis 28 Millionen Containern pro Jahr ausgegangen. Experten sagen heute: Selbst wenn es gut läuft, sind es vielleicht zwölf Millionen. Die Schiffe, für die die Elbvertiefung geplant wurde, sind jetzt schon außer Dienst. Ihre Nachfolger sind noch viel größer geworden – und sie kommen trotzdem noch nach Hamburg, weil es hier Standortvorteile gibt. Natürlich mit Restriktionen, aber die würde auch die nächste Elbvertiefung nicht aus der Welt schaffen. Eine norddeutsche Hafenkooperation wäre viel sinnvoller und kostet den Steuerzahler keine 800 Millionen Euro.

EV: Die Wirtschaftsbehörde kündigt nun bauvorbereitende Maßnahmen und Kampfmittelsondierungen an. Ist die Sache damit nicht erledigt?

Braasch: Gegen diese vorbereitenden Maßnahmen kann man juristisch nichts machen. Die werden aber auch keine irreversiblen Schäden in der Natur verursachen. Was da passiert, ist das Risiko der Behörde. Klar ist: Die wollen Stimmung machen und Fakten schaffen. Es wäre aber fahrlässig, mit dem Baggern auf dem Grund der Elbe schon jetzt anzufangen, solange nicht alle rechtlichen Fragen abschließend geklärt sind.

Klein, kleiner, Hauptbahnhof

Reisende brauchen am Hamburger Hauptbahnhof starke Nerven. Rund 550.000 Besucher quetschen sich tagtäglich an Bahnsteigen, Treppenaufgängen, Fahrstühlen. Damit zählt der Bahnhof zu den frequentiersteten in ganz Deutschland. Und nicht nur die Kapazitäten für Fahrgäste sind ausgereizt: 800 Fern- und Nahverkehrszüge treffen hier täglich auf 1200 S-Bahnen, immer wieder sind Gleise doppelt belegt. Der Ruf nach einem Ausbau wirkt da nicht nur logisch, sondern zwingend notwendig. Und doch bewegt sich in der Sache unterm Strich noch wenig, wie ZEIT-Redakteur Stefan Schirmer herausgefunden hat: "Immer wieder entstand der Eindruck, bald sei Baubeginn und schon in wenigen Jahren habe Hamburg einen größeren Hauptbahnhof", schreibt er in der aktuellen ZEIT:Hamburg. Seine Recherchen ergeben allerdings ein anderes Bild: "Ankunft in zwölf Jahren" ist nachzulesen auf den Hamburg-Seiten der aktuellen ZEIT am Kiosk oder digital hier.

Wie familienfreundlich ist Hamburg?

Hamburg soll die familienfreundlichste Stadt Deutschlands werden, sagt Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) und zieht mit Blick auf den morgigen Familientag zufrieden Bilanz: Man sei auf einem guten Weg. So habe die Stadt mit kostenloser Grundbetreuung in den Kitas oder Ganztagsschulen viel erreicht. "Wir sorgen für Chancengerechtigkeit und ermöglichen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – insbesondere für Mütter", sagt die Senatorin. Auch die Hamburger Väter gehen laut Sozialbehörde immer häufiger in Elternzeit und beziehen häufiger Elterngeld als Väter im deutschen Durchschnitt. "Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist möglich, auch für junge Eltern", bestätigt Ralf Glauch, Leiter der Abteilung Kinder und Familie bei der Caritas Hamburg. Aber nur dann, wenn "sie die Betreuung ihrer Kinder sichergestellt finden". Da gebe es jedoch noch Engpässe. Kita-Plätze für fünf Stunden am Tag – eben die kostenlose Grundbetreuung – seien oft schwer zu finden. Die Ursache ist bekannt: fehlende Fachkräfte. Die Sozialbehörde bemühe sich gemeinsam mit Trägern und Verbänden um Lösungen, sagt Glauch. Initiativen wie eine berufsbegleitende Ausbildung oder leichtere Zugänge für Quereinsteiger sollen helfen. "Den Leuten, die gesicherte Arbeitsverhältnisse haben, geht es in dieser Stadt insgesamt recht gut", bilanziert Glauch. Andere müssten jedoch um Bildung und Teilhalbe kämpfen. Für sie gebe es verhältnismäßig unbürokratisch Hilfe: Anders als in anderen Bundesländern könnten Eltern hier bei Beiträgen für den Sportverein oder Zuschüssen zu Kita-Ausflügen um Unterstützung fragen – direkt im Verein oder in der Kita. Es gebe viele Familien in Hamburg, denen es am Nötigsten fehle, sagt Glauch, an Geld für Kleidung oder einem Dach über dem Kopf. "Das ist immer wieder schwer auszuhalten, wenn man zugleich sieht, was für einen Reichtum es in dieser Stadt gibt."

Was bietet Hamburg für Eltern und Kinder? Das will die Sozialbehörde am Sonnabend beim Hamburger Familientag im Rathaus präsentieren – mit einem großen Kulturprogramm und Infos zu Hilfsangeboten

"Lasst uns was machen, was die Leute wirklich wollen!"

Das klingt toll: Mitten in Eimsbüttel könnten bis zu 900 neue Mietwohnungen entstehen, außerdem Kindergärten, Arztpraxen, Parkplätze – also alles, woran es in Hamburg mangelt. Möglich machen soll es der für Ende 2021 geplante Umzug der Beiersdorf-Zentrale in die Troplowitzstraße. Damit werde das 3,4 Hektar große Areal des bisherigen Hauptsitzes zwischen Unna- und Quickbornstraße frei. Bei Anwohnern regte sich Anfang des Jahres dennoch Kritik: Der Kosmetikkonzern hatte in Lokstedt eine zwölf Hektar große Schrebergartenfläche von der Stadt gekauft, um sein Werk "perspektivisch" erweitern zu können. Die Angst vor einem großflächigen Grünverlust im Stadtteil ging um. Beiersdorf und das Bezirksamt begegnen dem nun mit der "Stadtmacherei Eimsbüttel": An drei Werkstatt-Terminen lädt das Projekt Bürger dazu ein, Ideen zu Städtebau, Wohnen, Mobilität und Nahversorgung zu sammeln. "In so einer frühen Planungsphase habe ich das in Hamburg noch nie erlebt", schwärmt Projektmanager Christian Heinrich vom Stadtplanungsbüro Urbanista. Dabei ginge es natürlich um Akzeptanz und Transparenz, in erster Linie aber um den Ansatz: "Lasst uns was machen, was die Leute wirklich wollen!" Die Ideen dienten im anschließenden Architekturwettbewerb den Planungsbüros als Grundlage. Sonnabend startet die erste Themenwerkstatt. Teilnehmer kneten dort Traumhäuser, spinnen mit Wollfäden Wegeverbindungen, bauen aus Lego-Steinen Wohnviertel. "Diese Leute kennen Eimsbüttel am besten, sie sind unsere Experten", erklärt Heinrich. "Sie wissen, was den Stadtteil ausmacht, aber auch, was an sozialer Infrastruktur fehlt."

Themenwerkstatt Städtebau und Freiräume, Zelt auf dem Gelände der Schule Telemannstraße, Sonnabend, Heußweg 65, 10–16 Uhr (Einstieg jederzeit möglich).

Fledermaus- nein: Nachtfalternacht in Georgswerder

Als Blutsauger verschrien, als Batman verehrt – Fledermäuse haben den Menschen immer schon fasziniert. Brr, denken Sie jetzt vielleicht. Und aus dem Alter für Vampirgeschichten oder Comicheftchen sind Sie womöglich auch schon raus. Aber erinnern Sie sich noch an die Kleine Hufeisennase? Und den Dresdner Brückenstreit? Das flatterhafte Pelztierchen zwang damals fast die Stadt in die Knie, monatelang musste der Bau der Waldschlösschenbrücke im Dresdner Elbtal pausieren, dabei hatte die geschützte Art kaum mehr als ihren Schatten gezeigt. Dresden missachtete das, baute weiter – und jetzt: Weltkulturerbe futsch. Und wieder einmal umweht die Fledermaus der Nimbus des Unbesiegbaren. Am Sonnabend wird sie erneut von sich reden machen, bei der "Internationalen Fledermausnacht". Die Hamburger Stadtreinigung veranstaltet dazu einen "Leuchtabend" auf dem Energieberg Georgswerder. Auch dort wird der Fledermaus die Rolle des Phantoms zuteil, allenfalls hörbar über den Bat-Detektor, mit dem die Naturführer der Stadtreinigung ihre Ultraschall-Stimmen für das menschliche Ohr hörbar machen. Anlocken wollen die Veranstalter aber vor allem Insekten. "Da ist schon Ungewöhnliches unterwegs", wirbt Reinhard Fiedler, Sprecher der Stadtreinigung und selbst Biologe. Zum Beispiel schneeweiße, filigrane Nachtfalter oder der pink gestreifte Ligusterschwärmer – "gar nicht iih, sondern schön und vielfältig". Mit ausgeleuchtetem Betttuch werde man die nächtlichen Schönheiten ködern, um sie zu beobachten – aber was ist mit der Fledermaus? Fressen die Tiere womöglich das Laken leer? "Das wird nicht passieren", verspricht Fiedler. "Solange die Insekten auf dem erleuchteten Tuch sitzen, sind sie in Sicherheit." Und wenn das Licht ausgeht ...?

Lesevertiefung

Drei Buchempfehlungen fürs Wochenende ...

Debüt "Es war ein perfekter Sommertag." So beginnt das Debüt des US-amerikanischen Autors Mark Thompson. Für mich ein perfekter Roman über die Freundschaft von zwei Jungen an der Ostküste – mit Witz und einem Augenzwinkern erzählt, voller Hintersinn und Sympathie für die jungen Kerle, die an Tom Sawyer und Huck Finn erinnern. Mark Thompson: El Greco und ich;aus dem Amerikanischen von Katja Scholtz; Mare, 20 Euro

Roman Was passiert, wenn nichts mehr sicher scheint – in der Familie nicht, in der Schule nicht und auch nicht im Freundeskreis und Beruf? Die Antworten können manchmal schmerzhaft sein. Das haben sie mit guter Literatur gemeinsam. Und dazu gehört dieser Roman, der beeindruckt. Delphine de Vigan: Loyalitäten;aus dem Französischen von Doris Heinemann; Dumont, 20 Euro

Kinder Wie wir miteinander leben wollen? Davon erzählt Katherine Applegate in ihrem gleichnishaften Roman für junge Leser ab zehn Jahren. Held der Geschichte: ein Baum. Und was für einer! Eine starke Erzählung für ein friedvolles Miteinander, herrlich illustriert von Charles Santoso. Katherine Applegate: Baum der Wünsche; aus dem Amerikanischen von Katrin Fischer; Ueberreuter Verlag, 14,95 Euro

… ausgewählt von Heike Heymann-Rienau; Kurt Heymann Buchzentrum; verschiedene Standorte

Was geht

Gärtnern in Eimsbüttel: Großstadt und eigener Garten – wer kann sich den Luxus schon leisten? Eimsbüttel. Der Stephanusgarten gilt ab Sonntag offiziell als öffentliche, grüne Oase. Damit zum Auftakt alles chic ist, lädt die ehrenamtliche Gemeinschaft heute ein zur gemeinsamen Pflanzaktion, angeleitet von professionellen Gärtnern.

Stephanusgarten, Lutterothstraße 100; Pflanzaktion: heute, 10–16 Uhr; Einweihungsfest: So, 14–18 Uhr

Was bleibt

Very British: Im Polo-Club trägt man Wachsjacke, lehnt an Oldtimern, schwenkt den Single Malt; die Messe "British Flair" punktet mit typischen Produkten von der Insel. Dazu gibt es Open-Air-Shopping, Shows mit Hütehunden und Gummistiefelweitwurf, untermalt vom "British Flair Proms Concert" der Klassik Philharmonie Hamburg. Macht Lust auf Meer!

Polo Club Hamburg, Jenischstraße 26, heute, 12–19 Uhr, Sa/So, 10–18 Uhr, Tageskarte 8 Euro

Very Gängeviertel: Es geht um Gesichter und Orte, Fotografie und Malerei, vor allem aber um das Gängeviertel. Franziska Holz gilt als Haus- und Hoffotografin des Wohnquartiers. Gemeinsam mit zwei Kolleginnen zeigt sie zu dessen Geburtstag Werke, deren Betrachtung den Trubel des Jubiläums vergessen lassen: Doris Pahl etwa stellt fotografisch Bilder ihrer Vorfahren nach, Rita Kohel malt farbenprächtige Landschaften. Ausstellung: "Faces and Places zum 9. Gängeviertel-Geburtstag".

Raum linksrechts, Valentinskamp 37, Vernissage heute, 19 Uhr, Ausstellung Sa, 18–22 Uhr, So, 15–18 Uhr

Was kommt

Mucke ohne Kohle: Deutlicher lässt sich ein Signal kaum absetzen – das Musik- und Kunstfestival "Swamp", gespeist allein aus regenerativen Energien, feiert direkt vor den Toren des Kohlekraftwerks Moorburg. Dabei sind unter anderen die Hamburger Rockband Denmantau, der Berliner Rapper Kesh und das hüpfende Rogue Stead Orchestra.

Alte Grundschule im Elbdeich, Moorburger Elbdeich 249, Sa, ab 14 Uhr, Spenden erbeten

Bierwelt: Wenn 25 Brauereien über 130 sommerliche Bierkreationen anbieten, kocht die Stimmung schnell über. Dann doch lieber den Durst löschen bei den Craft Beer Days 2018. Neben der Verkostung von Hopfentropfen gibt es Bier-Workshops, damit am Ende ganz sicher niemand mehr stehen kann.

Altes Mädchen, Lagerstraße 28b, Sa, 12–23 Uhr, So, 12–20 Uhr, 5 Euro

Hafenfest: Segelschiffe, Frachter und Containerriesen kreuzen vorm Hafenmuseum. Bei den "Schiffsmodellbautagen – Kleine Welt ganz groß!" schippern sie im Schuppen und im Wasserbecken auf dem Außengelände, von 10 bis 16 Uhr bietet die "Frieda Ehlers" "echte" Barkassenfahrten. Ahoi!

Hafenmuseum, Kopfbau Schuppen 50A, Sa/So, 10–18 Uhr, 6,50 Euro, Kinder frei

Tausch-Rausch: Wegwerfmentalität? Billigware? Nix da, die Kleidertauschparty #TauschDichAus bietet eine Alternative zum üblichen Konsumverhalten. Greenpeace und das Goldbekhaus haben lediglich folgende Regeln aufgestellt: Maximal sieben gut erhaltene, saubere Kleidungsstücke mitbringen, eintauschen gegen neue Lieblingsstücke, nachhaltig schön fühlen.

Bühne zum Hof, Moorfuhrtweg 9, So, 13–17 Uhr, Spenden erbeten

Hamburger Schnack

In der Nähe des Alsterdorfer Marktes. Kleiner Steppke, vielleicht vier Jahre alt, klärt seine Oma über Autos und deren Eigenschaften auf. Sie stehen vor einem am Straßenrand geparkten Sportwagen. Sagt der Lütte: "Das ist ein Porsche, Omi. Der kann nur ganz schnell fahren. Bei dem sind die Bremsen tot." Nun weiß ich auch, weshalb einige Wagen IMMER schnell unterwegs sind.

Gehört von Margret Silvester

Meine Stadt

Diese Aufforderung war wohl zu verlockend, die Menschen an der Ottenser Hauptstraße folgen bereitwillig © Karl-Heinz Kuke

Das war sie wieder, die Elbvertiefung. Wollen Sie uns Ihre Meinung sagen, wissen Sie etwas, über das wir berichten sollten? Schreiben Sie uns: elbvertiefung@zeit.de

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Montag lesen wir uns wieder, wenn Sie mögen!

Ihr Mark Spörrle

 

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