Kleine graue Wellen schlugen unablässig gegen den Betonponton des IBA-Docks im Zollhafen, in dem Hamburgs Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) am Freitagmorgen die Zukunft der Elbinsel Wilhelmsburg präsentierte. Sechs neue Quartiere will die Stadt hier bis 2032 bauen, mit 5.400 Wohnungen – dort, wo heute Grünflächen, Kleingärten, Sportplätze und die Trasse der alten Wilhelmsburger Reichsstraße liegen. Die neue Reichsstraße ist seit diesem Monat eröffnet. Mindestens 10.000 neue Nachbarn werden zuziehen, die Einwohnerzahl steigt damit um ein Fünftel. Wer das nördliche Wilhelmsburg heute vor Augen hat, wird es in gut zehn Jahren nicht mehr wiedererkennen.