Félice Gritti © Maria Feck

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich hoffe, Sie haben gut geschlafen. Falls nicht, hier eine womöglich beruhigende Nachricht: Sie sind nicht allein, so wie Ihnen geht es vielen Hamburgerinnen und Hamburgern. Das Beunruhigende daran: Es sind wirklich viele, und die Zahlen sind gestiegen.

Die Barmer Krankenkasse hat gestern ihren aktuellen Gesundheitsreport vorgestellt. Im Jahr 2017 litten demnach 41 von 1000 Beschäftigten in Hamburg unter ärztlich attestierten Ein- und Durchschlafstörungen – das sind 75 Prozent mehr als elf Jahre zuvor. Die Dunkelziffer liegt wohl noch höher: Laut der Krankenkasse haben mehr als 30 Prozent der Hamburger das Gefühl, unter einer Schlafstörung zu leiden, aber offenbar geht nicht mal jeder zweite von ihnen zum Arzt.

Wer mögen all die Menschen sein, die nachts unfreiwillig wachen? AfD-Mitgründer Bernd Lucke, der gestern seine Wiederantrittsvorlesung an der Hamburger Uni abbrechen musste? Die Studierenden, die ihn anbrüllten? Tatsache ist: Richtet man sich nur nach den ärztlichen Attesten, leiden insgesamt 51.000 Berufstätige in Hamburg unter Schlafstörungen, und das scheint mir ein Problem zu sein.

Die interessante Frage lautet natürlich, warum hier so viele Menschen so schlecht schlafen – Smartphones gibt es schließlich überall. "Gute Frage", bestätigte mir ein Barmer-Sprecher gestern am Telefon. Dinge wie Schichtarbeit und befristete Arbeitsverträge erhöhten das Risiko. Womöglich, sagte er, gebe es hier in Hamburg mehr davon als anderswo. Aber das sei nur eine Vermutung, und überhaupt komme es auf viele kleine Bausteinchen an.

Da könnte man an eine andere Nachricht aus dieser Woche denken: Die HypoVereinsbank hat gerade erst herausgefunden, dass die bereits recht hohen Hamburger Mieten und Immobilienpreise nach wie vor ansteigen. Das ist zwar nun keine Überraschung – aber vielleicht doch eines dieser Bausteinchen, die manchen Hamburgerinnen und Hamburgern den Schlaf rauben. Wobei auch das natürlich nur eine Vermutung ist.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag – und heute ausnahmsweise auch eine gute Nacht!

Ihr Félice Gritti

Wollen Sie uns Ihre Meinung sagen, wissen Sie etwas, über das wir berichten sollten? Dann schreiben Sie uns: hamburg@zeit.de.

Aktuelles

Bernd Luckes erste große Vorlesung

"Nazischweine raus aus der Uni": Diese Parole schallte gestern durch das Hauptgebäude der Universität Hamburg. Bernd Lucke hätte dort die erste große Vorlesung nach seiner Rückkehr in den Lehrbetrieb halten sollen. Doch statt über Makroökonomik zu sprechen, ließ sich der Wirtschaftswissenschaftler und AfD-Mitgründer zwei Stunden lang von Hunderten Demonstranten anbrüllen. Am Rande kam es zu Rangeleien, schließlich verließ Lucke das Universitätsgelände auf eigenen Wunsch unter Polizeischutz. Später sagten Studierendenvertreter, sie hätten nur zu einer Kundgebung vor dem Gebäude aufgerufen. Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank und Universitätspräsident Dieter Lenzen betonten, dass die Durchführung der Lehre zu den grundgesetzlich garantierten Pflichten und Rechten eines Hochschullehrers wie Lucke gehöre. Universitäten müssten aber "die diskursive Auseinandersetzung auch über kontroverse gesellschaftliche Sachverhalte und Positionen führen und aushalten – insbesondere vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte." Bernd Lucke fand das Geschehen "beschämend für eine Exzellenzuniversität". Annika Lasarzik hat die Tumulte im Hörsaal verfolgt und dabei mit Studierenden und Lucke gesprochen. Ihre Reportage lesen Sie hier.

In einem Satz

Für die Entschärfung einer 1000-Pfund-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Schnelsen wurden gestern zahlreiche Straßen, die A7 und der Luftraum über dem Hamburger Flughafen gesperrt; die Entschärfung dauerte noch an +++ Die Billigfluglinie Ryanair streicht zum Sommerflugplan 2020 sieben Flugrouten nach Hamburg +++ Nach den Hinweisen auf Quälerei von Affen und Hunden in einem Labor in Mienenbüttel vor den Toren Hamburgs prüft das Land Niedersachsen den Widerruf aller Genehmigungen für Tierversuche in dem Betrieb

Mönckebergstraße: U3-Umbau kann wohl wie geplant starten

© Magdalena Tröndle/​dpa

Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts kann die Hochbahn die U3-Haltestelle Mönckebergstraße voraussichtlich barrierefrei ausbauen. Das Gericht hat gestern Eilanträge von Grundstückseigentümerinnen sowie einer Kaffeehaus-Betreiberin abgelehnt. Die Antragsteller hatten sich insbesondere dagegen gewehrt, dass die geplanten Fahrstühle vor ihren Geschäften entstehen sollen. Das Hauptverfahren läuft zwar noch, aber sollten die Klägerinnen keine anderen Argumente vorbringen als im Eilverfahren, wird sich die Positionierung der Aufzüge voraussichtlich auch dort als rechtmäßig erweisen. Die Umbauten sollen Anfang 2020 beginnen und voraussichtlich zwei Jahre dauern. Sie sind der Auftakt zu der umfassenden Sanierung des U3-Abschnitts Mönckebergstraße bis Rödingsmarkt. Für die weiteren Arbeiten muss der Schienenverkehr auf dem Streckenabschnitt voraussichtlich von Herbst 2020 an für gut ein Jahr stillgelegt werden, Fahrgäste müssen auf andere U-Bahn-Linien, Busse oder die S-Bahn ausweichen.

Félice Gritti

Missbraucht die Politik die Justiz?

Am Anfang stand ein bemerkenswerter Satz: "Wir als Staatsanwälte haben das Gefühl, dass man uns zunehmend unserer originären Rolle entmündigt und für justizfremde Zwecke missbraucht." Das hat Jörg Fröhlich, Generalstaatsanwalt der Stadt, dem "Hamburger Abendblatt" gesagt. Wie soll man das verstehen: Strafverfolgung im Dienst der Politik, russische Verhältnisse in Hamburg? Die Unabhängigkeit der Justiz sei in Gefahr, behauptete die CDU sogleich, es gebe "konkrete Versuche der Einflussnahme auf die Arbeit der Staatsanwaltschaft zu politischen Zwecken". Die ZEIT hat sich in der Staatsanwaltschaft umgehört. Ergebnis: Die Klagen der Ermittler über Arbeit "für justizfremde Zwecke" sind nachvollziehbar, allerdings nicht die Schlussfolgerungen der Opposition. Das Problem ist offenbar, dass in Hamburg zehn Staatsanwälte keine Zeit haben, Straftäter zu verfolgen, weil sie permanent damit beschäftigt sind, Bürgerschaftsanfragen zur Arbeit der Ermittlungsbehörden zu beantworten. "Ich möchte klarstellen, dass es in Hamburg keine Einflussnahme seitens der Politik auf die Ermittlungsarbeit der Staatsanwaltschaften gegeben hat", gab Fröhlich selbst zu Protokoll, als die Wogen hochschlugen. Der Umgang mit einem missverständlichen Satz des obersten Strafermittlers wäre demnach selbst ein Beispiel für den Missbrauch der Justiz zu politischen Zwecken.

Frank Drieschner

Was heute auf der Agenda steht

Vormittags lädt das Bucerius Kunst Forum zu einem Pressegespräch anlässlich der neuen Ausstellung "Amerika! Disney, Rockwell, Pollock, Warhol", die ab Samstag rund 170 Werke der vier Künstler zeigt +++ Um 18 Uhr diskutiert Justizsenator Till Steffen (Grüne) bei Greenpeace am Rethedamm mit Geschäftsführer Martin Kaiser über Recht und Klimaschutz +++ Eine halbe Stunde später wird in der Handelskammer die Ausstellung "Die wachsende Stadt" eröffnet, die bis zum 17. Januar Hamburgs Entwicklung von 1814 bis 1914 beleuchtet

Was Sie interessieren könnte

Alltagsreporter: Die Stadtführerin

Auf die Reeperbahn wollen natürlich alle, manchmal habe ich 18-Jährige in meinen Gruppen. Denen sage ich immer, dass ich das ja gut verstehen kann, wenn die auch mal in irgendeinen Club reingucken wollen. Aber passt auf, sage ich, schaut vorher auf die Karte! Da ist es dunkel in dem Club, Handy raus, Taschenlampe an, und wenn da steht "Cola 120", dann heißt das: 120 Euro. In manchen Läden läuft ja tatsächlich noch so eine Abzocke. Da machen die 18-Jährigen dann große Ohren.

An dieser Stelle finden Sie täglich unsere Alltagsreporter. Hier schreiben Hamburgerinnen und Hamburger, die wir gebeten haben, uns regelmäßig zu berichten, was sie in ihren Jobs erleben. Sie bleiben anonym, damit ihnen beruflich keine Konsequenzen drohen.

"Vom Turm aus muss er auch die ausgemergelten Häftlinge gesehen haben"

© Muzeum Stutthof

Bruno D., ehemaliger SS-Wachmann im KZ Stutthof, muss sich von heute an vor dem Hamburger Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 93-Jährigen vor, Beihilfe zum Mord an 5230 Menschen geleistet zu haben. Als Wachmann habe er "die heimtückische und grausame Tötung insbesondere jüdischer Häftlinge unterstützt". Vor dem Prozessbeginn haben wir mit dem ZEIT:Hamburg-Autor und Historiker Hauke Friederichs über den Fall gesprochen.

Elbvertiefung: Herr Friederichs, für Ihre Recherche waren Sie in der Gedenkstätte des ehemaligen KZ Stutthof in Polen, wo Bruno D. als Wachmann stationiert war. Wie sieht es dort heute aus?

Friederichs: Es ist ein zwiegespaltenes Bild. Die Umgebung ist geradezu malerisch, die Ostsee nicht weit. Doch das Lager ist umschlossen von dichten Bäumen, die weite Schatten werfen. Auf dem Gelände ist es kalt und düster. Viele Gebäude sind noch sehr gut erhalten, die Holzbaracken, die SS-Kommandantur, die Kommandantenvilla. Die Gaskammer und das Krematorium erinnern an die Abertausenden Opfer des Vernichtungslagers – und auch eine Vitrine voller Schuhe, die man nach der Befreiung in Stutthof gefunden hat.

EV: Sie schreiben: Unter Häftlingen galt das KZ als besonders schlimmes Konzentrationslager. Warum?

Friederichs: Sie wurden sehr schlecht behandelt, zu schwerster körperlicher Arbeit gezwungen. Die engen Baracken waren ab 1944 völlig überfüllt. Tausende Häftlinge starben durch Mangelernährung und Hunger. Aufgrund der schlechten Hygiene breiteten sich Krankheiten und Ungeziefer aus, gleichzeitig verweigerte die SS einigen Häftlingsgruppen wie jüdischen Frauen jegliche medizinische Hilfe. Es gab elektrische Zäune, das Lager wurde äußerst streng bewacht. Kaum jemand konnte entkommen, man weiß nur von einer erfolgreichen Flucht.

EV: Die zu verhindern, war Aufgabe von Bruno D.

Friederichs: Ja, und nicht nur das. SS-Männer wie er haben Gefangene auch zur Arbeit eskortiert, sind außerhalb des Lagers Patrouille gelaufen. Sie waren Rädchen im Getriebe der Tötungsmaschinerie.

EV: All das Elend konnte ihm also gar nicht verborgen bleiben?

Friederichs: Definitiv nicht. Ganz in der Nähe der Wachtürme, auf denen Bruno D. Wache gestanden haben soll, stand das Krematorium. Aus dessen Schornstein stieg ständig Rauch auf – so viele ermordete Häftlinge wurden dort verbrannt. Vom Turm aus muss er auch die ausgemergelten Häftlinge gesehen haben, einige glichen lebenden Skeletten. Während Bruno D. im Lager arbeitete, ist außerdem eine Fleckfieber-Epidemie ausgebrochen. Einige Bereiche wurden unter Quarantäne gestellt, was aber nur bedeutete, dass die Menschen dort sich selbst überlassen wurden. Sonderkommandos wurden reingeschickt, um Leichen zu entsorgen, die draußen zu Bergen aufgetürmt wurden.

EV: Bruno D. sieht bis heute keine Schuld bei sich. Welches Bild haben Sie bei Ihren Recherchen von ihm gewonnen?

Friederichs: Er war jung, 17 Jahre alt, als er zum Wachdienst in Stutthof kam. Der NS-Propaganda war er seit 1933 ausgesetzt. Er hat vermutlich an die Ideologie geglaubt und wollte sicherlich das Elitebild der SS erfüllen. Forscher sprechen von einer besonderen Sozialisation innerhalb der SS, ältere Kameraden haben die Neuankömmlinge geprägt – sie hart gemacht. Ich vermute, dass auch Bruno D. sich an erfahrenen SS-Männern orientiert hat. Weitere Erkenntnisse wird sicherlich der Prozess bringen.

EV: Was glauben Sie, wann könnte ein Urteil fallen?

Friederichs: Bis Mitte Dezember sind zwar Prozesstermine angesetzt, doch ich halte es für unwahrscheinlich, dass noch in diesem Jahr ein Urteil fällt. Wenn überhaupt. Bruno D. ist gesundheitlich angeschlagen, die Verhandlungstage sollen daher maximal zwei Stunden dauern. Es ist gut möglich, dass er währenddessen für "nicht verhandlungsfähig" erklärt wird. Schon mehrfach mussten Verfahren gegen mutmaßliche NS-Verbrecher aus diesem Grund eingestellt werden.

Die Fragen stellte Annika Lasarzik

Für die aktuelle Ausgabe der ZEIT:Hamburg hat Hauke Friederichs die Geschichte hinter dem Fall Bruno D. recherchiert. Als Digitalabonnent lesen Sie seinen Text kostenfrei hier.

Autofreies Ottensen: Worüber der Stadtteil streitet

Erst probieren, dann planen: Was diese Strategie, die in der Fachsprache experimenteller Urbanismus heißt, für Auswirkungen haben kann, lässt sich seit Anfang September in Ottensen beobachten. Rund um den Spritzenplatz sind fünf Straßenabschnitte ein halbes Jahr lang für den motorisierten Verkehr gesperrt. Taxis und Radfahrer dürfen durchfahren und auch die, die einen Garagenplatz haben. Lieferverkehr ist nur zwischen 23 und elf Uhr erlaubt. Eine gute Sache? Darüber sind sich die Menschen im Viertel ganz und gar nicht einig: Die einen haben sich das neu ausgerufene Flanierquartier längst zu eigen gemacht. Die Gegner haben sich in der Initiative "Ottensen bewegt" organisiert – manchen ist es jetzt zu leise, anderen zu belebt. Für die aktuelle Ausgabe der ZEIT:Hamburg hat Christoph Twickel sich auf den stillgelegten Straßen umgesehen und mit den Anliegern und Bewohnern gesprochen – seinen Text lesen Sie als Digitalabonnent hier kostenlos.

Was Sie heute erleben können

Mittagstisch

Satt, aber nicht glücklich

Mittag essen, wo andere abends cornern – das kann man seit ein paar Monaten im Graupi an Hamburgs bekanntestem Hotspot für Freilufttrinker. Im Graupi gibt es Sandwiches nach portugiesischer Art sowie Kumpir, also gefüllte Backkartoffel. Man hat die Wahl zwischen diversen vorgefertigten Sandwich-Belägen und Kumpir-Füllungen (4,90–6,70 Euro), kann sich aber auch eine individuelle Variante zusammenstellen. Die Inneneinrichtung besteht aus Secondhand-Mobiliar, wurde aber offenkundig nicht sonderlich stylebewusst ausgesucht. Draußen gibt es Bierzeltgarnituren, die mittags in der prallen Sonne stehen. Das Essen entspricht dem Gesamteindruck des Lokals: okay, aber ohne jegliche Raffinesse. Die gewählte Kumpirvariate "Papa müde" (die angeblich so heißt, weil der Chef zu erschöpft war, sich einen Namen auszudenken) scheint inspiriert von den Überbleibseln eines Partybuffets: Majo-Nudelsalat, grüne Bohnen, Hähnchenformfleisch, gemischter Salat und Currysoße. Das macht zwar satt, aber wahrhaftig nicht glücklich.

Graupi; St. Pauli, Wohlwillstraße 54 , täglich ab 9 Uhr

Thomas Worthmann

Verlosung

Helge Achenbach machte als Kunstberater Millionen, verkehrte mit Größen wie Andy Warhol und Gerhard Richter – bekam aber den Hals nicht voll. Der Vermittler schlug heimlich Preise auf und landete als Betrüger im Knast. Nun erzählt Achenbach selbst davon, wie ihn seine Gier zu Fall brachte. Moderator Ralf Siebert begrüßt ihn als ersten Gast des neuen Formats BrotZeit.TALK im Business Club Hamburg. Wir verlosen zwei Gästelistenplätze für die Veranstaltung am 21. Oktober um 19 Uhr. Senden Sie uns bis morgen 12 Uhr eine E-Mail mit dem Betreff "Achenbach" an hamburg@zeit.de. Viel Glück!

Was geht

Captain Kulinarik: Was früher aus der Kombüse kam, musste vor allem haltbar sein. Inzwischen gibt es auch an Bord Haute Cuisine. Welche Anekdoten ranken sich um Kost und Köstlichkeiten auf hoher See? Kulinarische Kapitänsführung durch die Jahrhunderte: "Pökelfleisch + Krabbencocktail – Essen an Bord einst und jetzt".

Maritimes Museum, Treffpunkt Foyer, Koreastraße 1, heute, 15–16 Uhr, im Eintrittspreis enthalten

Lucky Blasorchester: Wie verbindet sich die Energie einer Rockband mit der eines DJs? Etwa mithilfe eines fünfköpfigen Blasorchesters, den Lucky Chops. Das New Yorker Quintett liefere "die spannendste Neudefinition" seines Genres, schwärmen Kritiker. Nach Auftritten in der New Yorker U-Bahn filmte ein Tourist 2015 die Performance der Chops, postete sie – und bescherte der Band ausverkaufte Hallen in den USA und Europa.

Gruenspan, Große Freiheit 58, heute, 20 Uhr, VVK 28,20 Euro

Tipps für Kids

Mini: Wer ist der schönste Fisch im Ozean? Natürlich der Regenbogenfisch mit seinem schillernden Schuppenkleid! Dafür will er auch immer bewundert werden – was die anderen Meerestiere nervt. Der Regenbogenfisch fühlt sich einsam. Da gibt ihm der Oktopus einen guten Rat. Bilderbuchkino für Kids ab vier Jahren: "Der Regenbogenfisch".

Bücherhalle Barmbek, Poppenhusenstraße 12, morgen, 16–16.30 Uhr, Eintritt frei

Medi: Paola führt ein Doppelleben. Tagsüber unterrichtet sie in einer Grundschule, nachts verwandelt sie sich in die Weihnachtshexe Befana. Als ein Spielzeughersteller Paola entführt, beschließen ihre Schülerinnen und Schüler, ihr zu helfen. "Unsere Lehrerin, die Weihnachtshexe", Kinostreifen für Kids ab acht Jahre. Bei der Hamburg-Premiere am Sonntag ist Synchronsprecherin Judith Rakers zu Gast.

Zeise Kino, Friedensallee 7–9, So 15 Uhr, VVK 6,50 Euro

MediMaxi: Influencer zu werden ist der Traum vieler Jugendlicher. Allerdings ist es gar nicht so einfach, gute Clips zu produzieren. Beim Workshop "Coding, Videoproduktion und Minecraft mit der Logiscool" dreht sich Sonnabend alles um Filmchen. Kurs für Kids zwischen zehn und 16 Jahren; Voraussetzung sind rund zehn Minuten eigenes Videomaterial.

Bücherhalle Alstertal, Heegbarg 22, Sa 10–12.30 Uhr, Eintritt frei, Anmeldung online

Hamburger Schnack

An der Binnenalster sehe ich ein Pärchen witzelnd und dabei eng umschlungen, er mit einem Smartphone in der Hand. "Soll ich ein Foto machen?", frage ich. Sie positionieren sich. "Ein Stück weiter nach rechts", sage ich, "damit die Wasserfontäne aufs Bild kommt." Ich weiß nicht, was sie verstanden hat, jedenfalls fragt sie: "Komm ich zu fett?", und zeigt auf ihren (nicht vorhandenen) Bauch.

Gehört von Monika Spohr

Meine Stadt

Blick auf die Kastanienallee, die Parallelstraße zur Reeperbahn Richtung Hafen und auf die schon seit fünf Jahren bestehende Brache der früheren Esso-Tankstelle. Was wird in Zukunft dort sein? © Peter Albrecht

Die heutige Ausgabe zum vertieften Lesen

Bernd Lucke lehrt wieder an der Universität Hamburg. Doch seine erste große Vorlesung musste unter Tumulten und "Nazischwein"-Rufen abgebrochen werden.

Er stand auf dem Turm: Bruno D. war SS-Wachmann im KZ Stutthof. Mit 93 Jahren muss er sich jetzt dafür verantworten. (Abo)

Aufruhr im Paradies: Ein halbes Jahr lang bleibt das Zentrum von Ottensen für Autos gesperrt. Darüber wird im Stadtteil heftig gestritten. (Abo)