Zu Ihrer Frage, wie sehr die unzuverlässigen S-Bahnen nerven: Auf der Veddel können wir ein Lied davon singen. 

Trotz dichterer Taktung und längeren Zügen (seit Anfang des Jahres) bleibt es ein Roulette-Spiel, ob man morgendliche Termine in der Stadt schafft. Hoffnung gab es kurz, dass die verlängerte U4 perspektivisch die unzuverlässige S-Bahn unterstützen kann, aber so wie es aussieht, soll die Route die Elbinsel umgehen. Ich will den Betrieben nur ungern Diskriminierung unterstellen, aber es gibt ein Gefühl, als ob der Süden einfach nicht wichtig genug ist, um sich einer besseren Anbindung verdient zu machen. 

Ich fahre jedenfalls heute wieder mit dem Fahrrad. Da kann ich jedenfalls sicher sein, dass ich rechtzeitig ankomme. 

Sarah P.

 

 

Ich hatte zwar "nur" einen 450 - Euro - Job, aber den habe ich wegen der S-Bahn verloren. Das war an dem Tag, als die S-Bahn in Neu Wulmstorf anzeigte, "5 Minuten später", genau wie gestern. Und dann 35 Minuten nicht kam.

Ich bin immer noch ohne Arbeit, weil ich mich nach Hamburg nicht mehr bewerben kann. Zu meinen Arzt- und Therapieterminen fahre ich jetzt eine Stunde eher los, eine Stunde Luft reicht meistens. Gestern war ich deshalb pünktlich, da ich "nur" 49 Minuten verloren habe. Kurze Strecken bis Neugraben schaffe ich noch mit dem Rad. Deshalb versuche ich jetzt, in dieser Region einen Job zu bekommen...

 Ich bin stocksauer. Auf die Unpünktlichkeit! Das ist dieses Jahr komplett eskaliert, besonders in Süderelbe.

Aber noch mehr auf die Lügen. Die Handyinformation, die Bahnsteiganzeige und der Infoknopf haben nichts miteinander zu tun. Wenn angezeigt wird "5 Minuten später", sagt die Handyinfo gar nichts darüber und der Infoknopf meldet 22 Minuten später (gestern). Und für so einen Betrug will der HVV immer mehr Geld. Ich fühle mich in der Falle, denn ich bin darauf angewiesen.

Elisabeth St.